Hallo liebe Tanja,
nun mal keine Panik.
Jeder Hund kann zubeißen, davon mal ab.
Ich halte grundsätzlich nichts davon, einen RR zu bereits vorhandenen KLEINEN Kindern dazu zu nehmen.
Das ist Ansichtssache.
Ich selbst investiere sehr viel Zeit in meinen Hund, 3-4 Stunden täglich.
Das ist kein Muss, ist aber MEIN Anspruch und DESHALB halte ich einen Laufhund vom Bewegungsdrang und der Power eines RR her gesehen für nicht die glücklichste Wahl, wenn bereits kleine Kinder im Haus sind.
Temperament UND Arbeitsaufwand sollte man sehr wohl bedenken.
Diese Hunde werden sehr schnell sehr groß und sehr schwer, sind aber noch lange Zeit Grobmotoriker und Spätentwickler.
Und nun kommt mein ABER:
Ein "halbwegs" fertiger RR, gut erzogen, ausgelastet, genug bewegt, und dann Kinder dazu?
Wieso nicht?
Ich sehe darin kein Problem.
Würde ich jetzt noch ein Baby bekommen, bliebe der Hund hier.
Ich erzähle Dir ein wenig von meinem Rüden, jetzt 3 Jahre alt und intakt, d.h. unkastriert.
Er ist so der "typische" RR, wenn man davon überhaupt sprechen kann.
Viele Ridgebacks neigen in einem gewissen Alter zu Unsicherheiten, meist so zwischen ca. 12 und 24 Monaten.
Das kann, muß aber nicht passieren.
In dieser Zeit hat mein Rüde mehrfach Menschen gestellt, heißt volles Tempo bellend und knurrend drauf zu und unmittelbar vorher gestoppt.
Das hat er vielleicht vier-, fünfmal gemacht.
Ganz ganz unschön für alle Beteiligten und es hat mir Bauchweh gemacht.
Im selben Zeitraum hat er mehrfach kleine Kinder angeknurrt, er konnte sie nicht einordnen und fand sie unheimlich.
Wir haben unmittelbar angefangen, mit ihm diese Begegnungen gezielt zu üben und haben ihm in dieser Zeit viel Sicherheit vermittel(t) (n können!).
Seit er 2,5 Jahre alt ist, ist er nicht mehr wiederzuerkennen.
Er ist ein vollkommen tiefenentspannter Hund, sehr zurückhaltend Fremden gegenüber, aber niemals "komisch".
Er läßt fremde Menschen links liegen, geht vielleicht mal gucken, aber das war`s dann auch.
Kleine Kinder?
Sind ihm egal, bzw. bringen ihn in keinster Weise aus der Ruhe.
Er kann an lockerer Leine durch ganze Kindergartengruppen spazieren, er läßt sich durchaus auch mal anfassen, Kinder auf Laufrädern tangieren ihn überhaupt nicht.
Rüde oder Hündin?
Was die Unsicherheiten anbelangt, vollkommen egal.
Ich kenne ebenso viele unsichere Hündinnen wie Rüden, alle in jungem Alter.
Training, vernünftige Auslastung, gewaltfreie Ausbildung, viel Zeit, konsequente Erziehung, endlos viel Liebe und Ihr bekommt einen wunderbaren Hund.....egal, ob mit oder ohne Kinder an Eurer Seite.
Kind und Hund zusammen in einem Raum ist kein Problem, und ich glaube nicht, daß Du es schaffen wirst, NIEMALS beiden den Rücken zuzudrehen.
Letzlich ist das ganze Leben ein Risiko.
Auch heute noch würde ich meinen Rüden mit fremden Kindern nicht alleine oder kurz unbeaufsichtigt lassen, aber eher, weil ich Kindern nicht so ganz traue.
Meine eigenen Kinder können beide wunderbar mit Hunden, allerdings sind sie älter.
Es gibt so viele Familien mit Kindern und Hunden, da klappt auch alles wunderbar, allerdings sollte man schon sehr darauf achten, daß alle Seiten Umgangsregeln einhalten.
Das ist bei ganz kleinen Kindern natürlich schwierig, da bist Du dann gefordert.
Für mich persönlich käme eine eher kleine Wohnung ohne Garten, dann noch dazu mit Kleinkind, definitiv nicht in Frage.
Ist aber auch Ansichtssache, aber ich finde es per se gut, wenn die Wohnung wenigstens so viel Platz hergibt, daß sich Kind und Hund ggf. aus dem Weg gehen können.
Du wirst hier sicher sehr viel zum Thema finden, viel Spaß beim Informieren und im übrigen herzlich willkommen!
LG, Suse und Horst (so heißt der Hund, nicht der Mann!)


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. Und wieso er grade böse ist kann man nicht unbedingt sofort erkennen, ein

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