Ich habe tausende wunderbare Momente mit meinen fünf Hunden erlebt, aber einen ganz besonderen gab es doch.
Chakanee wurde, als sie drei Jahre alt war, erstmalig wegen eines großen Tumors an der Flanke operiert. Nach wenigen Monaten wuchs der Tumor nach. Erneut eine große OP und anschließend 15 Radiationsbehandlungen (illegal und mit reichlich Bestechungsgeldern in einer Klinik, weil es in CR solche Behandlungen für Tiere nicht gibt).
Es war die absolute Hölle. Die ganze Flanke verbrannt und aus dutzenden kleinen Löchern sickerte ewig Eiter und Zellflüssigkeit. Sie hatte Fieber und war vollgepumpt mit Medikamenten und der Arzt machte uns wenig Hoffnung. Wir teilten uns in Schichten ein, um auch nachts immer die Wunden abtupfen zu können, damit es nicht verkrustet. Schon bei der kleinsten Berührung schrie Chakanee vor Schmerz. In einer Nacht war es besonders schlimm. Wir saßen beide bei ihr und plötzlich bekam sie heftigen Schüttelfrost. Wir dachten, es wäre das Ende... mein Mann nahm sie vorsichtig in die Arme, die Tränen liefen uns herunter und plötzlich streckte sich Chakanee und leckte meinem Mann die Tränen ab. Dann sah sie uns beiden lange und ganz tief in die Augen ... und grinste, wie nur sie es kann.
Da wußten wir, sie wird leben. Das ist jetzt vier Jahre her, aber diesen Moment werde ich nie vergessen.

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