Zitat Zitat von Feli Beitrag anzeigen
Was mir auffällt:

Wenn du Suse doch weißt, dass vor der Haustür Territorialverhalten gegeben ist, schon besorgt registrierst ,dass Kleinhund - mit denen wir ja alle schon so Geschichten durch haben - sich nähert, wieso konntest du nicht laut und bestimmt dem Herrchen sagen, dass er unverzüglich weitergehen sollen und keinen Kontakt zulassen, solange er noch in annehmbarer Entfernung war? Du hattest den Schlüssel doch nicht im Mund...

So sah der völlig ungewarnt nur den "Angriff" von Buki.

Also vermeidbare Versäuminisse sehe ich hier, so leid mir das tut auf beiden Seiten.

Der Tritt ist unschön - aber über "Vergeltung" nachzudenken ( nicht Suse)wenn Eigenversäumnis vorliegt ist völlig daneben!
Das war die Crux an der Sache: Ich hab Hund und Herrchen erst in dem Moment bemerkt, als sie wirklich schon direkt hinter uns waren. Eben wegen Bukis Territorialverhalten passe ich in unserer Straße und vor allem direkt vor der Haustür besonders auf. Die Hunde dürfen beim Hausverlassen erst auf die Straße, wenn ich vorher gecheckt habe, wer da kommt - nicht, dass wir plötzlich im Erzfeind Mops Kalle stehen.

Den Kleinen hätte ich theoretisch wahrnehmen müssen, weil der ja hinter uns den Berg runtergekommen sein muss. Unsichtbar war der sicher nicht. Aber irgendwie haben wir den alle drei verpennt. Buki wird den sogar registriert haben (ihm entgeht immer nix), aber als ignorierenswert eingestuft haben. Blöderweise ist unser Haus etwas zurückgesetzt, so dass ich die obere Straße nicht mehr richtig einsehen kann - dadurch bleiben wirklich nur drei Meter. Beim Rausgehen nutze ich die gegenüberliegenden Schaufenster immer als "Spionagespiegel".

Die eigentliche Situation ging dann ratzfatz - bevor ich was Adäquates und Vernünftiges hätte sagen können, als der Mann stehenblieb, ging das Brummen schon los.

Das Ganze lief überhaupt recht wortlos ab. Ich hab den Buki zwar dann verbal eingebremst, das war es aber auch schon. Zeit für einen Plausch blieb da nicht. Mein Riesenfehler war im Nachhinein wirklich der, dass ich Buki nicht vorsorglich vorne im Geschirr eingehängt hatte - da ist dann einfach kein zweiter Hopser drin.

Ich muss dem Mann auch zugute halten, dass der bis auf den Tritt sehr ruhig blieb - kein Schimpfen und keine Vorhaltungen. Und wie oben geschrieben, kann ich den Tritt aus seiner Sicht schon nachvollziehen (Buki hat den übrigens gut überstanden). Er sah seinen Kleinen sicher lebensbedroht.

Mich ärgert halt die Grundausgangssituation. Und weil das so oft passiert, dass die Kleinen, die an ihrer Flexi ja so easy zu halten sind, die Großen anmachen dürfen. Zur Hundehaltung und einem sozialen Miteinander gehört für mich nicht nur, dass ich meinen eigenen Hund einschätzen kann, sondern auch auf die anderen Hunde gucke. Und da sind Großhundbesitzer in der Regel eher dazu bereit als Kleinhundebesitzer. Klar - ein gröhlender Großhund, der nach vorne geht, ist akkustisch und körperlich ja auch was anderes als ein kläffender und hüpfender Minihund.

Und mich ärgert auch ein wenig die Grundhaltung, die Leute oft haben: Alle Hunde müssen sich mögen! Nein, müssen sie eben nicht. Sie sollen nicht rumpöbeln, aber sie haben auch ein Recht darauf, ihre Individualdistanz respektiert zu bekommen. Schön, wenn ein Meter schon reicht - aber als Selbstverständlichkeit fällt der nicht vom Himmel.

Eine Nachbarin, die gerade den Berg hochkam und das Ganze beobachtet hatte, meinte dann zu mir: "Was bleibt der Depp denn da auch stehen und lässt den Kleinen direkt vor Buko pöbeln?" Tja, gute Frage...

LG

Susanne, die sicher nicht zurückgetreten, sondern sich allenfalls auf eine klärende Diskussion eingelassen hätte