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Thema: Wieviel darf ein RR kosten?

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  1. #1
    Mittendrinmensch Avatar von Juchhu
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    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Zitat Zitat von Jackal Beitrag anzeigen
    Glaubst Du das wirklich? Bei den Vermehrern gehen die Preise ja von ein paar Euro fuffzig bis mindestens zu den VDH Preisen. Vermehrer gibt es bei billigen Rassen/Mischlingen/Kreuzungen und teuren Rassen/Mischlingen/Kreuzungen. Ich weiß nicht, ob der Welpenpreis darauf wirklich Auswirkungen hat.

    Was ich aber glaube ist, dass jemand der einen Arbeitshund sucht von extrem hohen Preisen abgeschreckt wird. Und das ist doch schade für eine Rasse, die eigentlich ein Jagdhund sein will und soll. Allerdings liegt es ja auch in da in der Hand des Züchters einen geeigneten Hund z.B. in Hand eines Jägers oder Rettungshundlers zu einem anderen Preis abzugeben, als die anderen Welpen. Es wird ja kein Züchter dazu gezwungen von jedem Käufer den gleichen Preis zu nehmen.
    Du hast doch ein Problem.
    Warum sollte ein seriöser Züchter das machen?
    Die umlegbaren Kosten (und zwar reale und vielleicht sogar ideelle) sind für jeden Welpen eines Wurfes gleich.
    Genau genommen stimmt das nicht, da Welpen mit behebbaren Mängeln höhere Kosten verursachen als gesunde Welpen. Im zweiten Schritt erwartet der Käufermarkt, dass Welpen mit Mängeln (z.B. Zuchtausschluss) zu einem niedrigen Preis abgegeben werden. Also unternimmt der Züchter eine Mischkalkulation.

    Erfährt ein Interessent nun, dass ein Züchter je nach Nutzungsausrichtung des Welpenkäufers einen Preisspielraum einräumt, muss der Züchter doch damit rechnen, dass zukünftige Käufer z.B. alle Arbeitshunde/Jagdhunde etc. haben wollen. Der Züchter begibt sich damit in eine schlechte Verhandlungsposition, da Preise nun diskutierbar geworden sind.

    Bitte bedenke, dass zumindest die RR-Welt in Deutschland ein Dorf ist und man sich kennt und man mit- und übereinander spricht. Oder anders ausgedrückt, wenn zwei es wissen, ist es kein Geheimnis mehr.

    Mein Züchter orientiert sich an der ELSA-Preisempfehlung, sowohl er im DZRR züchtet.

    Und so gibt er korrekte Welpen für 1.800 und inkorrekte Welpen für 1.500 Euro ab.
    Den geringen Preisunterschied erklärt er mit demselben Aufzuchtaufwand, ob nun korrekter oder inkorrekter Welpe.
    Und da die Mehrheit der Welpenkäufer (Gott sei Dank) keine Zuchtambitionen hat, sieht er (so wie ich es verstanden habe und auch völlig nachvollziehen kann) nicht ein, einen größeren Preisnachlass zu geben.

    Wem das nicht gefällt, geht halt wo anders hin.

    Und ich muss ehrlicherweise gestehen, dass wenn ich mit demselben Aufwand züchten würde, ich den Preis für einen korrekten Welpen zz. sicher schon oberhalb 1.800 Euro angehoben hätte. Ich habe im Jahr 1999 für meinen DJ-SAM 3.000 DM bezahlt. Setze ich eine 2-3% Preisteuerung an, würde sich heute der Preis zwischen 1.950 und 2.250 Euro bewegen.

    Wer glaubt, dass Züchter Altruisten und Sozialromantiker sein sollten, möge mit guten Beispiel vorangehen. Niemand wird gehindert, sich eine seriöse Zucht aufzubauen und korrekte und inkorrekte Welpen für unter 1.000 Euro abzugeben. Und wenn einen das Gewissen arg zu sehr belastet, kann man bei geeignetem Welpenkäufer oder zu unterstützenden Nutzungsausrichtung auch über eine Schenkung nachdenken.

    PS:

    Im Übrigen steht es den Züchtern anderer Rassen frei, auch ihre Preise auf bzw. über das Niveau der RRs anzuheben. Dass viele seriösen Züchter nicht gewinnorientiert arbeiten, sieht man schon daran, dass immer noch dieselben Preise für korrekte Welpen wie vor der Euro-Umstellung "verlangt" (Rundung mal vernachlässigt) werden.

    In sofern drifftet die Diskussion langsam in sozialistische bzw. kommunistische Anschauungen ab.
    Geändert von Juchhu (27.06.2013 um 15:45 Uhr)
    Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
    Mach mehr mit und aus Deinem Hund.
    Und lass es zu, dass aus einem "Nur dabei"-Hund ein "Mittendrin"-Hund wird.

  2. #2
    Jackal
    Gast

    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Du verstehst die Diskussion immer noch nicht, Juchhu, oder?

    Zitat Zitat von Juchhu Beitrag anzeigen
    Du hast doch ein Problem.
    Warum sollte ein seriöser Züchter das machen?
    Warum sollte ICH ein Problem haben? Du schnallst es immer noch nicht, oder? Wenn Du Dich auf mich einschießt verdammt noch mal, dann lies doch was ich schreibe! So langsam finde ich es mehr als unverschämt! Ich hab nirgendwo über Züchter gewettert, ich hab nirgendwo geschrieben, dass ich nicht bereit bin "hohe Preise" zu zahlen (noch steht hier irgendwo, was für Preise ich schon für die Hunde in meinem Leben gezahlt habe) auch nicht, dass ich Züchtern irgendwas vorschreiben will. Lies was ich schreibe! Es ist wirklich sehr respektlos, anstrengend und fies sich immer wieder die gleiche Gülle anzuhören, wenn Du anscheinend noch nicht mal meine Beiträge gelesen hast .

    Zu Deiner Frage: warum Züchter das machen sollten (genau das tun übrigens auch schon einige seriöse Züchter - warum auch nicht): weil ihnen eine "Alltagsleistungprüfung" wichtig ist. Weil es ihnen wichtig ist, dass RRs ihre ursprünglichen Fähigkeiten behalten, weil sie selbst Jäger sind und einen guten Hund (im Sinne von guter Jagdhund - nicht als generelle Wertung gemeint) lieber in einem Jägerhaushalt, als in einem Nicht-Jägerhaushalt sehen. Und noch zig andere Punkte KANN es dafür geben.

    Wieder - nirgendwo steht, dass ich will oder verlange, dass alle Züchter das tun.

    Das hier ist eine Diskussion mit vielen Aspekten - ich will keinen RR kaufen (und schon gar nicht in Deutschland) und mir können schon alleine deswegen die deutschen RR Preis für meinen Eigenbedarf am Allerwertesten vorbei gehen. Da ich das Thema aber interessant und auch sehr relevant finde, nehmen ich es mir heraus hier zu diskutieren. Dafür antworte ich auf Beiträge und LESE was in diesen Beiträgen steht.

    Und noch mal: bitte ignoriere meine Beiträge ODER lese und verstehe sie. So nervt es einfach nur.

  3. #3
    Mathuni
    Gast

    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Zitat Zitat von Juchhu Beitrag anzeigen
    ... Erfährt ein Interessent nun, dass ein Züchter je nach Nutzungsausrichtung des Welpenkäufers einen Preisspielraum einräumt, muss der Züchter doch damit rechnen, dass zukünftige Käufer z.B. alle Arbeitshunde/Jagdhunde etc. haben wollen. Der Züchter begibt sich damit in eine schlechte Verhandlungsposition, da Preise nun diskutierbar geworden sind...
    Es gibt tatsächlich Züchter, bei denen die (korrekten) Welpen erst einmal alle gleich viel kosten. Der Preis ist nicht diskutabel. Erst nach Vorlage der bestanden Jagdhundeprüfung etc. gibt es einen Teil des Kaufpreises zurück - manchmal nicht gerade wenig. Teilweise wird das auch mit HD-Untersuchungen der Nachkommen so gemacht.

    Will man also Geld rausschinden und nur wegen monetärer Gründe einen echten Arbeits- bzw. Jagdhund - na, dann muss man auch was dafür tun. Und ich denke, die Jagdhundeprüfung kommt letztendlich so teuer, dass dann auch wieder nix eingespart ist.

    LG

    Susanne

  4. #4
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    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    teuer wird er immer sein.

    ich kenne züchter , die das ähnlich wie die brackenvereine händeln. sie liegen im unteren bereich der preisskala, und wer seinen hund jagdlich führt und prüfungen besteht, bekommt ein teil des kaufpreises zurück, als anerkennung oder dankeschön, kann man sehen, wie man möchte.

    die preise von jghv hunden sind zwar wesentlich günstiger, das hält aber bei weitem einige nicht ab, auch in diesem feld schwarzzuchten zu produzieren, die sie dann noch billiger auf den markt "schmeissen"....nurmal so dazu!
    Geändert von Franky (28.06.2013 um 14:38 Uhr)
    Gruß Franky
    Clyde - Abuu - natürlich mit .....
    Cooper und Mademoiselle Susi .....die wie es sich für gute Jagdhunde gehört, seinem Führer immer etwas voraus jagen....leider nun ohne mich, aber dafür in einem grenzenlosem Revier

  5. #5
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    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Kann mir mal einer erklären, warum man einen Teil seines Geldes zurück bekommt, wenn man den Hund jagdlich führt? Das verstehe ich ja mal so gar nicht
    Bitte um Aufklärung einer Unwissenden.

  6. #6
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    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Zitat Zitat von Franky Beitrag anzeigen
    teuer wird er immer sein.

    wer seinen hund jagdlich führt und prüfungen besteht, bekommt ein teil des kaufpreises zurück, als anerkennung oder dankeschön, kann man sehen, wie man möchte.

    f
    wir helfen doch gerne
    Gruß Franky
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  7. #7
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    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Hm ok, also so als Anerkennung? Muss ich als Nichtjäger ja nicht verstehen, warum man so was macht.
    Dann ist der endgültige Welpenpreis ja noch weiter unten, als der schon als "günstig" anzusehende anfängliche Welpenpreis bei Jagdhunderassen?
    Aber wie gesagt, muss ich ja auch nicht verstehen.

  8. #8
    ja, manchmal Nervensäge Avatar von Feeyota
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    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    @ Loca, es ist doch so, wenn der Hund ausgebildet wird, sei es zur Jagd oder anders, wird der Hund gefordert, gefördert und gut ausgelastet. Wenn er dann noch gesund ernährt und auch bespaßt wird, geliebt wird sowieso, warum soll ein Züchter so etwas nicht belohnen?

    Die meisten geben schon mal nicht in Zwingerhaltung ab, gute Züchter "klopfen" die Welpenkäufer behutsam ab, besuchen die Welpenaufzuchtfamilie oder laden selbst wieder ein, freuen sich über Besuch des heranwachsenden Junghundes, des später erwachsenen Hundes und der Halter - sind also daran interessiert, wie es dem Hund geht und was er so macht.

    Ist das jetzt vielleicht etwas besser verständlich?

    LG Feeyota
    So lange Kakaobohnen an Kakaopflanzen wachsen,
    so lange ist Schokolade für mich Obst!
    Emily, Buffy, Farashuu, Nala, Xena ... you are for ever in our hearts!
    Danke, dass Ihr bei uns wart!



  9. #9
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    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Zitat Zitat von Feeyota Beitrag anzeigen
    @ Loca, es ist doch so, wenn der Hund ausgebildet wird, sei es zur Jagd oder anders, wird der Hund gefordert, gefördert und gut ausgelastet. Wenn er dann noch gesund ernährt und auch bespaßt wird, geliebt wird sowieso, warum soll ein Züchter so etwas nicht belohnen?

    Die meisten geben schon mal nicht in Zwingerhaltung ab, gute Züchter "klopfen" die Welpenkäufer behutsam ab, besuchen die Welpenaufzuchtfamilie oder laden selbst wieder ein, freuen sich über Besuch des heranwachsenden Junghundes, des später erwachsenen Hundes und der Halter - sind also daran interessiert, wie es dem Hund geht und was er so macht.

    Ist das jetzt vielleicht etwas besser verständlich?

    LG Feeyota

    Ich finde die Art und Weise ja grundsätzlich gut.
    Sowas sollte irgendwie belohnt werden. Ist ja alles ok soweit. So viel Nächstenliebe, bzw Liebe zum Tier findet man sonst ja leider selten.
    Wenn ich könnte wie ich wollte, würde ich meine Maus auch jagdlich führen, allein aus dem Beweggrund heraus der eigentlichen Natur und Veranlagung meines Hundes gerecht zu werden.
    Da ich kein Jäger bin, und es vermutlich auch nie bewerkstelligen kann, schaue ich halt, dass mein Hund annährungsweise seiner Natur entsprechend ausgelastet wird.

    Was mich halt wundert ist die Tatsache, dass gewerblich genutzte Hund (hier Jagdhunderassen) günstiger sind, als andere Rassen? Ich hätte eher erwartet, dass die Hunde mit spezielle Eignung eben mehr kosten, eben wegen der speziellen Eignung.

  10. #10
    ja, manchmal Nervensäge Avatar von Feeyota
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    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Dazu können bestimmt unsere Jäger was sagen, schätze ich - ich weiß nämlich nicht, was für jagdlich geführte Hunde bezahlt werden muss - schon gar nicht, wenn sie schon ausgebildet abgegeben werden, was ja auch vorkommt.
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  11. #11
    Mathuni
    Gast

    Standard AW: Wieviel darf ein RR kosten?

    Zitat Zitat von Loca Sonique Beitrag anzeigen
    ... Was mich halt wundert ist die Tatsache, dass gewerblich genutzte Hund (hier Jagdhunderassen) günstiger sind, als andere Rassen? Ich hätte eher erwartet, dass die Hunde mit spezielle Eignung eben mehr kosten, eben wegen der speziellen Eignung.
    Ich muss da mal bei dem "gewerblich" einhaken (als Tippfehler hatte ich erst ein k statt ein h im einhaken, das wäre eine wunderbare Stilblüte geworden)...

    In meinem Echtleben kommen auf einen echten Berufsjäger (der hier meist einen DK oder BGS führt - ausser mein angeheirateter Förstercousin, der hat einen Griffon und einer hat gar keinen, weil er Angst vor Hunden hat), mindestens gefühlte 20 Nebenbeijäger, die die Wurst im Kühlschrank weniger durch Jagd, denn durch andere weltliche Berufe verdienen. Und damit ist der Hund nicht gewerblich, sondern letztendlich auch "nur" hobbymäßig genutzt - wenn auch meiner Meinung nach rasseentsprechender als durch Dogdancing.

    LG

    Susanne - die sich gerne korrigieren lässt, wenn an ihrer Hobby-Berufs-Vorstellung etwas falsch ist

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