Diese Fragestellung hat jetzt sicherlich nichts damit zu tun, dass mindestens einer deiner Rüden gechippt war/ist und der andere kastriert wurde. Schön zu sehen, dass du nun auch die mit deiner Frage motivieren konntest herauszukommen, die sich bisher nicht herausgewagt hatten. Chippendales & friends - da muss ich wirklich
Abgesehen davon, dass man auch einen Familienhund mal zu einer Ausstellung schleppen kann, sind Ausstellungen IMO wichtig für jeden, der mit seinem Hund züchten möchte. Aber das ist hier nicht das Thema.
Du stellst sehr interessante Fragen und ich denke, dass sich viele Deckrüdenbesitzer diese im Vorfeld stellen und ein bisschen hin- und hergerissen sind. Mein erster Rüde (ein Labrador) kam wegen fehlender Papiere, Wesens- und äußeren Mängeln nie "zum Einsatz", daher konnte ich nur auf die Erfahrung anderer zurückgreifen. Die einhellige Meinung derjenigen, die ich dazu im Vorfeld befragt habe und die sich meiner Meinung nach mit dem Thema auskannten, war, dass sich ein Rüde, der charakterlich in Ordnung ist und gut im Gehorsam steht, durch den Deckakt nicht zum Nachteil verändern wird. Dem kann ich jetzt zustimmen.
Vielleicht könntest du noch recherchieren, ob die Auslandseinsätze dabei mitgerechnet werden. Eventuell sind es im Endeffekt sogar mehr als sechs.
Würde ich auch gut finden. Ich habe neulich bei einer Ausstellungsankündigung gesehen, dass eine BHP zum Ausstellen in der Gebrauchshundeklasse reichen würde. Wäre dir das auch genug?
Siehst du das wirklich als Argument für die Möglichkeit des Deckeinsatzes mit 20 bzw. 24 Monaten an? Ich nicht.
Ich habe im Vorfeld u.a. mit einer befreundeten Retrieverzüchterin gesprochen, die mir berichtete, dass angeblich in UK mit Retrievern bereits mit 9 Monaten "Probewürfe" gemacht werden, um das Potenzial abzuschätzen. Ob das noch aktuell ist? Was mit den Hunden passiert, die nicht den Anforderungen entsprechen... Tja, man weiß es nicht.
Hier verstehe ich die Züchter nicht, die für ihren Wurf einen Rüden einsetzen, der bereits x-mal gedeckt hat. Das muss man doch sehen? Trotzdem, eine Herabsetzung der Deckakte pro Jahr wäre mit Sicherheit nicht schädlich.
Dann miete dir zwei oder drei Busse und fahre deine Anhänger zur nächsten MGV. Das sollte ausreichen, um die notwendigen Mehrheiten zu bekommen
Welches wären die für dich relevanten Wesenseigenschaften, die du kennen müsstest, um einen Deckeinsatz in Erwägung zu ziehen und die du für deinen Hund im Alter von 20 Monaten noch nicht einschätzen kannst? Die Frage können gerne alle beantworten, die einen Deckeinsatz mit 3+ Jahren vehement befürworten.
Ist dein Eindruck, dass die von dir beschriebenen Hunde im Deckeinsatz diese Wesenseigenschaften erst spät, also nach der ZZP, gezeigt haben (sofern du von Vereinen sprichst, in denen es die gibt)?
Bislang würde ich das so unterschreiben. Mal schauen, was die Zukunft bringt.
Viele Grüße,
Stefanie mit BamBam
He is your friend, your partner, your defender, your dog.
You are his life, his love, his leader.
He will be yours, faithful and true, to the last beat of his heart.
You owe it to him to be worthy of such devotion.
Hallo Stefanie,
eine für mich ganz entscheidende Wesenseigenschaft wäre die Verträglichkeit mit gleichgeschlechtlichen Artgenossen. Wenn wir vom RR als Spätentwickler sprechen kann ich dann mit 20 Monaten garantieren, dass diese Eigenschaft positiv oder negativ belegt ist ?
Ansonsten hat Feli es schon ganz gut beschrieben. Ich würde so manchen Ausstellungsrüden gerne mal unter normalen Bedingungen sehen und ich wäre auch wieder für die Einführung der Dopingkontrolle, die es vor Jahren schonmal gab.
Mich kannst du in der Beziehung aber eh nicht für "voll" nehmen, ich habe da ganz eigene Vorstellungen was Gesundheit aber auch Wesen anbelangt. Wenn sich meine Vorstellungen durchsetzen würden gäbe es vielleicht 50 statt 800 Welpen pro Jahr.
lg
Jörg
Geändert von Juchhu (09.07.2010 um 11:00 Uhr)
Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
Mach mehr mit und aus Deinem Hund.
Und lass es zu, dass aus einem "Nur dabei"-Hund ein "Mittendrin"-Hund wird.
Selbstverständlich.
Reduzierst DU aber die offizielle Anzahl der Welpen pro Jahr,
geht der Preis hoch.
Das wiederum macht es für Hinterhofvermehrer noch attraktiver,
in diesem Markt weiter einzudringen.
Absolut führt es zu höheren Preisen bei durchschnittlich schlechterer Welpenqualität.
Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
Mach mehr mit und aus Deinem Hund.
Und lass es zu, dass aus einem "Nur dabei"-Hund ein "Mittendrin"-Hund wird.
Ich pflege die deutschen Regelungen NICHT in den Himmel zu heben...wäre dem so...müssten wir in D Hunde von unglaublich tollem Niveau haben - im europäischen Vergleich sehe ich allerdings nicht unbedingt einen Vorsprung für D...weder was Wesen, anatomische Qualität, jagdlicher Einsatz...etc...angeht...
Mit Fingern auf Länder/Fälle zu zeigen...in denen Hunde in für uns ungewöhnlich jungem Alter zur Zucht eingesetzt werden ist einfach... vielleicht macht man sich aber vor Verurteilung ein neutrales Bild, spricht mit (erfahrenen) Züchter und nimmt mal mit offenem Geist das FÜR und WIDER auf - dann wird man sehr schnell feststellen...dass es kein schwarz oder weiss gibt... sondern wirklich sehr individuelle Argumente... ja...diese eben auch FÜR einen frühen Zuchteinsatz.
Reisserisch mit dem Finger auf dem Kalender ein Urteil fällen...ob es sich um einen "guten" oder "schlechten" Züchter handelt...ist mir persönlich viel zu platt und einseitig...
LG Kerstin
Geändert von nothle (09.07.2010 um 20:01 Uhr)
geht´s hier jetzt wieder um persönliche Animositäten oder weiter um Ideen wie man ZOen verbessern könnte was die Rüdeneinsätze angeht?
Im ersteren Fall bin ich raus
Punish the deed, not the breed. Look at the hand holding the lead.
Feli ich brauch die Frage net beantworten oder? Du weißt worum es mir geht..
Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gerne hätten
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
Lesezeichen