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Thema: RR-Typen

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  1. #1
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    Avatar von marlies
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    Standard AW: RR-Typen

    Danke Claudia,

    ich hatte das so verstanden, dass die Unterschiede sich im Erscheinungsbild, besonders in Kopf- und Fangform darstellen.

    LG
    Marlies
    Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.
    (Robert Lembke)

  2. #2
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    Standard AW: RR-Typen

    Hallo Marlies,

    meiner Erfahrung nach werden die RR`s von Menschen, die lange Jahre in Afrika gelebt haben und dort auch RR`s kennenlernen konnten bzw. selbst gehalten haben, als besonders groß und imposant beschrieben.
    Insgesamt kann man gerade beim RR in keinster Weise von Homogenität der Rasse sprechen, sie sind teils enorm unterschiedlich.
    Angefangen bei der Hündin von unter 60cm bis hin zum Rüden knapp unter 80cm, von extrem hell bis hin zu extrem dunkel.
    Ich bemerke viel häufiger als den angeblichen Unterschied in der Erscheinung, daß die RR`s, die sehr nah am "ursprünglichen" RR gezogen sind, und das sind nun einmal viele Hunde mit Pedigrees, in denen überwiegend KUSA-Hunde zu finden sind, teils deutlich griffiger sind.
    Und diesen Unterschied finde ich sehr viel wichtiger als den des Erscheinungsbildes...
    Der Mythos mit dem "afrikanischen" Pedigree, bzw. der "rein afrikanischen" Linie wird durchaus gerne als Verkaufsargument genutzt, es soll eine Besonderheit sein.
    Und wird auch gerne von Haltern dieser Hunde erwähnt...."oh, er hat rein afrikanische Linien....er ist ein Afrikaner....".
    Aha.
    Und was heißt das dann?
    Für den staunenden Laien hört sich das natürlich sehr aufregend und exotisch an.
    Im Alltag bedeutet das, daß gerade diese "ursprünglichen" Hunde (und ihre oftmals wirklich unvorbereiteten Halter) es schwer haben.
    Sie SIND nämlich "ursprünglich"...und bringen alle, bzw. zumindest sehr viele, Eigenschaften des Allrounders RR, in mehr oder weniger ausgeprägter Form mit.
    Und da wird aus dem süßen Fellsack schwupps ein Bewacher des Grundstückes, aus dem ach soo loyalen Familienhund RR ein Hund, der sich enorm schwer mit Fremden tut, jagen will er auch noch und das mit Leidenschaft, Hartnäckigkeit und Ausdauer...
    Es gibt sie, diese eklatanten Unterschiede.
    Sehr deutlich ausgeprägt.
    Und es liegt nicht immer am Halter, wenn`s heftig wird und größere bis unlösbare Probleme auftauchen.
    Und selbstverständlich gibt es sie ebenfalls, die Ausnahmen , wo das alles komplett anders ist.
    Grundsätzlich jedoch kann ich sagen, (ich kenne wirklich viele RR`s und habe zu sehr vielen Haltern Kontakt), die "afrikanischen, ursprünglichen" Hunde mit den nahezu rein afrikanischen Pedigrees sind nicht zu unterschätzen.
    Ist ja auch nahezu selbsterklärend, Afrika bietet völlig andere Voraussetzungen für die Haltung solcher Hunde und dort sind die ursprünglichen Eigenschaften des RR sehr geschätzt und gewünscht.

    Ich hoffe, Dir ging es um die Unterschiede an sich und nicht nur um das äußere Bild.

    LG, Suse
    Geändert von spechti (15.03.2015 um 07:46 Uhr)
    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  3. #3
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    Avatar von marlies
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    Standard AW: RR-Typen

    Danke Suse,

    - und wieder was dazu gelernt!

    Nun, ich dachte tatsächlich, dass dieser "Linienbezug" sich auf das Erscheinungsbild reduziert, da er von angeblichen "Kennern" so geschildert wurde.

    Da der RR hier in den Tiefen des Ostens noch einen echten Exoten abgibt und seit unserem Umzug vor drei Jahren wir nur sehr, sehr übersichtliche Begegnungen mit anderen RR's haben, gibt es auch kaum sachlichen Austausch zu der Rasse.
    Aller anderen "Hundekenner" haben höchst oberflächliches Wissen zu dieser Rasse und wollen eigentlich immer nur bestätigt hören, dass sie "von Haus aus auf Schwarze scharf sind" oder "Löwenkiller" sind.

    Dass es höchst unterschiedliche Charaktere bei den RR's gibt, konnte ich in den vergangenen 4,5 Jahren durch persönliche Kontakte selbst erfahren. Allein bei den drei Rüden, die Mazud in den ersten 2,5 Jahren als gelegentliche Begleiter hatte, waren bzw. sind die Unterschiede enorm.
    Aber GsD keiner, der die ursprünglich, gezüchteten Eigenschaften vordergründig zeigt, obwohl alle drei Halter meine eigene Erfahrung bestätigt haben - dass sie einen ausgesprochenen Schutzinstinkt in nichtalltäglichen Situationen zeigen.

    So, nun muss ich mir nur noch einen schlauen Spruch einfallen lassen, wenn mir wieder einer was von "afrikanischer" oder "europäischen" Linie erzählen will, bloß weil mal er einen größeren oder kleineren RR getroffen hat.

    LG
    Marlies
    Geändert von marlies (15.03.2015 um 19:48 Uhr)
    Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.
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  4. #4
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    Standard AW: RR-Typen

    Off-Topic:

    Sag' einfach, es handele sich um eine interkontinentale, völlig globale Linie .
    stepke, Steph821 and marlies like this.
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    - Martin Luther King -



  5. #5
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    Standard AW: RR-Typen

    Hallo,
    genau diese Aussagen bekomme ich auch seit öfterem zu hören.
    Ich habe (rein bezogen auf das Erscheinungsbild nicht auf die Charaktere)immer wieder gehört das die "europäische Linie" eher die RR beinhaltet, die schmaller und kleiner sind.
    Die "ursprüngliche / afrikanische Linie" beinhaltet eher die größeren, kräftigeren RRs.

    Das ist das was ich oft höre, unter "Kennern" und auch unter Laien.
    marlies likes this.

  6. #6
    katzenlene
    Gast

    Standard AW: RR-Typen

    Zitat Zitat von DeeDani Beitrag anzeigen
    Hallo,
    genau diese Aussagen bekomme ich auch seit öfterem zu hören.
    Ich habe (rein bezogen auf das Erscheinungsbild nicht auf die Charaktere)immer wieder gehört das die "europäische Linie" eher die RR beinhaltet, die schmaller und kleiner sind.
    Die "ursprüngliche / afrikanische Linie" beinhaltet eher die größeren, kräftigeren RRs.

    Das ist das was ich oft höre, unter "Kennern" und auch unter Laien.
    Yali war eine ursprüngliche Afrikanerin, groß und kräftig. Ihr Vater ist der Urgroßvater von Langa (fast 4 Jahre alt).
    Langa ist um einiges zierlicher als Yali, da ein Europäer "mitgemischt" hat, aber immer noch deutlich imposanter, als die RRs, die wir hier treffen. Wie sagte ihr Züchter: spiddelige gibt´s bei mir nicht. Wollten wir auch nicht.
    Ich denken, der Trend geht aber eher in die andere Richtung

  7. #7
    Mathuni
    Gast

    Standard AW: RR-Typen

    Hallo, Marlies, ich bin zwar kein Züchter, deine Frage war für mich aber Anlass, mich mal wieder genauer mit der geographischen Abstammung meiner beiden Hunde zu beschäftigen. Die haben zwar zufällig beide sozusagen in direkter Nachbarschaft zueinander auf der Schwäbischen Alb das Licht der Welt erblickt, sind aber sowohl vom Charakter als auch vom Aussehen her extrem unterschiedlich - und haben (auch geographisch gesehen) völlig unterschiedliche Ahnen.

    Buki ist geographisch eher der Afrikaner, in dessen Pedigree sich sowohl väterlicherseits als auch mütterlicherseits abstammungsmäßig noch sehr nah KUSA-Hunde finden lassen. Väterlicherseits wurde Afrika mit England gemischt, mütterlicherseits kam Holland dazu. Ich kann ehrlich gesagt nicht repräsentativ einschätzen, ob nun Afrikaner eher die großen massigen Hunde sind und die Europäer die zarten kleinen... Aber Buki passt da schon ins Bild. Er ist das Modell "Wuchtbrumme" mit einem Bärenschädel und einem Knochenbau, der ihn selbst halbverhungert immer noch recht breit bleiben lassen würde.

    Bei Rose muss man lange suchen, bis man Afrika findet. Rose ist ein "Fern-von-Afrika"-Potpourri. Ihre Mutterlinie ist tschechisch. Und danach tschechisch und dann immer noch tschechisch ;-). Ihr Opa ist - btw. - für mich der schönste RR aller Zeiten. Mit dem hat sie allerdings optisch absolut nix (nullkommanull) gemein - sie hat ihre eigene Schönheit :-). Ihr Vater ist in der Slowakei geboren (lebt und deckt aber in D) und ist Sohn eines importierten USA-Papas und einer importierten Australien-Mama, die auch schon Generationen vorher USA und Australien waren. Auf Papas Homepage sind zum Pedigree auch die Fotos der fernen Ahnen eingestellt. Und da wird beim Betrachten auch sofort klar, wo Rose ihre Spargel-Windhund-Gene her hat: Die USA sind schuld. Ihr USA-Opa ist ein Spargel. Auf den ersten Blick das Modell "zarte Hündin". Ein wunderschöner Hund, aber ein windhundartiges Spargelchen. Den Spargel kann man optisch in den Genen auch noch weiter zurückverfolgen - und Rose hat bei der Verteilung dieses Gens besonders laut "Hier" gerufen.

    Das Charakterliche, das Suse angesprochen hat, finde ich auch nicht uninteressant. Auch da liegen - wie oben erwähnt - Welten zwischen beiden Hunden. Wenn ich mal Roses heftigen Jagdtrieb ausklammere, dann ist sie der alltagstauglichste Hund, den man sich in Deutschland nur vorstellen kann. Buki ist und bleibt immer schwierig. Ihm wird es hier auch schnell mal zu eng und für einen wirklich selbständigen Hund auch einfach zu gegängelt. Vielleicht kann man "ursprünglich" auf die Weise definieren, dass man kulturvariable gesellschaftskonforme Sinnig- und Unsinnigkeiten mal beiseite lässt und am Wesentlichen bleibt ;-). Im Wesentlichen ist er der zuverlässigste Hund, den ich je kennengelernt habe. Trotz aller Eigenständigkeit.

    Ich muss oft dran denken, wie ich den Film "Die Spur des Windes" und den legendären Hinza gesehen habe. Total bewegt meinte ich: "Soooo einen Hund will ich auch!" Der Göttergatte - total unbewegt: "So einen hast du bereits - der liegt da im Ridgi Pad. Der passt hier in unser Deutschland nur nicht rein."

    Meine Stichprobe ist zu gering, um repräsentativ zu sein. Wichtig finde ich: So unterschiedlich beide sind, so sehr hab ich sie trotzdem gleich lieb.

    LG

    Susanne
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  8. #8
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    Standard AW: RR-Typen

    Zitat Zitat von spechti Beitrag anzeigen
    Hallo Marlies,

    meiner Erfahrung nach werden die RR`s von Menschen, die lange Jahre in Afrika gelebt haben und dort auch RR`s kennenlernen konnten bzw. selbst gehalten haben, als besonders groß und imposant beschrieben.
    Insgesamt kann man gerade beim RR in keinster Weise von Homogenität der Rasse sprechen, sie sind teils enorm unterschiedlich.
    Angefangen bei der Hündin von unter 60cm bis hin zum Rüden knapp unter 80cm, von extrem hell bis hin zu extrem dunkel.
    Ich bemerke viel häufiger als den angeblichen Unterschied in der Erscheinung, daß die RR`s, die sehr nah am "ursprünglichen" RR gezogen sind, und das sind nun einmal viele Hunde mit Pedigrees, in denen überwiegend KUSA-Hunde zu finden sind, teils deutlich griffiger sind.
    Und diesen Unterschied finde ich sehr viel wichtiger als den des Erscheinungsbildes...
    Der Mythos mit dem "afrikanischen" Pedigree, bzw. der "rein afrikanischen" Linie wird durchaus gerne als Verkaufsargument genutzt, es soll eine Besonderheit sein.
    Und wird auch gerne von Haltern dieser Hunde erwähnt...."oh, er hat rein afrikanische Linien....er ist ein Afrikaner....".
    Aha.
    Und was heißt das dann?
    Für den staunenden Laien hört sich das natürlich sehr aufregend und exotisch an.
    Im Alltag bedeutet das, daß gerade diese "ursprünglichen" Hunde (und ihre oftmals wirklich unvorbereiteten Halter) es schwer haben.
    Sie SIND nämlich "ursprünglich"...und bringen alle, bzw. zumindest sehr viele, Eigenschaften des Allrounders RR, in mehr oder weniger ausgeprägter Form mit.
    Und da wird aus dem süßen Fellsack schwupps ein Bewacher des Grundstückes, aus dem ach soo loyalen Familienhund RR ein Hund, der sich enorm schwer mit Fremden tut, jagen will er auch noch und das mit Leidenschaft, Hartnäckigkeit und Ausdauer...
    Es gibt sie, diese eklatanten Unterschiede.
    Sehr deutlich ausgeprägt.
    Und es liegt nicht immer am Halter, wenn`s heftig wird und größere bis unlösbare Probleme auftauchen.
    Und selbstverständlich gibt es sie ebenfalls, die Ausnahmen , wo das alles komplett anders ist.
    Grundsätzlich jedoch kann ich sagen, (ich kenne wirklich viele RR`s und habe zu sehr vielen Haltern Kontakt), die "afrikanischen, ursprünglichen" Hunde mit den nahezu rein afrikanischen Pedigrees sind nicht zu unterschätzen.
    Ist ja auch nahezu selbsterklärend, Afrika bietet völlig andere Voraussetzungen für die Haltung solcher Hunde und dort sind die ursprünglichen Eigenschaften des RR sehr geschätzt und gewünscht.

    Ich hoffe, Dir ging es um die Unterschiede an sich und nicht nur um das äußere Bild.

    LG, Suse
    Sehr gut geschrieben. Ich hab davon auch einen daheim ( alte Makaranga Linie ). Mit 67 cm nicht unbedingt der Größte.
    Viele alte, ursprünliche Eigenschaften erkenne ich in Spencer wieder. Was in manchen Situationen auch nicht immer einfach ist. Definitiv kein Hund für Jedermann und für Anfänger.
    Für mich persönlich ist er wie RR sein sollte und ich würde auch immer wieder nach den alten Schlägen schauen.

    LG Alex

  9. #9
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    Standard AW: RR-Typen

    Zitat Zitat von littletiger Beitrag anzeigen
    Sehr gut geschrieben. Ich hab davon auch einen daheim ( alte Makaranga Linie ). Mit 67 cm nicht unbedingt der Größte.
    Viele alte, ursprünliche Eigenschaften erkenne ich in Spencer wieder. Was in manchen Situationen auch nicht immer einfach ist. Definitiv kein Hund für Jedermann und für Anfänger.
    Für mich persönlich ist er wie RR sein sollte und ich würde auch immer wieder nach den alten Schlägen schauen.

    LG Alex
    Off-Topic:

    Oh! Aus welchem Wurf?
    Oder ein anderer Kennel und ein Makaranga-Hund dabei?
    Kannst mir auch per PN antworten .
    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  10. #10
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    Standard AW: RR-Typen

    Hallo,
    wir haben hier 2 RR, made and born in South Africa. Beide stammen von alten südafrikanischen Linien ab. Allerdings hab ich hier in Deutschland noch keinen so kleinen und zierlichen Rüden getroffen, wie unseren. Und unser Weib hat gar noch 2cm weniger.
    Bei einer RR Show in Johannesburg konnte ich allerdings all die Doggen- und Rottweilerähnlichen RR s im einheitlichen "dark red" "bestaunen".
    Wir haben echt grosses Glück gehabt!!!
    Gott hat Afrika geschaffen als er noch Mut und Phantasie hatte.

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