Hallo,
ich war mit meiner Hündin auch einige Male auf Ausstellungen, etwa 8-10mal oder so.
Anfangs schien es ok. Sie sah dort ihre Mutter und ihre Schwestern und einen Bruder. Wir haben sie draußen spielen lassen und einmal war sogar eine Coursingbahn aufgebaut. Das war riesig für sie. Irgendwann hat sie aber angefangen ihren Schwanz einzuklemmen, nachdem der Richter ihre Zähne angeschaut hat. Auf der letzten Ausstellung hat sie sogar Haarausfall bekommen, es hat richtig um sie herum geschneit. Das war dann auch unsere letzte Ausstellung. Noch deutlicher konnte sie mir ihr unbehagen nicht zeigen.
Von den unfairen Bewertungen von Richter und Ringhelfer an der Schreibmaschine will ich gar nicht erst angefangen. Da bekommen Hunde die ersten Plätze, obwohl sie im Ring hüpfen, sich die Zähne nicht zeigen lassen..... aber nunmal die Nachzuchten der blonden Dame an der Schreibmaschine sind.
Trotzdem fand ich es immer schön ihre Schwestern zu sehen und Leute aus ganz Deutschland zu treffen, die man sonst nicht so schnell wiedersieht. Aber der Preis ist zu hoch und den müssen mal wieder die Hunde bezahlen. Ich habe das dann unserer netten Züchterin erzählt und sie hat es verstanden. Jetzt gehe ich alleine auf Ausstellung, wenn eine bei uns in der Nähe ist und ich Lust habe mal wieder ein Geschwisterchen von unserer Großen oder unserem Kleinen dort zu sehen.
Es ist doch erst ein Ridgeback Rüde auf einer Ausstellung gestorben. Ich glaube es war in Dortmund. Das gibt doch echt zu denken.
Was ich auch nicht verstehen kann, wie Züchter die bereits schon mehrere Championtitel haben, ihre Hunde trotzdem noch weiter überall hinschleppen, etliche Stunden im Auto ins Ausland karren. Wenn man so ehrgeizig ist, ist das ja schon traurig für den Hund, aber warum kann man nicht aufhören, wenn doch schon die höchsten Ziele erreicht sind?
Ich will nicht die ganzen Ausstellungen schlecht machen, es haben ja schon einige die Vorteile aufgezählt, aber einmal im Monat reicht doch.
Liebe Grüße


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), finde ich Ausstellungen durchaus ganz gut. Um ein Gefühl für die Rasse im Alltag zu bekommen, helfen Ausstellungen recht wenig - wenn es wirklich um interessiertes Einsschätzen dessen geht, was mit einem RR so auf einen zukommen kann, dann taugen möglichst vielfältige Spaziergänge mit möglichst vielfältigen Hunden und Haltern wesentlich besser. Ausstellung zeigt schon auch etwas - aber von dem, was den RR im Komplettpaket ausmacht, zeigt es halt nur einen kleinen Bruchteil.
. Aber das ist ja wie bei Eltern: Das Baby kann noch so hässlich sein, für die Eltern ist es das Schönste der Welt. Ganz besonders spannend war für mich letzten Sommer die Bewertung eines Richters, auf den ich fachlich große Stücke halte. Es war wie Honig, als er sie mir gegenüber auch als ganz prima beschrieb - aber dann blieb mir doch die Luft weg, als er zu Roses wunderschönen dunklen Augen meinte: "Sehr schön dunkel - die Augen sind bei unseren Hunden ja gerne mal zu hell... Aber gucken sie mal, für eine Hündin sind die komplett verkehrt." HÄÄÄÄH? Mich ereilt fast Schnappatmung! "Diese Hündin hat extrem maskuline Augen (*! schnappatme!*) zu einem zarten, femininen Kopf - das ist sehr unschön und wirkt auf unbefangene Menschen bedrohlich und so was wollen wir eigentlich in unserer Rasse nicht haben." Ich beug mich runter und guck der posenden Rose ins Gesicht - und der Mann hat recht! Das Rosentier hat gerade wieder diesen irren Killerblick... Richter legt den Kopf schief, schmunzelt und meint: "Die guckt seeeeeeehr entschlossen... Ich wette, das ist manchmal nicht so ganz einfach mit ihr." Ich atme wieder - wie toll ist das denn? Ein Fremder guckt das Rosentier mal kurz im Ring an, ich fühle mich zwar überrumpelt - aber auch so richtig ohne viel Worte in den Abgründen meines Hundealltags verstanden. Ich fand den Herrn Richter richtig klasse - seitdem guck ich nämlich viel mehr drauf, wie das Röslein schaut. Die kann schon auch sehr feminin aus der Wäsche gucken. Wenn sie nicht gerade entschlossen ein Ziel verfolgt...
Ich mag Menschen die sagen was sie denken.



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