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Thema: Nothund, was sollen wir tun...

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  1. #1
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    Standard AW: Nothund, was sollen wir tun...

    Hallo,

    ich kann das, was r.i.d.g.e. schreibt, nur bestätigen.
    Mein Hund lebt seit seiner zehnten LW bei uns, ist bei der Züchterin auf alles geprägt worden, was irgend ging, seien es Kinder, alte Leute, körperbehinderte Menschen im Rollstuhl, Jogger, Katzen, andere Hunde...etc.pp.
    Er war ein lustiger Hund und hatte keinerlei Probleme mit anderen Menschen, Kindern, Katzen, Hunden....bis er so ca. sieben Monate alt wurde.
    Da fing er an, Menschen zu stellen, flog bei jeder Gelegenheit an den Gartenzaun, wenn jemand vorbeikam, knurrte kleine Kinder an, mochte die einfach überhaupt nicht und ich habe lange mit ihm trainiert....erst seit er 2,5 Jahre alt ist, ist er auch im Umgang mit fremden Menschen und auch kleinsten Kindern sehr gelassen bis völlig desinteressiert.
    Wer weiß, hätte er von Anfang an mit Kindern zusammengelebt, wäre es womöglich in Punkto Kinder anders gelaufen...man WEISS es aber nicht.
    Hätte auch anders laufen können.
    Bei RRiN werden auch immer mal wieder junge Hunde aus Familien abgegeben, weil sie plötzlich Probleme mit dem/den Kindern in der Familie bekommen.
    Man kann die Entwicklung eines Hundes einfach nicht vorhersagen.
    Egal, woher er kommt.
    Man kann sie nur beeinflussen.

    LG, Suse
    elainee, pooky and Feeyota like this.
    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  2. #2
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von pooky
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    Standard AW: Nothund, was sollen wir tun...

    Ich bin ja ein bekennender Not- Hund Fan

    Alle meine Hunde waren bisher Notfälle, entweder aus mehr oder weniger dubiosen Verhältnissen gerettet (Dobi) oder einfach übernommen, weil die Halter bereits mit dem Junghund komplett überfordert waren (mein erster RR)
    Fini und Chuma, meine zwei Herzenshunde, die mich momentan begleiten, sind beide von RR in Not.
    Hier habe ich wirklich sehr gute Erfahrung gemacht, vor allem was die Einschätzung der beiden durch die Pflegestellen anging (Wobei, bei Chuma war ich die Pflegestelle....naja ich lag ja letztendlich auch richtig ) und die Auswahl der zukünftigen Endstellen. Wenn auch nur der kleinste Zweifel an der Eignung der Interessenten oder die Kompatibilität zwischen Hund- Familie besteht, wird nicht vermittelt.

    Hätte ich andere Familienverhältnisse hätte ich die beiden wohl nicht bekommen, dazu gab es einfach zu viele ernsthafte Baustellen.
    Wie bereits gesagt wurde, natürlich ist der Not Hund eine Wundertüte- ebenso der Welpe. Beide fordern viel Zeit, Arbeit und Geduld ab, jeder auf seine eigene Weise.
    Da muss man sich eben fragen, welche Baustellen man eher bearbeiten kann. Für mich war es zum Beispiel nicht zu leisten, dass ein Welpe in den ersten 12-16 Wochen nach seinem Einzug bei mir nicht allein ist.
    Das Wichtigste für mich war, dass mein Hund bzw. der Hund den ich bekomme, bereits kurze Zeit allein bleiben kann. Dafür war es nicht wichtig, dass er souverän, katzenkompatibel, ohne Jadgtrieb, kinderverträglich oder leinenführig ist- das kann ich lösen.

    Schwierig wird es allerdings mit Hunden, deren Vorgeschichte vollkommen unbekannt ist, die in der Vergangengeit deutliche Aggressionen gezeigt haben oder vom Vorbesitzer misshandelt wurden. Bei diesen Hunden kann es passieren, dass ein Schlüsselerlebnis eine für den aktuellen Besitzer nicht vorher zu sehende heftige Reaktion auslöst. Eine bestimmte Bewegung, ein Geräusch, ein Griff ins Halsband...was bisher noch nie problematisch war, kann plötzlich durch minimale Veränderung der Parametern z.B. zu rückgerichteter Aggression führen.
    Kann- muss nicht.
    Trotzdem wäre es mir zu heikel in Verbindung mit Kindern.

    Was du aber auf keinen Fall machen solltest, ist Welpen bei ebay etc zu kaufen. Im besten Fall wird der Vorbesitzer dir Horrorgeschichten über den Hund erzählen, um seine Unfähigkeit, den Hund weiterhin zu halten, zu rechtfertigen. Meist ist es aber nicht so, denn der Hund soll ja einen Abnehmer finden- am besten noch zu einem guten Preis.
    Zum Glück gibt es Orgas wie RRiN, wo Hunde fachlich, ehrlich und umfangreich bewertet werden und dies auch dem Interessenten mitgeteilt wird. Und die APs auch nach der Adoption weiterhin für Fragen und Hilfestellung zur Verfügung stehen.
    Geändert von pooky (20.02.2013 um 12:15 Uhr)
    Jackal, Joy2310, Lissy2010 and 4 others like this.
    Je mehr ich von den Menschen sehe, um so lieber habe ich meinen Hund.

  3. #3
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Bomaliya
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    Standard AW: Nothund, was sollen wir tun...

    Zitat Zitat von pooky Beitrag anzeigen
    Schwierig wird es allerdings mit Hunden, deren Vorgeschichte vollkommen unbekannt ist, die in der Vergangengeit deutliche Aggressionen gezeigt haben oder vom Vorbesitzer misshandelt wurden. Bei diesen Hunden kann es passieren, dass ein Schlüsselerlebnis eine für den aktuellen Besitzer nicht vorher zu sehende heftige Reaktion auslöst. Eine bestimmte Bewegung, ein Geräusch, ein Griff ins Halsband...was bisher noch nie problematisch war, kann plötzlich durch minimale Veränderung der Parametern z.B. zu rückgerichteter Aggression führen.
    Kann- muss nicht.
    Trotzdem wäre es mir zu heikel in Verbindung mit Kindern.
    Das wichtigste nochmal in Fett!
    Das sieht man einem Hund beim Kennenlernen oft nicht an und es zeigt sich häufig erst viel, viel später im Zusammenleben.

    Klar ist auch ein Welpe eine Wundertüte, aber man kann größeren Einfluss auf seine Entwicklung nehmen als wenn der Hund schon wo anders gelebt hat.
    Geändert von Bomaliya (20.02.2013 um 14:47 Uhr)

    Spuren im Sand verwehen, Spuren im Herzen bleiben.
    (unbekannt)
    BOMA * 3/2005 t 10/2011

  4. #4
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Othello
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    Standard AW: Nothund, was sollen wir tun...

    mein othi als welpe zu uns gekommen is toll-keine frage- und ich lieb ihn wie kein anderen, er ist mein seelenhund und wird es immer sein.

    meine notmaus enola - über RRiN vermittelt, vom Gandenhof geholt- ist ne ganz andere nummer die ich garnet so beschreiben kann ohne hier nen halben roman zu verfassen.
    FAKT ist (!) bei uns kommen nur noch 'Nothunde' ins haus ! nicht um den welpen vom züchter (!) abzuwerten, nein sondern weil es einfach soo viele viele seelchen gibt die eine zweite chance brauchen und diese auch verdient haben und es einfach nicht verdient haben um des menschlichen versagens wegens schattenhunde zu sein!

    was mir meine eny zurück gibt kann ich nicht in worte fassen....
    Elliot, elainee, Perro and 6 others like this.
    Steffi
    mit Büffelkopp Othello & Flitzpiepe Enola

  5. #5
    ja, manchmal Nervensäge Avatar von Feeyota
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    Standard AW: Nothund, was sollen wir tun...

    Ja, Steffi, davon kann ich jedes Wort dick unterstreichen.
    Auch unsere Nala gibt soooo viel zurück, Buffy und Emily haben so viel zurück gegeben, das lässt sich nicht in wenige Worte fassen. Jeder unserer Ex-Nothunde war ein Volltreffer in Sachen Liebe und hündischer Freude.
    Die Herausforderung, einem Ex-Nothund zu geben, was ihn glücklich sein lässt,ist etwas, was allein schon lohnt, ein verlorendes Seelchen auf die Sonnenseite zu holen.

    LG Feeyota,
    Lissy2010, pooky and Marla2009 like this.
    So lange Kakaobohnen an Kakaopflanzen wachsen,
    so lange ist Schokolade für mich Obst!
    Emily, Buffy, Farashuu, Nala, Xena ... you are for ever in our hearts!
    Danke, dass Ihr bei uns wart!



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