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Thema: Buchtip zur "Rudelhaltung / -führung"?

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  1. #1
    Mathuni
    Gast

    Standard AW: Buchtip zur "Rudelhaltung / -führung"?

    Zitat Zitat von SonjaRR Beitrag anzeigen

    ... Ich würde die nächsten Wochen gerne nutzen, um mich in die Thematik der "Rudelführung" einzulesen, damit wir nicht unbewußt Fehler machen.
    Das im Moment der ältere Hund zuerst sein Fressen bekommt etc. habe ich schon gehört, aber es gibt ja sicherlich viel mehr Dinge zu beachten.
    Wann muss ich vielleicht auch mal Grenzen setzen etc...
    Hallo, Sonja!

    Einen konkreten Buchtip hab ich nicht für dich, aber du findest hier im Forum einiges an Infos und auch Berichten, wie das mit der Zusammenführung geklappt hat.

    Ich selber habe vor gut 4 Jahren ein RR-Welpenmädchen zu einem damals 5-jährigen RR-Rüden dazugenommen. Der war bereits kastriert, dennoch sind die Läufigkeiten des Mädels nicht wirklich einfach - der Bub vergißt gerne mal für ein paar Tage, dass er kastriert ist. Der Duft der Frauen ... Das könnte bei eurem Parson durchaus auch der Fall sein - behalte das vielleicht im Hinterkopf.

    Bei der eigentlichen Zusammenführung der Hunde spielt es meiner Meinung nach eine große Rolle, wie der bereits anwesende Hund gestrickt ist. Bei meinem Buben wusste ich zum Beispiel, dass das gemeinsame Füttern eher eine untergeordnete Brisanz hat, dafür sind ihm aber seine Schlafplätze heilig. Die ersten zwei Tage hat er damals mit tiefem Brummen selbst dafür gesorgt, dass ihm die suspekte Welpette nicht näher als einen Meter kommt. Die wiederum hat sich statt an dem Brummbär lieber an den netten Menschen orientiert und sich an die gehängt. Als der Bann dann (recht schnell) gebrochen war, hatte sie erst einmal einen gewissen Grundrespekt vor dem älteren Herrn.

    Als sie etwa 4 Monate alt war, hat sie dann für eine Weile jeglichen Respekt vergessen und den Großen ziemlich bepestet. Der hatte sie inzwischen völlig akzeptiert und ist zum oberduldsamen Schaf mutiert. Der Kerl hat mir richtig leid getan... Ich habe versucht, die penetranten Pestereien zu unterbinden - und schreibe bewusst versucht, weil es nicht so wirklich fruchtbar war. Letztendlich war da eine einmalige und klare Ansage des Buben, mit der er kundtat, dass nun Schicht im Schacht ist, wesentlich effektiver. Und dauerhaft. Ich fand das damals recht denkwürdig, weil wirklich das eine Mal ausgereicht hat (sie hatte ihn draussen beim Schnuffeln und Pieseln nicht in Ruhe gelassen - woraufhin sie begleitet von einem deftigen Brummer per Prankenhieb in hohem Bogen in den Acker gekickt wurde).

    Mir war und ist in dem Doppelpaket immer wichtig, nicht den "siamesischen-Zwillings-Effekt" zu haben. Ich mache viel mit beiden Hunden gemeinsam, aber sie sind für mich einzelne Persönlichkeiten, mit denen ich auch das Einzelpaket pflege. Beim Großen war mir gerade in der Anfangszeit wichtig, dass er seine Nischen und seine ungeteilte Zeit mit mir behält. Es mag am Naturell der beiden Hunde liegen, vielleicht aber auch mit daran, dass der Große nicht wegen einer entzückenden Welpette zurückgesetzt wurde: Irgendwelche nennenswerten Ressourcenthemen hatten wir so gut wie nie.

    Zur Futterreihenfolge fällt mir noch was ein: Ich bin sehr schnell dazu übergegangen, der Kleinen das Futter vor dem Großen hinzustellen. Aus einem ganz pragmatischen Grund: Sie frißt viel langsamer als er (er ist Modell Staubsauger) und durch den kleinen Vorlauf konnte sie ruhiger fressen. Der Große wurde dadurch weder zum Futterneider noch zum Fall für den Hundepsychater.

    Ich denke, Zusammenführung ist - wie vieles im Leben - sehr individuell. Wenn man um die Schwächen und Stärken des Ersthundes weiß, dann tut man sich sicher etwas leichter als rein nach Lehrbuch. Und trotzdem kommt da die ein oder andere Überraschung... Ich fand die Zeit damals superspannend und lehrreich und einfach sehr schön. Und das wünsche ich euch auch.

    Liebe Grüße und viel Spaß mit dem Baby

    Susanne mit Buki und Rose
    CampsBay, Jajosel and EvaBlond like this.

  2. #2
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    Standard AW: Buchtip zur "Rudelhaltung / -führung"?

    Hallo Sonja,
    ich schließe mich voll den Worten von Sabine an.
    Zum Buchtipp möchte ich ergänzen, vielleicht nicht unbedingt nur zur Rudelhaltung, aber mir haben sie ein wesentlich besseres Verständins des "Hundewesens" gegeben:
    Günther Bloch/ Elli H. Radinger "Wölfisch für Hundehalter"
    Patricia B. McConnel "Das andere Ende der Leine"

    Ich hatte auch gedacht, zwei Hunde sind besser als einer, der ist ja immer so allein (was nicht stimmte, denn wir trafen in seinen jungen Jahren fast täglich Hundegruppen, in denen ersich wohl fühlte) - sie würden permanent miteinander spielen....
    Als unser erster Rüde 3 Jahre alt war, er ist sehr ausgeglichen (wurde schon auf dem Hundeplatz als Mediator zwischen Raufbolde gestellt - ab da gingen wir nicht mehr hin, es gab für uns dort nichts mehr zum Lernen), freundlich und ruhig;
    holten wir uns von derselben Züchterin einen Welpen(Rüden) - Hündin trauten wir uns nicht, weil während der Hitze keine räumliche Trennung der beiden möglich gewesen wäre.
    Wir besuchten den Wurf gemeinsam mit dem Großen, so daß er schon mal Kontakt mit den kleinen aufnehmen konnte, woran er keinerlei Interesse hatte.
    Zu Hause angekommen konnte der KLeine den Großen zunächst im Garten begrüßen, was er auch vorsichtig und rücksichtsvoll tat, dann ging es ins Haus wo wir Raum für Raum "eroberten" (zunächst nur die wichtigen, um ihn nicht zu überfordern). Der Große hielt sich ca. 2 Tage vollkommen zurück und ignorierte den Zwerg, danach schnupperte er auch an ihm, das Eis war gerbochen, je älter und stabiler der Kleine wurde, desto besser gingen sie miteinander um, ja sie tobten sogar miteinander.
    Natürlich muß man auch den/ die Kleinen erziehen, er lernt zwar unheimlich viel vom Großen, aber Du willst ja auch eine enge Bindung zu ihr aufbauen.
    Mit zwei intakten RR-Rüden unterwegs zu sein erfordert hohe Aufmerksamkeit und Umsicht, spontane Begegnungen mit anderen Hunden oder der Hundegruppe aus der Jugendzeit sind passee - lediglich mit Hündinnen, die nicht heiß sind klappt es - Bei einem Pärchen sieht das ja anders aus.
    Als der Jungspunt dann ca. 2,5 Jahre alt war und bestens im Saft stand, versuchte er nach einem ungewollten Treffen mit einer heißen Hündin ( der Besitzer wußte noch gar nicht, dass sie heiß wird) den Spieß umzudrehen und es kam zu einer fürchterlichen Beißerei. Nach langwährigem Training mit einer sehr geduldigen Trainerin haben wir es wieder hingekriegt. Jetzt sind sie wieder Freunde, aber wir sind sensibilisiert.
    Heute denke ich, der erste hätte nicht unbedingt einen Kumpel an seiner Seite gebraucht, sie spielen nicht miteinander, liegen aber gemeinsam auf dem Sofa, gönnen sich gegenseitig das Fressen und verjagen "Feinde" am Zaun.
    Wie bereits gesagt, jede Zusammenführung, jedes Zusammenleben ist individuell.
    Ich wünsche Dir viel Glück und eine schöne Zeit mit Deinem Pärchen.
    EvaBlond
    SaBine, dasNelchen and Jajosel like this.

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