Zitat Zitat von Chouchou Beitrag anzeigen
Gut Christian, einigen wir uns darauf, dass es komplizierter ist, als Mendel jemals geahnt hat.

Aber:
Die erste Filialgeneration liefert uns lediglich einen bestimmten Phänotyp. Aber lassen sich daraus auch gleich Rückschlüsse auf den Genotyp schließen?

Ein Beweis für einen bestimmten Genotyp ist doch erst erbracht, wenn mit dieser Filialgeneration weitergezüchtet wird, oder?
Also dürfte die Versuchsreihe mit lediglich einer Generation gar nicht ausreichend sein, um eine aussagekräftige Beweisführung herzustellen...

DAS ist der Punkt über den ich hier stolpere...

viele Grüße
Das ist echt originell. Oben sagst Du, 'ok, ist komplizieter als Mendel' und dann versuchst Du doch genau mit seinen Regeln wieder alles zu erklären...glaub mir, so funktioniert das nicht.

Hier in Kürze und stark vereinfacht: Nikki Hilbertz hat versucht mit Hilfe von Gensequenzierungen Marker sowohl die dominate Ridgemutation, wie auch den DS zu finden. Hierbei hat sie Material von DS und nicht-DS Hunde untersucht und verglichen. Aus ihren Ergebnissen hat sie den Schluß gezogen, dass die Reinerbigkeit bezogen auf das R Allel die Entstehung von DS begünstigt oder vieleicht sogar Vorausetzung dafür ist. Das würde heißen, dass 2 dominante Allele für Merkmal A (Ridge) vorhanden sein müssen um den Phänotyp für Merkmal B (DS entstehen zu lassen), wobei ein dominates Allel ausreicht um den Phänotyp Ridge entstehen zu lassen. Einen solchen Fall erfassen die mendelschen Regeln nicht. Jetzt versucht man gezielt mischerbige Hunde zu erzeugen, bei denen dann der Theorie zufolge eigentlich kein DS auftreten sollte. Jetzt klarer?

Gruß, Christian