Hallo Merle,

ich bin auch neu hier in diesem Forum.

Wir haben seit 8 Wochen einen RR Welpen (er ist nun also etwas über 16 Wochen alt) und zwei Kinder (7 und 3 Jahre).

Auch ich kann nur bestätigen: Ich war sehr skeptisch, insbesondere, wegen all der Kommentare von anderen Leuten wie "Die kann man nie zusammen alleine lassen", "warte noch ein paar Jahre", "was machst Du, wenn Freunde Deiner Kinder kommen".

Bis zum Abholtag hatte ich regelrecht Panik bekommen frei nach dem Motto "Worauf habe ich mich da nur eingelassen...?", dass ich nun die nächsten Jahre meine Kids im Haus nie unbeobachtet lassen kann und sie nie Freunde einladen können. Man muss

Als Bhanu kam, sind mein Mann und ich ihn alleine abholen gefahren. Das macht sicher Sinn- wir mussten schon einige Stunden im Auto sitzen und zu einem kleinen Welpen auch noch zwei Kids, die dauernd zum Burger King wollen - das wäre wohl zu viel des Guten.

Zu Hause angekommen kamen dann auch die Kids dazu, er hat sich sofort mit ihnen angefreundet (sie kannten ihn ja schon von den Welpenbesuchen). Dennoch war - völlig unerwartet - unser Kleiner mit drei Jahren mindestens eine Woche lang "komisch". Er hatte nicht nur Respekt vor dem Hund (Klar hat der spitze Zähnchen und eine scharfe Wolfskralle gehabt, aber er war nur so groß wie eine große Baby Born...). Nach einigen Tagen hat er es dann auch gesagt, warum: Bhanu bekommt lauter neue Spielsachen, einen Zimmerkennel (so eine Nylonbox zum Drin Schlafen) etc. Er war also eifersüchtig.

Wir haben dann lange gekuschelt und einfach erklärt, dass Bhanu eben ein Hund ist und bei uns noch nicht mal ein eigenes Zimmer bekommt, sondern im Kennel oder im Körbchen schlafen muss. Außerdem hatte erben nur drei Spielsachen und unser Sohn doch deutlich mehr...
Da war der Bann gebrochen.

Unsere Tochter mit sieben Jahren hat den Kleinen natürlich eher zuviel bemuttert, was die ersten Wochen natürlich für beide klasse war. Sie ist mit in die Welpenschule gegangen, hat ihn beim Spazierengehen geführt etc. Nun hat sich das natürlich geändert. Mit 16 Wochen ist er genau doppelt so schwer wie mit 8 Wochen, da hat sich das Führen erledigt.

Dennoch als Fazit: es ist sicherlich immer schwer, es genau abzuschätzen, wie sich Hund und Kinder aneinander gewöhnen.

Allerdings ist das ja auch bei jedem neuen Kind so, das in die Familie kommt. So ähnlich ist das auch bei einem Welpen, nur, dass die Gewöhnungsphase nur ganz kurz dauert.

Wir hatten derweil schon den Kindergeburtstag unserer Großen und entgegen aller Weissagungen nicht das Gefühl, irgend jemanden (Sprich Hund oder Kinder) voreinander schützen zu müssen. Bhanu hat ausgelassen mit allen 10 Kids gespielt und als es ihm zuviel wurde, ist er mitten unter den Kids völlig entspannt auf dem Teppich eingeschlafen. Dagegen haben sich die Kinder, die nicht so viel mit Hunden anfangen können- einfach eher zurückgehalten.

Derzeit ist es so, dass, wenn ich arbeiten muss - ich die Kinder immer mit dem Hund im Wohnzimmer alleine lasse - ich sitze dann im Arbeitszimmer nebenan. Es gab noch nie Probleme. Meist sitzt er zwischen den beiden vor dem Fernseher und schaut den Sandmann. Schön ist auch, wenn alle drei abends vor dem Ofen auf einer Decke schlafen.

Insgesamt muss man halt auf die Dinge achten, auf die man auch bei einem Kleinkind geachtet hat: Wir halten die Türen der Kinderzimmer immer zu, er hat schon das eine oder andere Playmobilteil entwendet und ich musste es ihm wieder aus dem Maul ziehen. Da gilt es eben wieder, acht zu geben. Sie verschlucken alles ! Genauso ist es mit den Kinderbetten. Er weiß zwar, dass er nicht in unser Bett darf, versucht es aber immer bei den Kids. Daher machen wir die Türen zu, bis er es verstanden hat.

Falls Du noch Fragen hast, kannst Du Dich gerne bei mir melden.
Wie gesagt, wir sind auch noch Neulinge...

Liebe Grüße von Christiane ;)