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Thema: Das Besondere am RR?

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  1. #1
    Rüdenmutti ;-)
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    Standard AW: Das Besondere am RR?

    Na komm, Butter bei die Fische: Die eigentliche Frage, die hier gestellt wird, lautet doch: Wer bin ich, und was macht mich so grandios besonders, dass ich zum erlauchten Kreis der RR-Menschen gehöre?

    Viele Menschen wählen ihr canides Alter Ego meiner Beobachtung nach ganz intuitiv. Aber weil es so furchtbar arrogant klänge, sich mit der eigenen Grandiosität auseinander zu setzen, gar diese noch lauthals zu proklamieren, muss dann eben der Hund herhalten, die arme Socke. Dieser wird fürderhin mit wortreichen Girlanden umkränzt, gepimpt, auf Podeste gehievt, auch wenns dabei im Kreuz reisst, seine Macken werden liebevoll gehegt, und gelegentlich Trainern anvertraut, deren längst nicht mehr geheimes Credo ja dann auch entlarvt, wo der Frosch tatsächlich die Locken hat: Trainiert wird nicht der Hund, sondern therapiert, beatmet, und zusammen geschissen der Mensch.

    Die Wankelmütigen, desorientiert auf dem Weg der Selbsterkenntnis umher Irrenden haben möglicherweise aus diesem Grund dann auch gleich ganze Rudel daheim , gefestigtere Charaktere begnügen sich mit einem Exemplar auf dem Pfad der Erkenntnis, Ziel: Authentimus Maximus.

    Worum es also bei o.G. Frage in Wahrheit schnöde geht, ist das Ego des Menschen, das sich im Hund eine Projektionsfläche schafft, eine Leinwand, einen Rohling, der eigenen Persönlichkeit möglichst ähnlich, die dann auch noch SITZ PLATZ FUSS mehr oder minder verlässlich abspulen kann. Rituale sind ja bedeutsam für die Psychohygiene.

    Eine tolle Wurst ist das.

    Seufzend kann man sich in Probleme stürzen, Bücher wälzen, Fachmänner und -männinnen engagieren, und sich doch die Hände in Unschuld waschen. Der Hund ist´s, der da nicht wuppen mag, und für den sind der 27. Mantel, das 45. Lehrvideo, die Fettlederleine, und selbstredend auch das Halsband mit den niedlichen pinkfarbenen Steinchen darin, und die extra Luxusliege ja wohl auch voll legitim, ne? So kann man Extravaganz doch ganz kommod als Altruismus verkaufen, höhö.

    Statt zum Therapeuten eilt man zum Trainer, der, nicht doof, das längst erkannte, und den Markt tüchtig bedient, als dernier cri denn auch in Form von Comedy. Da bleibt kein Auge trocken.

    Es steckt wahre Grösse in diesem Konstrukt.

    Christl, BigMick, spechti and 9 others like this.
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  2. #2
    Mittendrinmensch Avatar von Juchhu
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    Standard AW: Das Besondere am RR?

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    ...

    Es steckt wahre Grösse in diesem Konstrukt.

    Auf der Basis Deiner Darstellung gibt es auf die Threadfrage nur eine Antwort:

    Das Besondere am RR ist stets sein Halter.

    Und da der RR - wie bereits hergeleitet - ein Meister der Anpassung ist,
    wird er durch seinen Halter ebenfalls zu etwas Besonderem.

    VG Martin
    Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
    Mach mehr mit und aus Deinem Hund.
    Und lass es zu, dass aus einem "Nur dabei"-Hund ein "Mittendrin"-Hund wird.

  3. #3
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    16.601

    Standard AW: Das Besondere am RR?

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    Na komm, Butter bei die Fische: Die eigentliche Frage, die hier gestellt wird, lautet doch: Wer bin ich, und was macht mich so grandios besonders, dass ich zum erlauchten Kreis der RR-Menschen gehöre?

    Viele Menschen wählen ihr canides Alter Ego meiner Beobachtung nach ganz intuitiv. Aber weil es so furchtbar arrogant klänge, sich mit der eigenen Grandiosität auseinander zu setzen, gar diese noch lauthals zu proklamieren, muss dann eben der Hund herhalten, die arme Socke. Dieser wird fürderhin mit wortreichen Girlanden umkränzt, gepimpt, auf Podeste gehievt, auch wenns dabei im Kreuz reisst, seine Macken werden liebevoll gehegt, und gelegentlich Trainern anvertraut, deren längst nicht mehr geheimes Credo ja dann auch entlarvt, wo der Frosch tatsächlich die Locken hat: Trainiert wird nicht der Hund, sondern therapiert, beatmet, und zusammen geschissen der Mensch.

    Die Wankelmütigen, desorientiert auf dem Weg der Selbsterkenntnis umher Irrenden haben möglicherweise aus diesem Grund dann auch gleich ganze Rudel daheim , gefestigtere Charaktere begnügen sich mit einem Exemplar auf dem Pfad der Erkenntnis, Ziel: Authentimus Maximus.

    Worum es also bei o.G. Frage in Wahrheit schnöde geht, ist das Ego des Menschen, das sich im Hund eine Projektionsfläche schafft, eine Leinwand, einen Rohling, der eigenen Persönlichkeit möglichst ähnlich, die dann auch noch SITZ PLATZ FUSS mehr oder minder verlässlich abspulen kann. Rituale sind ja bedeutsam für die Psychohygiene.

    Eine tolle Wurst ist das.

    Seufzend kann man sich in Probleme stürzen, Bücher wälzen, Fachmänner und -männinnen engagieren, und sich doch die Hände in Unschuld waschen. Der Hund ist´s, der da nicht wuppen mag, und für den sind der 27. Mantel, das 45. Lehrvideo, die Fettlederleine, und selbstredend auch das Halsband mit den niedlichen pinkfarbenen Steinchen darin, und die extra Luxusliege ja wohl auch voll legitim, ne? So kann man Extravaganz doch ganz kommod als Altruismus verkaufen, höhö.

    Statt zum Therapeuten eilt man zum Trainer, der, nicht doof, das längst erkannte, und den Markt tüchtig bedient, als dernier cri denn auch in Form von Comedy. Da bleibt kein Auge trocken.

    Es steckt wahre Grösse in diesem Konstrukt.

    Also....ehm...ja. So ist das.
    Prinzessin Horst hält hier Hof.
    Und das täglich.
    Ein Bild für die Götter, als wir letztens vom Mantrailen nach Hause kamen....
    Während ich noch mit sämtlichem Equipment kämpfte, beladen zusätzlich noch mit Einkäufen nebst Geschenken, bot sich folgendes Bild:
    Wohnungstür wird aufgerissen.
    Der Gatte nebst der Teenagertochter steht mit betrübtem Gesicht vor mir:"Der ARME Hund!!! Erst zwei Stunden in den Wald und dann noch trailen...."
    Tochter:"Was soll das eigentlich? Kann der nicht auch mal seine Ruhe haben???"
    Beide:"Horst...komm`mal her."
    "OH, MAMA!Der hat GANZ KALTE OHREN!"
    Während sich der Gatte über den Hund beugt, ihm die Öhrchen knuddelt, damit sie schneller warm werden, zieht zeitgleich die Tochter das Geschirr aus (welches sich über dem Mantel befand, war ja etwas kalt und beim Trailen muß man länger warten und so.....).
    Zwei Menschen machen sich zum Affen, während der dritte Schuhe auszieht, die Einkäufe hineinschleppt (kann ja grad`keiner helfen, Eure Hoheit hat Einzug gehalten....), etwas außer Atem ist...
    "Gott sei Dank habe ich schon den Ofen angemacht! Da wird Dir gleich schön warm....Du armer armer Hund. Und Hunger haste bestimmt auch ganz doll."
    Schwiegermama, die zu Besuch ist, springt von der warmen Ofenbank hoch:"Er kann hier sitzen, hier! Die Wand ist so schön warm."

    "Ach, hallo, Susanne! War das nicht ein bißchen kalt für ihn, SO lange draußen zu sein?"

    Mumpi, was ist für uns so besonders am RR?
    Die Erkenntnis, daß man mit einem RR irgendwann komplett bescheuert wird.....und andere Leute ernsthaft überlegen, ob wir ein Fall für den Psychiater sind.
    Und es uns egal ist!

    LG,
    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  4. #4
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von TheLionKingSimba
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    Standard AW: Das Besondere am RR?

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    Na komm, Butter bei die Fische: Die eigentliche Frage, die hier gestellt wird, lautet doch: Wer bin ich, und was macht mich so grandios besonders, dass ich zum erlauchten Kreis der RR-Menschen gehöre?

    Viele Menschen wählen ihr canides Alter Ego meiner Beobachtung nach ganz intuitiv. Aber weil es so furchtbar arrogant klänge, sich mit der eigenen Grandiosität auseinander zu setzen, gar diese noch lauthals zu proklamieren, muss dann eben der Hund herhalten, die arme Socke. Dieser wird fürderhin mit wortreichen Girlanden umkränzt, gepimpt, auf Podeste gehievt, auch wenns dabei im Kreuz reisst, seine Macken werden liebevoll gehegt, und gelegentlich Trainern anvertraut, deren längst nicht mehr geheimes Credo ja dann auch entlarvt, wo der Frosch tatsächlich die Locken hat: Trainiert wird nicht der Hund, sondern therapiert, beatmet, und zusammen geschissen der Mensch.

    Die Wankelmütigen, desorientiert auf dem Weg der Selbsterkenntnis umher Irrenden haben möglicherweise aus diesem Grund dann auch gleich ganze Rudel daheim , gefestigtere Charaktere begnügen sich mit einem Exemplar auf dem Pfad der Erkenntnis, Ziel: Authentimus Maximus.

    Worum es also bei o.G. Frage in Wahrheit schnöde geht, ist das Ego des Menschen, das sich im Hund eine Projektionsfläche schafft, eine Leinwand, einen Rohling, der eigenen Persönlichkeit möglichst ähnlich, die dann auch noch SITZ PLATZ FUSS mehr oder minder verlässlich abspulen kann. Rituale sind ja bedeutsam für die Psychohygiene.

    Eine tolle Wurst ist das.

    Seufzend kann man sich in Probleme stürzen, Bücher wälzen, Fachmänner und -männinnen engagieren, und sich doch die Hände in Unschuld waschen. Der Hund ist´s, der da nicht wuppen mag, und für den sind der 27. Mantel, das 45. Lehrvideo, die Fettlederleine, und selbstredend auch das Halsband mit den niedlichen pinkfarbenen Steinchen darin, und die extra Luxusliege ja wohl auch voll legitim, ne? So kann man Extravaganz doch ganz kommod als Altruismus verkaufen, höhö.

    Statt zum Therapeuten eilt man zum Trainer, der, nicht doof, das längst erkannte, und den Markt tüchtig bedient, als dernier cri denn auch in Form von Comedy. Da bleibt kein Auge trocken.

    Es steckt wahre Grösse in diesem Konstrukt.

    Wow Sabine, das hast du unglaublich wunderbar formuliert, das ist glaube ich einer der besten Beiträge die ich hier überhaupt je gelesen habe. So reflektiert zu sein und auch sich selbst dabei nicht ganz so ernst zu nehmen, davon bräuchten wir alle oft etwas mehr. Bester Satz:
    "Worum es also bei o.G Frage in Wahrheit geht: Das Ego des MENSCHEN das sich im Hund eine Projektionsfläche schafft..."
    Amen dazu.
    Geändert von TheLionKingSimba (21.12.2011 um 23:09 Uhr) Grund: Adjektive schreibt man klein.
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