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Thema: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

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  1. #1
    zweiaufeinenstreich
    Gast

    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    HOCHMUT HAT UNS - BLIND - GEMACHT
    FÜR DIE ARMUT DIESER WELT.

    HASS HAT UNS - TAUB - GEMACHT
    FÜR ALL DAS WEINEN UNTERM HIMMELSZELT.

    FEIGHEIT HAT UNS - STUMM - GEMACHT
    DAS UNRECHT AUSZUSPRECHEN.

    FAULHEIT HAT UNS - LAHM - GEMACHT
    DIE MAUERN ZWISCHEN UNS ABZUBRECHEN.

    SAGE MIR, WAS MUSS DENN BLOß GESCHEHN,
    DASS WIR MENSCHEN WIEDER SEHN,
    ENDLICH HÖREN, SPRECHEN UND AUCH WIEDER GEHN?

    MENSCH, WIE WÄR DANN DAS LEBEN SCHÖN.

    Heike

  2. #2
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Mensch, Warum?
    Du hast in meine Augen gesehen,
    da war es schon um dich geschehen,
    Du hast mich mit nach Hause genommen,
    ich bin ganz neugierig mitgekommen.

    Du hast mich stolz spazieren geführt,
    die Bewunderung der Passanten gespürt.
    Du hast mit mir getobt und gespielt,
    und dich eine Weile glücklich gefühlt.

    Dann hab ich auf den Teppich gemacht,
    da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
    Dann mußt du fort, ich weiß nicht wohin,
    ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.

    Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit,
    ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit,
    dann hab' ich vor Angst die Möbel zerkaut,
    das war dir zuviel, und du wurdest laut.

    Du hast von Erziehung und Härte gesprochen,
    und ich habe deinen Zorn gerochen.
    Du hast mich verbannt aus deinem Haus,
    aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus.

    Du hast mir Futter und Wasser gegeben
    und gedacht, das sei genug für mein Leben.
    Du hast ein neues Spielzeug gefunden -
    hattest die Nase voll von uns Hunden.

    Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh,
    ich dachte, mein Herz wird nie wieder froh.
    Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht,
    mir nur noch meinen Freßnapf gebracht.

    Da hab' ich gewußt, bald ist es vorbei,
    denn niemand hört meinen stummen Schrei.
    Dann ging ich hinüber, weit von dir fort,
    an einen neuen, besseren Ort.

    Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück.
    Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
    Ich frage dich, warum liebtest du mich?
    Ich war doch nur ein Spielzeug für dich.

    Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen,
    du hast mir mein ganzes Leben genommen.
    Warum liebtest du mich? Hast mich niemals begriffen.
    Hast auf alle meine Gefühle gepfiffen.
    Dein Herz ist kalt, wird niemals warm.
    Bei all dem Spielzeug bist du - arm...

  3. #3
    ja, manchmal Nervensäge Avatar von Feeyota
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Oh, Catherin, das ist so grausam und doch so schön.
    Sofort habe ich die assoziation zu Bozzo gehabt, nur, dass der zum Ende hin
    noch Zuwendung von Monthy und Sabines 'Familie erfahren durfte.

    Es ist aber sooo wahr - der Mensch nimmt das Tier und dann?
    Übernimmt er auch Verantwortung und bietet dem Tier ein schönes Leben?
    Leider nicht ...., aber Einige tun das doch und hier sind sie versammelt in großer Zahl.

    Das stimmt mich dann etwas weniger traurig - nach dem Lesen Deines Posts.

    LG Feeyota
    So lange Kakaobohnen an Kakaopflanzen wachsen,
    so lange ist Schokolade für mich Obst!
    Emily, Buffy, Farashuu, Nala, Xena ... you are for ever in our hearts!
    Danke, dass Ihr bei uns wart!



  4. #4
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    wer ist denn Bozzo?

    Aber er hatte wohl noch ein kleines bischen Glück bevor er die Brücke erreicht hat?

    Ach ja, es liest sich furchtbar, und doch sollten wir uns die Liebe bewahren, und den Glauben an andere.
    Zur Sicherheit machen wenigstens wir alles anders, und hoffentlich viel viel RICHTIGER!!!

    Unere Maus gehört dazu, sie wird verteidigt und beschützt wie ein Mensch, das ist einfach so, das war uns vorher schon klar, das es so sein wird.

    Eine Familie ist eine Familie, egal was passiert!!

    In Guten wie in Schlechten Zeiten...

  5. #5
    ja, manchmal Nervensäge Avatar von Feeyota
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Hallo Catherin,

    guck mal da: http://www.rhodesian-ridgeback-forum...529-bozzo.html
    Das war Bozzo! So ein toller Kerl.

    LG Feeyota
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  6. #6
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    was für ein trauriges, schönes gedicht!


  7. #7
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Mireille
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Und plötzlich sind sie alt…

    Irgendwann in unserem Leben mit Tieren kommt der Tag, an dem wir unausweichlich feststellen müssen, dass unser Tier ALT ist. Lange haben wir versucht, die kleinen Zeichen zu ignorieren, die grauen Härchen um die Nase haben schließlich auch schon ganz junge Hunde… Oder täuscht das Licht?

    Doch dann ganz plötzlich, fast wie über Nacht, wachen wir auf aus unserem Traum, dass alles einfach immer so bleibt, wie es ist, sehen ganz deutlich den grauen Schleier, der sich über Fell und Augen gelegt hat. Oder wir werden herausgerissen aus dieser unbeschwerten gemeinsamen Zeit, wenn unser Liebling plötzlich beim Rennen mit den Hinterbeinen wegknickt, langsamer von seiner Decke aufsteht oder auf das Rascheln der Leckerlietüte in der Küche nicht reagiert. Vielleicht werden wir uns auch erst durch den Tierarzt, der uns besorgt beiseite nimmt, der Endlichkeit des Lebens bewusst…

    Spätestens dann fangen wir an, unsere Tiere ganz anders anzusehen! Liebevoll streift unser Blick über ihren Körper, wir suchen nach Bestätigungen für ihr Wohlbefinden oder auch nach Anzeichen der Krankheit, die in ihnen tobt. Sorgenvoll beobachten wir jede kleine Veränderung, jede Appetitlosigkeit macht uns Angst. Und während er da so im Garten liegt, möchten wir jeden Sonnenstrahl einladen, die müden Glieder unseres Weggefährten zu erwärmen, das Licht bitten, mit seiner unendlichen Kraft jede Faser des geliebten Körpers zu durchströmen.

    Wir wählen die Wege sorgsamer als früher, die Berge weichen kleinen Hügeln. Es sind langsamere Spaziergänge, auf denen wir unseren Gedanken nachhängen - anders als früher-, ruhen unsere Augen sanft auf seinem Körper, prägen sich jede Kleinigkeit, jede Stelle ein, um sie festzuhalten, für die Zeit danach. Jede Zelle unseres Körpers ist so eng mit dem anderen verbunden, verkörpern unser gemeinsames Leben, die vielen Erlebnisse und Erinnerungen… „Immer warst du dabei!“ … und es tut schon fast weh, auch nur daran zu denken, dass der, der da neben uns geht, irgendwann nur noch im Geiste bei uns sein wird.

    Wir ertappen uns dabei, dass wir ängstlich nachschauen, wenn er morgens mal nicht erwartungsvoll neben uns steht. Beruhigt stehen wir dann neben seinem Bett und beobachten das entspannte Heben und Senken der Brust eines tief schlafenden Hundes, der in letzter Zeit öfters den Wecker verpasst. Wir geben in jedes Essen, das wir von nun an bereiten, so viel Liebe mit hinein, werden wählerisch, achtsam, möchten all die guten Sachen hineingeben, die den Zeitpunkt in unendliche Ferne rücken könnten…

    Immer öfters kommt es vor, dass unser geliebtes Tier mit abwesendem Blick irgendwo in einer anderen Welt zu sein scheint, als ob es schon mal dort drüben auf den grünen Wiesen schnuppert… „Komm, erzähl mir von dort, wo wir uns irgendwann wieder sehen!“ möchten wir sagen. Es braucht keine Worte mehr, wir verständigen uns über lange Blicke, in denen wir tief in den Augen des anderen versinken. Ohne zu zwinkern tauchen wir ein in einen Dialog, der so oft die unausgesprochene Frage enthält: „Was mach ich, wenn du nicht mehr hier bist?“ Und es kommt die Antwort: „Aber ich bin noch hier.“ „Aber du musst irgendwann sterben?!“ Und zurück kommt: „Wir alle müssen irgendwann sterben!“ … So gelassen, dass wir gleichzeitig lachen und heulen könnten.

    Wir haben das Gefühl, dass es noch so viel zu sagen gibt und plötzlich kommt die Angst, dass die Zeit nicht reichen wird. Denn der Tod sitzt auf unserer linken Schulter und die Uhr tickt unaufhaltsam weiter, für uns, die wir mit Tieren zusammen leben und diese in der Regel auch überleben werden. Aber auch unsere eigene Uhr tickt unaufhaltsam! Wenn jemand diese unsere Uhr an die Wand hängen würde, genau da hin, wo wir sie immer sehen können, und sie würde von einem statistisch zu erwartenden Lebensalter an rückwärts ticken, dann würden wir jede Sekunde unseres Lebens plötzlich als so wertvoll erachten, wie sie ist. Wir würden nicht so viel Zeit einfach vergeuden, sondern versuchen, jeden Augenblick das Beste draus zu machen… wie unsere Tiere!

    Die Zeit mit unseren alten Tieren ist etwas ganz Besonderes! Es ist eine Zeit der Erkenntnisse, die wir durch ihre unendliche Weisheit über uns und über das Leben erfahren! Wir sollten jeden gemeinsamen Tag, jede Stunde genießen, denn heute ist nicht DER Tag, also sind wir einfach dankbar und glücklich über jeden weiteren!

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