Hallo Oscar,

herzlichen Glückwunsch und alles Gute für Euch und das Hunderudel. Viel Spaß und viele tolle Erlebnisse wünsche ich Euch.
Abgesehen von den Menschen welche sich dazu genötigt sehen, dafür zu sorgen, dass alle anderen, die aus Ihrer subjektiven Erfahrung heraus gemachten Vorraussetzungen erfüllen, um überhaupt einen Hund halten zu dürfen, denke ich, das Ihr mit bereits zwei hündischen Familienmitgliedern, schon einiges an Erfahrung mitbringt welche man so im Hundealltag macht.
Von der Unterstützung, zu gut gemeinten Tipps über echte Hilfe bis hin zur Maßregelung der Fehler welche man selbst erst im Nachhinein bei sich feststellte, anderen aber nicht zugesteht, ist deswegen bei einer Vielzahl von Antworten hier immer alles vertreten.
Sofern man in der Lage ist, den Vierbeinern Ihre Bedürfnisse nach Auslauf , Zuwendung und adäquater Erziehung gerecht zu werden, sind die vielen anderen Umstände sehr spezifisch Abhängig davon welche Lebensgewohnheiten in dem Mensch/Hund Rudel herrschen. Und unsere Vierbeiner sind dabei extrem anpassungsfähig. Diese Fähigkeit sollte nur nicht dazu verleiten seine Verpflichtungen schleichend zu vernachlässigen.
Wir sind in den letzten 7 Jahren 4-mal umgezogen, aus dem 3 Jahre alten Bürohund, der immer mit dabei war wurde im neuen Job ein „zu Hause wartender Hund“ und jedes Mal hat sich irgendetwas in den Tagesabläufen für unsere Hunde geändert, ohne größere Probleme. Entscheidend bleibt, nach dieser Erfahrung, für mich, sie als vollwertige Familienmitglieder, mit einen Grundanspruch auf Zeit, Aufmerksamkeit und Zuwendung zu sehen und akzeptieren. Seelische Vernachlässigung, dass Leben als 5. Rad am Wagen und die Vernachlässigung Ihrer Grundbedürfnisse bringen auf Dauer psychische Schäden hervor. Deswegen bleibt oberster Vorsatz, sich an seine heroischen Vorsätze, welche man während der Welpenvorfreude beschließt, auch noch nach einem Jahr zu entsinnen und sie konsequent dem "Bedürftigen" zu zugestehen.
Wir haben unseren Dalmatiner welcher auch 25 Kilo wiegt ( klar, ist kein Ridgeback ) über 1,5 Jahre mehrmals am Tage über 6 Etagen ohne Fahrstuhl geschleppt. Ist jetzt nichts wo man nachts freudig drüber träumt, aber in Behandlung war ich deswegen auch nicht.
Ansonsten haben unsere zwei sich immer den gegebenen Umständen angepasst, wobei wir uns immer überlegt haben was wir tun können um trotz aller Umstellungen Ihnen gerecht zu werden ohne die Überlegung sie jemals ab zu geben.
Ich denke das 3er Rudel wird seinen Spaß bei Euch haben, vergesst die Anderen über die Begeisterung an den „Neuen Kleinen“ nicht, das kann Eifersüchteleien hervorrufen und ich denke immer daran, dass niemand bei zeitlichen Problemen etc. an die Abgabe seines Kindes denken würde, wieso fällt der Hund in eine Kategorie wo eine solche Entscheidung einen Kompromiss darstellt ?

Viele schöne Stunden mit Eurem Hunderudel wünschen Euch
Frank + Silvia sw. Pretty & Bijou