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Baum-Darstellung

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    Standard Klosterschwestern und andere Ungeheuer

    Buki ist immer für Überraschungen gut und damit wird er unterschwellig Zeit seines Lebens immer anstrengender als Rose bleiben. Buki ist ab und an wirklich der "das hat er ja noch nie gemacht"-Hund...

    Vorneweg: Buki ist generell Menschen gegenüber stoisch, fast gelangweilt. Im Jungalter fand er dunkel gekleidete Menschen im Dunkeln suspekt. Da haben wir mit Erfolg daran gearbeitet und das hatte sich schnell erledigt.

    Dann kam (da war er etwa zweieinhalb) der erste Kontakt mit Klosterschwester im Pinguin-Outfit. Die nette Dame kommt auf uns zu und sagt: "Ei, was bist du denn für ein Hübscher?" Der Hübsche verfällt sofort in heftigstes Verbellen. Der Pinguin verfällt fast in einen Herzkasper und ich verfalle in einen Zustand, in dem ich die Welt nicht mehr verstehe. Buki wird umgelenkt, Pinguin flüchtet, Frauchen entschuldigt sich...

    Fatalerweise laufen wir 100 m weiter der mittelalterlichen Stadtführung in die Arme. Touristenwirksam mit dabei: ein schwarz beumhangter Nachtwächter mit langem Stab. Buki sieht Nachtwächter und dreht komplett ab... Hund wieder umgelenkt, Frauchen entschuldigt sich, Touristen starren uns fassungslos an.

    Nur ein blöder Tag? Mitnichten!

    Ein paar Wochen später eine Klosterschwester in gebührendem Abstand. Für Buko schier der Supergau...

    Der Handlungs- und Trainingsbedarf war erkannt. Klosterschwestern-Training... Also hab ich meinen Buben gepackt und bin mit ihm vor dem Kloster flaniert. Um Klosterschwestern zu trainieren. Anschließend - als Steigerung - hab ich mit ihm auf den bevorzugten Radelstrecken der Pinguine geübt. Damit auch eine gewandflatternde Klosterschwester im Geschwindigkeitsrausch kein Thema mehr ist.

    Buki guckt Pinguine seitdem zwar kurz von der Seite an, ist da irgendwie tief im Inneren wohl auch nicht wirklich im Reinen mit sich, macht aber keinen Terz mehr. Und mit dem sehr netten Nachtwächter der mittelalterlichen Stadtführung pflegt er ein fast freundschaftliches Verhältnis.

    So... nun haben wir derzeit regen Publikumsverkehr in unserem Haus. Eigentlich kein Thema für Buki. Frauchen lässt rein, also passt das schon - man kann in Ruhe weiterschnarchen. Oft steht er nicht mal aus seinem Sessel auf. Im letzten Publikumsverkehr war aber eine übergewichtige Dame in komplett schwarzer Kleidung, mit extrem resolutem Auftreten und einem (?) Nordic-Walker-Stecken dabei. Mein Schäflein schaltet sofort in einen sehr ungewohnten Anspannungsmodus - und fixiert das Ungeheuer. Die anderen vier voluminösen buntgekleideten Damen mit einem sehr mamahaften Auftreten interessieren ihn überhaupt nicht.

    Ich behalte die wegen Publikumsverkehr behalsbandeten Hunde bei mir und fasse dem Buki vorsichtshalber in selbiges - um eine extrem verspannte Muskulatur zu spüren. Also Umlenken und sein erlerntes "die darf"... Er entspannt etwas...

    Bis die Dame sich blöderweise voluminös und in strengem Ton die Altbaudielen bewertend vor ihm aufbaut. Wegen der anderen vier voluminösen Damen komme ich da mit den Hunden auch nicht mehr weg, irgendwie sind wir plötzlich eingekesselt von etwa 400 kg Fremdmensch. Ich würde gerne weg, weil mein ganzer Buki wie Stahlbeton wird... Ich setzte an zum "Würden Sie bitte bisserl Abstand halten?" Zum ganzen Satz komme ich gar nicht mehr, nur bis zum "Würden..."

    Beim "en" von "Würden" klopft das schwarze Volumen resolut die Altbaudielen mit dem Stock ab. Direkt vor Buki. Und die Bombe geht lautstark hoch. Buki sagt auf seine Art "Würden Sie bitte Abstand halten?" Meine Bitte wäre wesentlich diplomatischer als seine gewesen, aber er war eindeutig schneller und effektiver.

    Und so sprangen die geschätzten 400 kg Fremdmensch erstaunlich behände 3 m zurück. Nach sekundenschnellen Überlegen waren sich alle 5 Damen einig, dass man Altbaudielen auch in absento bewerten kann und diskutierten im Treppenhaus weiter...

    Derweil diskutierte ich mit mir selbst. Den Blick dabei auf meinen wieder völlig entspannten Hund gerichtet, der sich gerade kreistappelnd anschickte, das Ridgiepad für ein Nickerchen zu besetzen.

    Meine Fragen an mich selbst stell ich hier rein: Was hab ich grundlegend falsch gemacht? Wo war ich zu langsam? Wie entsteht bei einem Hund, der wirklich von Geburtsstunde an keine negativen Erfahrungen mit resolut und schwarzgewandet hatte, so eine Aversion dagegen? Was macht letztendlich aus einem stoischen Schäflein eine (in dem Fall nur akkustische) Bombe?

    Eine grübelnde Susanne, die meint, ihren Hund gut zu kennen und der der Vorfall sehr unangenehm war
    Geändert von Mathuni (26.09.2010 um 12:56 Uhr)

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