Keine Ahnung, wie du das meinst! Vorsichtshalber sage ich mal: Nein.
Damit du mich nicht falsch verstehst: Für mich müssen nicht alle Rassehunde "im Standard" liegen - Gott bewahre! Aber viele Hunderassen werden, vielleicht modebedingt, immer grösser und schwerer gezüchtet. Nachfrage bestimmt das Angebot, nicht wahr?
Das finde ich nicht richtig.
Gesundheit und Wesen sind für mich das Allerwichtigste. Da kann von mir aus ein perfekter Zuchtrüde mal ausnahmsweise 3cm über dem Standard liegen...allerdings sollte die Wahrscheinlich dann doch mindestens genauso gross sein, dass ein gesunder und wesensstarker Rüde mal 3cm unter der gewünschten Mindestgrösse liegt, oder nicht? Dann sollte man auch in so einem Fall mal "ein Auge zudrücken".
Genauso wie man einen perfekten (Wesen & Gesundheit) RR Rüden ohne Ridge nicht von der Zucht ausschliesen sollte, oder einen perfekten (Wesen & Gesundheit) z.B. Dogo Canario ohne schwarze Maske, oder mit "zuviel Weissanteil", oder was weiss ich.
Wenn sich ein Hundezüchter heutzutage nicht mit Genetik auskennt, dann sollte er das Hundezüchten tunlichst unterlassen oder sich z.B. auf die Hühnerzucht konzentrieren. Ich hab da selbst schon die wildesten Sachen gehört, wie "ich suche für meine sehr schöne, aber triebige Berhardinerhündin, die leider aggressiv zu Artgenossen ist, einen wesensstarken und ruhigen Deckrüden...denn ich möchte ihre ansonsten sehr guten Anlagen gerne weiter tragen!" *kotz*
Sehr schön und verständlich ist in diesem Zusammenhang die "Geschichte vom Malzhund" > Irene Sommerfeld-Stur :: Hundezucht / Popular-Sires / Die Geschichte vom Malzhund
Ich weiss wieder nicht, was die Frage zu bedeuten hat. Sorry.
Vieles liegt am Futter - aber nicht alles. Meiner Erfahrung nach wächst ein Welpe/Junghund (grosse Rassen) zu schnell, wenn man ihm ein Futter mit zuviel Fett, Rohprotein und Kohlehydraten gibt. Das sollte man unbedingt vermeiden, weil - durch das schnelle Wachstum - die Knochen sozusagen "nicht mitkommen". Sie müssen viel zuviel Gewicht tragen, sind aber noch nicht stabil genug. Was dabei passieren kann, muss ich ja nicht beschreiben, oder? Ausserdem muss man unbedingt auf ein ausgewogenens Kalzium/ Phosphor Verhältnis im Trockenfutter, genauso wie beim Barfen achten!
Die Endgrösse aber kann man mit Futter nur minimal beeinflussen. (Vorausgesetzt wir reden nicht von extremer "Mangel"- oder "Mast"- Ernährung)
Und noch etwas: Je grösser und schwerer der Hund, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass er früher stirbt und im Leben mehr gesundheitliche Probleme hat. Das ist eine Tatsache...natürlich gibt es Ausnahmen...natürlich gibt es auch kerngesunde Mastiffs mit 90kg Gewicht und 85cm Schulterhöhe.


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