ich habe das Gefühl, es geht wieder einiges aneinander vorbei.

Fakt ist, dass die Hilfe die einzelne, wie auch Andrea, geben, die Miseren nicht beseitigen werden. Wir riefen auf, in Länder, die sich ihrer tierschutzmäßigen Verantwortung entziehen, keinen Urlaub mehr zu machen. Ebenso dazu, keine Renaults zu kaufen, als bekannt wurde, dass in einem neuen Werk im Osten Massentötungen der dort freilebenden Hunde anstanden - obwohl das Angebot bestand, alle Hunde einzufangen und woanders unterzubringen. Die Olympiade in Griechenland sollte aus demselben Grund boykottiert werden....hat aber keinen geschert. etc.etc.....Das ist doch dasselbe wie hier mit den Massenvermehrern...solange immer noch leute dort ihre Hunde kaufen wird es eben nicht besser. Für die Länder, aus denen Nothunde importiert werden besteht gar kein Anlass etwas zu ändern, denn ihnen wird ja die Last abgenommen und die Hunde exportiert. Also lassen sie weiter unkastrierte Hunde rumstreunen und sich vermehren....irgendwer wirds schon richten.

Und hier? Hier wird schon lange kein Druck mehr ausgeübt auf die Gesetzgeber, die dafür gesorgt haben, dass die Tierheime überquellen-meist mit "nicht vermittelbaren" Listies, die man dann nur loswird, indem es so läuft, wie von Ulli beschrieben. Solange es den eigenen Hund, die eigene Rasse nicht betrifft.....so what? Wen interessierts? Alles lebt und denkt nach dem Floriansprinzip. Ich bekomme über die LHV Liste täglich Hilferufe nach Pflegestellen für Pitts und Staffs, denen ein Leben im Tierheim droht - bis der nächste Massentransport aus dem Süden eintrifft, denn solange bekommen die TH ja Subventionen für ihre Insassen. Und ja ich kann sogar nachvollziehen, dass nur sehr wenige bereit sind die sicher zu erwartenden Repressalien zu erdulden, die denen drohen, die einen solchen stigmatisierten Hund zu sich nehmen.
Dennoch weigert sich der Zoll z.B. mehr zu kontrolieren, wo immer wieder Transporte solcher Hunde nach D stattfinden, die Polizei geht nicht für Kuchen dahin, wo ihnen illegale Hundekämpfe gemeldet werden, die Behörden finden es einfacher, Familienhunde zu kassieren, nur weil sie der "falschen" Rasse angehören.
Oder alte Damen zur Kasse zu bitten, deren Pudel unangeleint gleichwohl alt und halbblind neben seinem Frauchen hertippelt.

Ja es ist ein hochemotionales Thema und es macht mich wütend, weil ich mich so hilflos fühle. Das heißt aber gewiss nicht, dass ich Menschen, die noch nicht ganz so frustriert und entäuscht sind, für blöd, doof oder blond halte!!!!