Ist schon gut, Sophie und danke für die Richtigstellung.Bilder sagen zwar mehr als tausend Worte, aber manchmal täuschen sie halt auch...
Ich habe Bayo gesagt, dass er nun doch nicht zu fett ist.Er ist unglaublich erleichtert, denn er ist der Meinung, dass er ohnehin schon zu wenig Futter bekommt. Und genau da liegt meiner Meinung nach auch immer das Problem. Hunde sind als Beutefresser darauf programmiert, so viel zu fressen wie sie können. Sie scheinen fast immer hungrig und viele Leute geben dem nach. Bayo frisst z.B. seine Portion (ca. 600g frisches Zeug) und schaut mich danach an: "Und wo ist bitte der Hauptgang, Mama?!?!" Er hat immer Hunger und manche Leute haben dann einfach Mitleid mir ihrem Hund und geben nach. Bayo bekommt z.B. sonntags gar nichts zu fressen und samstags gibt es nur Grünzeug und ein paar Kartoffeln... Wie er mich dann ansieht: es ist schon schwer, dem hündischen Blick nicht zu erliegen.
Ich beobachte die allgemeine Fettsucht vor allem bei sehr kleinen Hunden (die oft von älteren Leuten gehalten werden). Diese Hunde werden permanent gefüttert und laufen dann täglich 10 Meter an der Flexi oder werden gar getragen... Es sind wandelnde Tonnen, da jeder davon ausgeht, dass kleine Hunde keine Bewegung bräuchten. Nun: mein kleiner Hund läuft 10km am Fahrrad und kommt danach mit seinem Ball zu mir und will spielen...
Ein weiteres Problem ist sicherlich auch, dass jeder Organismus Nahrung anders verarbeitet. Bayo ist ein guter Futterverwerter (bekommt 2% Futter), Alastair ist ein mega schlechter Verwerter (bekommt 5%). Wenn man nun einfach nach Packungsbeilage oder aufgrund von Erfahrungen (gerade beim Zweithund) füttert, muss das nicht immer passen. Auch verpassen viele Leute die Futterumstellung nach Abschluss der Wachstumsphase. Bayo bekam als Welpe 6% Futter, dann nur noch 4% und schließlich 2%. Man muss den Hund halt beobachten.
Außerdem haben vor allem unterschiedliche Generationen auch unterschiedliche Vorstellungen von einer gesunden Figur. Während meine Oma (zwei Kriege miterlebt) Kleidergröße 44/46 gut fand, steht die Generation meiner Mutter eher auf Größe 38. Und heutzutage... nun ja, da gilt halt 34 als das Maß aller Dinge. Es gibt auch kulturelle Unterschiede. Und so übertragen die Leute ihre Vorstellungen auch auf ihre Hunde. Außerdem kommt hinzu, dass sowohl Zwei- als auch Vierbeiner sich in der Regel zu wenig bewegen (dürfen). In Deutschland sind über 50% der Menschen übergewichtig. Übergewicht aus medizinischer Sicht ist aber aus meiner Sicht schon ziemlich - sagen wir - unsportlich, wenn nicht sogar fett. Meiner Meinung nach sind die meisten Leute einfach zu dick. Sie essen zu viel und bewegen sich zu wenig... und diese Vorstellungen und Verhaltensweisen übertragen sie auf ihre Hunde. Leider. Und schon darf ein Hund nur ein paar Meter an der Leine neben dem Besitzer hertrotten. Man sollte die sportliche Betätigung sicher nicht übertreiben und auch nicht zu früh damit anfangen, aber gerade unsere RR brauchen schon sehr viel Auslauf und den sollte man ihnen auch gönnen. Dann können sie nämlich auch nicht dick werden.


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Er ist unglaublich erleichtert, denn er ist der Meinung, dass er ohnehin schon zu wenig Futter bekommt. Und genau da liegt meiner Meinung nach auch immer das Problem. Hunde sind als Beutefresser darauf programmiert, so viel zu fressen wie sie können. Sie scheinen fast immer hungrig und viele Leute geben dem nach. Bayo frisst z.B. seine Portion (ca. 600g frisches Zeug) und schaut mich danach an: "Und wo ist bitte der Hauptgang, Mama?!?!" Er hat immer Hunger und manche Leute haben dann einfach Mitleid mir ihrem Hund und geben nach. Bayo bekommt z.B. sonntags gar nichts zu fressen und samstags gibt es nur Grünzeug und ein paar Kartoffeln... Wie er mich dann ansieht: es ist schon schwer, dem hündischen Blick nicht zu erliegen.

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