Hallo,
also ich denke auch, es ist immer ein Glücksspiel, was das jagen angeht.
Man kann einen Rüden mit viel und eine Hündin mit wenig Jagdtrieb bekommen, oder halt andersrum.

Wir hatten allerdings letztes Jahr Besuch von Ambars Halbschwestern und waren spazieren. Da ging bei uns auf dem Deich direkt vor den Hunden ein Hase hoch. Eins der Mädel war zum Glück grade angeleint, aber Ambar und das andere Mädel starten erstmal durch.
Ich hab dann gepfiffen, und einer der Hunde kam auch direkt zurück. Da beide auf Entfernung sehr ähnlich aussehen, sagte ich noch, das ist sicher nicht Ambar der zurückkommt.
Doch tatsächlich war es der gute Junge. Seine Schwester war nur noch ein Punkt am Horizont, als sie sich überlegte, die Sache abzubrechen.

Ich war wirklich stolz, dass er sich die Gelegenheit, im Duo zu jagen hat entgehen lassen.
Vor kurzem rannten dann 7 Rehe direkt vor uns über den Deich, und er hat auch auf das Steh Kommando sofort reagiert. So langsam wird auch unser Kindskopf erwachsen( wird bald 6).

Unsere Neufundländerhündin hat im stolzen Alter von 8 Jahren auch mal vorgeführt zu welchen Geschwindigkeiten sie fähig ist. Da waren wir mit Dackeline und Goldenfreundin im Gelände und es kreuzten 2 Rehe unseren Weg. Die einzige, die wie wild jagen ging war tatsächlich unsere Balou, und sie kam erst 5 Minuten später wieder aus dem Unterholz(total aus der Puste aber sehr zufrieden mit sich).Natürlich hatte sie nie den Hauch einer Chance, die Tiere zu erwischen. Aber soviel dazu, dass Neufundländer nicht jagen.

Also ich denke, es ist immer vom einzelnen Individuum abhängig.

Berit