Momentan bin ich mit der gut 12 Wochen alten Mbhali mittendrin im Welpenleben. Mein Hauptjob mit der Kleinen ist eigentlich: Beobachten, Beobachten und nochmals beobachten. Wo ist sie unsicher? Wann wird sie müde? Wo wird was zuviel? Wann ist es zu wenig?
Welpenzeit sehe ich als nicht ganz einfache Gratwanderung zwischen "wir sind nicht auf der Flucht - nicht hudeln" und andererseits auch als wichtige Lernzeit. Ich hab Prioritäten gesetzt, nach denen ich unsere Babyzeit gestalte. Ich möchte gerne, dass aus meinem Zwerg ein gesunder, selbstbewusster, lebenslustiger und sozial kompatibler Hund wird, der eine gute Bindung zu mir hat.
In der Praxis halten wir das z. B. so: "Fremd"hundekontakt gab es von Anfang an. Allerdings kontrolliert - ich kenne die Hunde. Und außerhalb der Welpenstunde erstmal immer nur einer. Mal mit dem großen "Bruder" Bukoko zusammen (der lernt ja auch grad Neues), mal alleine. Btw., auch die Welpenstunde ist überschaubar und alles andere als unkontrolliert.
Die "Fremd"hunde erfüllen für mich zwei Zwecke: Einmal den, dass sie verschiedene Hunde kennenlernt und positive Erfahrungen damit macht (deshalb die kontrollierte Auswahl für den Anfang). Aber auch den, dass ich da mit ihr gezielt die Rausrufbarkeit von klein auf übe. Die Spiel- und Laufzeit wird altersentsprechend ausgedehnt.
Das Mädel war auch schon bei H & M shoppen (der ist gleich umme Ecke) - nach einer Viertelstunde Star Wars Socken kaufen gehen ist sie aber fix und fertig, weil Fahrstuhl gefahren, brav an der Kasse gewartet, Welpen im Spiegel getroffen und viiiiele Leute gesehen. Das reicht dann auch erstmal wieder.
Einem aufgedrehten Welpen sieht man wirklich nicht einfach an, wie erschöpft er ist. Aber bei Mbhali kann ich durch das Beobachten schon erkennen, wann es Zeit für eine Bremse ist. Sie setzt kleine, feine Zeichen, die ich beachte.
Eine Faustregel für mich: Viele Reize = Zeit kürzer, relativ reizarmes Umfeld = Zeit etwas länger.
Ich würde nicht im Traum auf die Idee kommen, mit ihr eine zeitlich und zahlenmäßig große RR-Runde mitzugehen. Mir (bzw. ihr) wäre die Strecke zu lang - tragen wäre für sie eher richtig stressig. Und mir wäre auch die Gruppendynamik in einem Pulk Hunde too much für so einen Zwerg.
Einen Wochenplan mit genauen Zeitangaben kann man nicht erstellen *find* - es sind Individuen. Aber es sind Babies / Kinder, und das sollte man im Hinterkopf haben.
Nur meine Meinung und meine Vorgehensweise...
Liebe Grüße
Susanne mit Bukoko und Mbhali


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