Zitat Zitat von Bono2006 Beitrag anzeigen
Oh Sabine,
nun gehts also doch wieder los:
Nein, ich habe kein schlechtes Gewissen - ganz im Gegenteil. Wie schon geschrieben, hatte ich vor Bono einen Extremfall von RÜden, dem die Läufigkeit von Hündinnen so zugesetzt hat, dass es an Selbstverstümmelung grenzte, was er sich antat - egal ob man dabei war oder nicht und ja, er war top erzogen, hing an uns, war super sozialisiert und immer körperlich gut ausgelastet.
Um das nicht noch einmal miterleben zu müssen wurde Bono kastiert.
Maraike,

das ist doch absolut verständlich. Wenn es NOTWENDIG ist, einen Rüden zu kastrieren, ist es auch sinnvoll, das zu tun. Mein Djambo beispielsweise reagiert auf die Hitze der Hündinnen nicht übermässig, entsprechend gab es für uns keine Notwendigkeit, ihn kastrieren zu lassen. Allerdings denke ich schon, dass man erst einmal schauen kann, ob es notwendig IST - jeder Hund ist anders.

Zitat Zitat von Bono2006 Beitrag anzeigen
Und wenn es darum geht, immer nur einzelne Aussagen aus Beiträgen herauszunehmen, dann sieh dir mal deinen ersten Beitrag in diesem Thread an: Sehr auf die Kastration konzentriert scheint mir ! Warum sprichst du da nicht von den Nothunden insgesamt sondern nur von dem armen kleinen kastrierten ??? Und wenn du ihn zu dir nimmst, wachsen ihm die Klunker auch nicht wieder - warum also nur diesen Kleenen in Betracht ziehen und nicht bei allen überlegen ?
Langsam, Maraike.

Zum einen gibt es eine Sender/Empfänger - Problematik, die im web noch verschärft ist. Du kannst Emphase auf ganz andere Punkte als ich, die ich die Nachricht verfasst habe, legen, interpretierst die Nachricht also aus Deinem Kontext heraus, genau wie ich sie aus MEINEM Kontext heraus schreibe. Diese Kontexte sind in den meisten Fällen nicht deckungsgleich. Im Gespräch lässt sich so etwas schnell klären, online führt es zu unnötigen Debatten.

Mein Kernpunkt war: Was veranlasst Menschen, sich erst einen Hund anzuschaffen, dann neun Monate nicht mit ihm zu arbeiten und ihn bei Problemen ins Tierheim abzugeben, wo er dann zudem noch direkt kastriert wird. Ärgerlich daran waren sowohl die Haltung der Menschen, die Frodo erst zu sich genommen haben, ohne über die Konsequenzen nachzudenken und entsprechend zu handeln, als auch die Kastration selbst. Ich weiss nicht, ob Du selbst OPs hinter Dir hast, aber sie sind Eingriffe, die immer Spuren hinterlassen und die verarbeitet werden wollen. Frodo hat mit dem Verlust seines Zuhauses sicher schon eine ganze Menge zu verarbeiten - war es da notwendig, gleich zu kastrieren? Das meine, wie ich finde berechtigte, Frage.

Dies nur zur Erklärung.

Von NOTHUNDEN allgemein handelte mein Beitrag nicht. Er handelte von Frodo, weil mich dessen Schicksal besonders berührt hat.

Spricht Du in Deinen Beiträgen grundsätzlich vom gesamten Elend der Hundewelt, oder dürfen Dich auch mal Einzelschicksale berühren?

Und ob und wenn ja, welchen Nothund ich in Betracht ziehe, steht hier auch nicht zur Diskussion. Wenn ich das zur Diskussion stellen möchte, dann tue ich das explizit. Woher willst Du wissen, dass ich "nur" bei Frodo überlege? Sitzt Du hier bei uns und bist Zeuge unserer Diskussionen, unserer Telefonate mit Menschen, die uns beispielsweise bei der Aufzucht von Djambo mit Rat und Tat zur Seite standen? Kannst Du beurteilen, wie verantwortungsbewusst oder blauäugig unsere Entscheidungsfindung ist?

Nein, das kannst Du nicht.

Also lass doch bitte diese blinden Schüsse aus der Hüfte.

Grüsse
Sabine & Djambo