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Thema: Warum will uns jeder ausreden, einen RR zu bekommen?

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  1. #1
    AsadTheFirst
    Gast

    Standard AW: Warum will uns jeder ausreden, einen RR zu bekommen?

    Zitat Zitat von spechti Beitrag anzeigen
    Monika,


    Dass er aus schlechter Aufzucht kommt, nun ja, das macht viele Dinge sicher nicht einfacher...aber eine Entschuldigung für den ach so schwierigen Hund ist das nicht.
    Und vor allem stimmt es in den meisten Fällen auch nicht.
    Beim ersten Hund, oder eher, beim ersten RR, ist halt vieles neu und anders.
    Und das kann durchaus dazu führen, dass man meint, der HUND sei schwierig.
    Ist er aber nicht....meist ist er nur mißverstanden und der Halter überfordert.

    LG, Suse

    Ich hab gar nix von

    entschuldigen

    geschrieben. Ich kenne inzwischen ein paar Hunde von diesem VK, und die Mehrzahl davon hat Schwierigkeiten mit Kindern. Und wenn du vom VK hörst "... dann kneifen Sie ihn halt in die Ohren/verpassen ihm ne Kopfnuss/hauen ihm auf die Schnauze")

    dann weiß ich - und bisweilen dauert es bei mir, bis der Euro gefallen ist, IRGENDWANN wusste ich es dann - dass VK exakt DAS mit den Welpen macht. Da laufen wichtige Dinge in einer ganz wichtigen Phase falsch. Grundlegend falsch.

    Es war lange Zeit das Gefühl, dass ich ihn trotz aller Arbeit, trotz Übens "nicht hinkriege". Drei Jahre können eine lange Zeit sein mit einem Hund, der aus Unsicherheit nach vorn geht. Bei dem jeder Trainer sagt "Kastrier ihn". Und ich habe ihn nicht kastrieren lassen und war dann halt "selbst schuld".

    Das Thema ist zu vielschichtig, um es so einfach abzutun. Ich wusste lange Zeit nicht, dass er so unsicher ist. Und so verblüffte er mich dann, dass er unmittelbar auf die Straße sprang (Gottseidank an der Leine), weil eine Motte auf ihn zuflog. Ein anderes Mal, weil eine Eisenplatte über ein Loch in der Erde lag.

    Ängstliche Hunde überraschen dich. Urplötzlich sind Dinge wahnsinnig gefährlich. Und von plötzlichem auf-die-Straße-springen bis zum sich-weigern-weiterzugehen über dich-plötzlich-anspringen...... DAS erfordert höchste Konzentration. Denn man weiß ja nie, was gerade gefährlich sein kann.

    Mir fehlt die Zeit um ein exaktes Bild zu malen. Und gewiss war ich überfordert. Ja und? Ich hab mich dem gestellt und letzten Endes war er - wenn auch nur für eine kurze Zeit - der perfekte Hund für uns.

    Man muss nicht "ne Lusche" sein um überfordert zu sein. (Ich weiß, dass du das nicht meinst)

    Kleinkind und Welpe können durchaus überfordern. Und ein Hund kann sehr wohl auf Grund schlechter /falscher Aufzucht schwierig sein. Es braucht einen langen Atem, um das "auszubügeln"

  2. #2
    Registrierte Benutzer - unmoderiert
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    Standard AW: Warum will uns jeder ausreden, einen RR zu bekommen?

    Zitat Zitat von AsadTheFirst Beitrag anzeigen

    ... Und ein Hund kann sehr wohl auf Grund schlechter /falscher Aufzucht schwierig sein. Es braucht einen langen Atem, um das "auszubügeln"

    Das bezweifelt auch niemand. (Glaube ich)
    Es geht ja auch nur darum in welchen Händen der Hund dann ist. Und da schließt sich der Kreis. Nicht jeder der eine Hundeleine halten kann...usw.

    (und was wohl solchen Leuten passiert wenn die mal aus Versehen einen Hund bekommen der schon 3 Halter hatte und nicht mehr 10 Wochen alt ist, sondern 3 Jahre?)
    chilli09 likes this.

  3. #3
    Hundehalterversteher Avatar von Vorname Nachname
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    Standard AW: Warum will uns jeder ausreden, einen RR zu bekommen?

    Zitat Zitat von r.i.d.g.e. Beitrag anzeigen
    ...Nicht jeder der eine Hundeleine halten kann...usw....
    Wenn es um RRs geht, ist doch häufig nicht mal das gegeben
    „Wie können Sie so mit den Engländern sympathisieren? Sie können ja noch nicht mal englisch.“ „Nein, aber deutsch.“ [Karl Kraus]

  4. #4
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von das Nelchen
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    Standard AW: Warum will uns jeder ausreden, einen RR zu bekommen?

    Zitat Zitat von AsadTheFirst Beitrag anzeigen
    Man muss nicht "ne Lusche" sein um überfordert zu sein. (Ich weiß, dass du das nicht meinst)

    Kleinkind und Welpe können durchaus überfordern.
    Zitat Zitat von r.i.g.d.e. Beitrag anzeigen
    Und da schließt sich der Kreis. Nicht jeder der eine Hundeleine halten kann...usw.
    r.i.g.d.e., ich finde, nicht, dass hier der Kreis geschlossen wird.
    Auch kompetente Hundehalter können durch die Hunde und deren Charakter und Eigenheiten an ihre Grenzen geführt werden. Maßgebend dann sind Durchhaltevermögen, Konsequenz und Zeit.

    Nele
    Liebe Grüße von Nele mit Lola und Otto (02.12.2002 - 27.03.2014) im Herzen

    Ein gut erzogener Hund wird nicht drauf bestehen, dass du die Mahlzeit mit ihm teilst,

    er sorgt lediglich dafür, dass dein Gewissen so schlecht ist, dass sie dir nicht mehr schmeckt.

  5. #5
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    Standard AW: Warum will uns jeder ausreden, einen RR zu bekommen?

    Zitat Zitat von AsadTheFirst Beitrag anzeigen
    Ich hab gar nix von

    entschuldigen

    geschrieben.

    Sorry, ich meinte auch gar nicht Dich persönlich.
    Ich höre das nur immer wieder als Entschuldigung von Leuten für unerwünschtes Verhalten.
    Hund springt bei jeder sich bietenden Gelegenheit in die Leine und man kommentiert das so:" Wenn ich gewußt hätte, dass er in den ersten Monaten gar keine Leine kennengelernt hat, dann wären wir die Sache anders angegangen....aber jetzt isses so." usw.


    Ich kenne inzwischen ein paar Hunde von diesem VK, und die Mehrzahl davon hat Schwierigkeiten mit Kindern. Und wenn du vom VK hörst "... dann kneifen Sie ihn halt in die Ohren/verpassen ihm ne Kopfnuss/hauen ihm auf die Schnauze")

    dann weiß ich - und bisweilen dauert es bei mir, bis der Euro gefallen ist, IRGENDWANN wusste ich es dann - dass VK exakt DAS mit den Welpen macht. Da laufen wichtige Dinge in einer ganz wichtigen Phase falsch. Grundlegend falsch.

    Jepp.....und dann weiß man auch, dass viele Leute das EXAKT so machen.

    Es war lange Zeit das Gefühl, dass ich ihn trotz aller Arbeit, trotz Übens "nicht hinkriege". Drei Jahre können eine lange Zeit sein mit einem Hund, der aus Unsicherheit nach vorn geht. Bei dem jeder Trainer sagt "Kastrier ihn". Und ich habe ihn nicht kastrieren lassen und war dann halt "selbst schuld".

    Ja, das brauchst Du mir nicht erzählen....ICH weiß, wie lange die Zeit dauerte...und dauerte...und dauerte...
    Vor allem ist es so sehr sinnvoll, einen unsicheren Hund kastrieren zu lassen....aber nein, völlig anderes Thema.


    Das Thema ist zu vielschichtig, um es so einfach abzutun. Ich wusste lange Zeit nicht, dass er so unsicher ist. Und so verblüffte er mich dann, dass er unmittelbar auf die Straße sprang (Gottseidank an der Leine), weil eine Motte auf ihn zuflog. Ein anderes Mal, weil eine Eisenplatte über ein Loch in der Erde lag.

    Ängstliche Hunde überraschen dich. Urplötzlich sind Dinge wahnsinnig gefährlich. Und von plötzlichem auf-die-Straße-springen bis zum sich-weigern-weiterzugehen über dich-plötzlich-anspringen...... DAS erfordert höchste Konzentration. Denn man weiß ja nie, was gerade gefährlich sein kann.

    Jepp, und eben GENAU das meinte ich.
    Passiert Dir das mit Deinem ersten Hund, SIEHST Du doch gar nicht, was unsicher ist.
    Man weiß es halt schlicht nicht.
    Um die Körpersprache des Hundes wenigstens ein bißchen zu verstehen, dauert es halt lange.
    Und man neigt dann zwangsläufig dazu, Dinge als wirklich schlimm zu empfinden, weil ja alle anderen diese Probleme auch nicht haben.
    Eisenplatte über einem Loch?
    Da fallen mir aus dem Stand `ne Menge Hunde ein, die bei sowas einen Riesensatz gemacht hätten.
    Und noch längst nicht alle kommen aus schlechter Aufzucht.


    Mir fehlt die Zeit um ein exaktes Bild zu malen. Und gewiss war ich überfordert. Ja und? Ich hab mich dem gestellt und letzten Endes war er - wenn auch nur für eine kurze Zeit - der perfekte Hund für uns.

    Man muss nicht "ne Lusche" sein um überfordert zu sein. (Ich weiß, dass du das nicht meinst)

    Nein, natürlich meinte ich das nicht.
    Und sich überfordert zu fühlen und das auch anzunehmen und dann zu handeln ist für mich per definitionem einfach etwas völlig anderes als sich als "Versager" zu fühlen.
    Ein solches Gefühl lähmt und verhindert mEn GENAU das, was Du beschreibst....hinfallen, aufstehen, Krone richten, WEITERMACHEN!


    Kleinkind und Welpe können durchaus überfordern.

    Jepp, absolut!

    Und ein Hund kann sehr wohl auf Grund schlechter /falscher Aufzucht schwierig sein.

    Wieder `ne Definitionsfrage...ich meine halt, das LEBEN mit einem solchen Hund ist mitunter schwierig, weil man ständig den Dauerradar eingeschaltet haben muß, weil man IMMER auf noch so winzig kleine Sachen ein Auge haben MUSS etc., aber ich bleibe immer noch dabei, es ist eigentlich nicht der HUND, der schwierig ist...sondern das ganze Drumherum.

    Es braucht einen langen Atem, um das "auszubügeln"

    Jepp....und wenn man den nicht hat, dann wird`s....SCHWIERIG.
    Kurz `reingeschrieben und glaub`mal, ich weiß genau, was Du meinst.

    LG, Suse
    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  6. #6
    Mathuni
    Gast

    Standard AW: Warum will uns jeder ausreden, einen RR zu bekommen?

    Ich mag sowohl Suses Post als auch Monikas Post.

    Vor inzwischen einigen Jahren hatte ich ab und an etwas zu Buki gepostet - zu den Problemen und den Selbstzweifeln. Bei Monika (damals noch mit Beau) hatte ich immer das Gefühl, sie versteht genau, was ich meine... Obwohl ich weder einen Hund aus schlechter Haltung noch einen Angsthund hatte: Buki hat mich beizeiten extrem ge- und oft auch überfordert. Er war ein unglaublicher Lernprozess. Und ich war manches Mal wirklich an harten Grenzen.

    Buki war auf seine Art sehr schwierig (im Gegensatz zu Rose ist er nicht immer allem und jedem gegenüber kompatibel, er ist ein völliger Selbstentscheider und so ganz nebenbei auch noch territorial) und ich hab das durch mein damaliges komplett naives Herangehen extrem gefördert. In richtigen und erfahrenen Händen wäre Buki wahrscheinlich überhaupt nicht schwierig gewesen, sondern der Traum von RR - aber ich hatte halt anfangs weder das richtige und schon gleich gar nicht das erfahrene Händchen für einen Hund von derartigem Kaliber. Nein, Buki ist definitiv kein Anfängerhund. Während Rose fast alles verzeiht, verzeiht Buki gar nichts.

    Eines war aber immer klar: Ich liebe diesen Hund und ich versetze Berge für ihn. Die hab ich dann vor allem bei mir selber versetzt, weil ich lernbedürftiger als der Hund war.

    Aber ich hab auch noch etwas anderes gelernt, weshalb ich Suses Post mag: Je verschraubter wir selber denken, desto eher neigen wir dazu, in den Hund Schwierigkeiten hineinzuinterpretieren. Er muss manchmal für eigene Unzulänglichkeiten herhalten. Manchmal ist er einfach nur so, wie er ist - und dabei ist er nicht wirklich schwierig. Es ist oft wirklich eine Frage der eigenen Interpretation und der eigenen Stellung.

    LG

    Susanne
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  7. #7
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von HeikeCR
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    Standard AW: Warum will uns jeder ausreden, einen RR zu bekommen?

    Zitat Zitat von Mathuni Beitrag anzeigen
    Je verschraubter wir selber denken, desto eher neigen wir dazu, in den Hund Schwierigkeiten hineinzuinterpretieren. Er muss manchmal für eigene Unzulänglichkeiten herhalten. Manchmal ist er einfach nur so, wie er ist - und dabei ist er nicht wirklich schwierig. Es ist oft wirklich eine Frage der eigenen Interpretation und der eigenen Stellung.
    Daumen hoch, Suse! Da ist sehr viel Wahres dran.
    Es gibt heute zahllose Methoden der Hundeerziehung, die als das Non plus Ultra gelten und selbst, wenn man das Beste fuer seinen Hund will, muss genau DAS nicht zwangslaeufig das Beste fuer DIESEN Hund sein.
    Der Idealfall ist wohl, mit gesundem Menschenverstand und immensem Informationsschatz ueber Hundepsychologie, seinen Hund "lesen" zu lernen und danach die Methodik zu entscheiden.
    Auch nach so vielen Jahren mit RRs wuerde ich mir diesen Bonus nicht anmassen.
    Denn Welpen sind bekanntlich Wundertueten. Man braucht viel, viel Zeit, Intension und Aufmerksamkeit, um den besten Weg zu finden.
    Deshalb haette ich persoenlich Manschetten, mir einen RR in einen Familie mit zwei kleinen Kindern zu holen.

    Als ich meinen ersten RR bekam, geriet ich an einen Hund, der bzw. die es mir so leicht machte, dass ich mich fuer DIE begnadete und erwaehlte Hundeversteherin hielt. Batoka war einfach genial, null Probleme.
    Dann kamen Chakka und Chakanee dazu, da wurde es schon schwieriger, meine erprobten Erziehungsmethoden griffen nicht so einfach. Und an Zambo und Zulu prallte alles froehlich ab, was ich fuer richtig hielt.

    Jeder Hund ist anders, muss individuell betrachtet und behandelt werden.
    Batoka waere sicher auch mit zwei Kindern klar gekommen, Chakka vielleicht auch. Chakanee? No way! Zambo haette beim Spiel alles in die Wand geduebelt, was im Weg ist und Zulu liebt zwar Kinder, ist aber ein eifersuechtiger Egoist. Auch da waeren ernsthafte Probleme vorprogrammiert.
    Und diese Charaktere weiss man eben nicht, wenn der Welpe ins Haus kommt.
    Natuerlich kann man erzieherisch einwirken und lenken, aber mit zwei Kindern zusaetzlich ... es ist sicher machbar, aber kostet unendlich viel Energie. ICH wuerde es mir trotz oder besser, wegen all der Erfahrung nicht zutrauen.

    Bleibt nur, viel Glueck und Fingerspitzengefuehl zu wuenschen
    LG
    Heike
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    Man muß oft erst nachdenken, worüber man sich freut, aber man weiß immer, worüber man traurig ist...

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