Hallo Frank,
wie Dirk schon schrieb ist das Bellen ziemlich wichtig in der Rettungshundearbeit und bisher habe ich keinen Hund erlebt der dadurch zum Kläffer wurde und auch überfordert man damit keinen Hund.
Nur zum Verständnis für Dich, das Bellen ist ein Kommando wie Sitz und Platz - oder macht Dein Hund seit er das Kommando kennt ständig Sitz und Platz ? Wohl kaum, es sei denn er hat etwas fehl verknüpft.
Der weitere Ausbildungsweg ist, sobald der Hund auf Kommando bellen kann folgendes Szenario - Mensch läuft weg, versteckt sich zunächst auf Sicht, später ausser Sicht, und animiert den jungen Hund mit "Gib Laut" zum Bellen, anfangs müssen die Anfängerhunde eigentlich nur "wau" sagen und werden danach sofort bestätigt. Das ganze wird langsam aber sicher ausgebaut, das Suchgebiet wird immer größer mit der Zeit und der Hund bellt immer länger - d.h. hat der Hund menschlichen Geruch in der Nase und ortet diesen (ein gut ausgebildeter Hund löst sich dann auch druchaus 500 m von seinem HF und beginnt zu bellen) bellt er so lange bis der Hundefüher am "Opfer" ist. Ziel ist es, dass sobald der Hund das "Opfer" gefunden hat, dieses verbellt wird und zwar so lange bis der Hundefüherer beim Opfer angekommen ist. Das "Opfer" spielt ab einem gewissen Ausbildungsstand den Bewusstlosen - oder was auch immer, hört auf jedenfall relativ schnell wieder damit auf, den Hund zum Bellen zu animieren. Der Hund soll also verknüpfen ein "Opfer" was komisch in der Gegend liegt muss verbellt werden bis der HF da ist. Wichtig ist, dass der Hund sich im Umkreis von maximal 5 Metern um die Person bewegt und sich nicht beirren lässt, "sein Opfer" zu verlassen.
So und wenn ein Hund nicht bellt, wird er keine Prüfung machen, es sei denn es wurde das Bringseln oder Rückverweisen aufgebaut, was den meisten Staffeln allerdings unbekannt ist oder für viele zu mühevoll. Bisher habe ich keinen Hund gesehen der nicht dazu zu bewegen war zu bellen. In der Rettungshundearbeit ist es nunmal die einfachste und am wenigsten kraftraubendste Methode.
Ich hoffe Du verstehst das ganze jetzt ein wenig mehr, denn es ist keineswegs gefährlich, wenn ein Ausbilder seinen Job versteht.
Viele Grüße


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