Hallo,

wie schon von anderen geschrieben, ist eine Ferndiagnose hauptsächlich Vermutung aufgrund der Vorstellungskraft des Lesenden. Mir kam beim Lesen deines Posts folgendes in den Sinn:

Wenn deine Hündin oft von Rüden angeknurrt wird, dann ist das meiner Meinung nach auch eine Ansage, dass deine Hündin gern die Individualdistanz anderer Hunde missachtet. Das Knurren oder Grummeln, wie ich das nenne, ist einfach eine Geste, die deiner Hündin zeigt, sie solle nicht so nah ran kommen. Das kann auch dann geschehen, wenn der Rüde eigentlich zu deiner Hündin läuft.
Als nächstes fragst du, warum fenau dieser Rüde sich deiner Hündin gegenüber so schroff verhalten hat. Ich denke, das hat auch damit zu tun, dass dieses Verhalten des Rüden für seinen Halter normal ist. Er zeigt seinem Hund nicht, wenn er zu grob wird und somit bekommt dieser Rüde von seinem Herrn keine Grenzen gesetzt im Spiel mit anderen Hunden. Genau solche Halter haben aber dann die größte Fresse, wenn ihr Hund mal an den richtigen Gegner kommt und mal die Hucke voll bekommt. Ich finde das fahrlässig und dem Hund gegenüber falsch.

Ich war heute wieder mit meinen Jungs mit 3 weiteren Hunden Gassi. Unsere Freundin Josie (Labbimädel, kastriert, und die zwei Sheppards (Rüde und Hündin, beide kastriert). Mir fiel auf, obwohl meine beiden die Jüngsten waren, dass sie eigentlich die ruhigsten Hunde in der Gruppe waren. Die Shep Hündin kläfft viel und versucht aufzumischen bzw. will zu wilden Spielen animieren. Mit einer Eselsgeduld ertrugen meine zwei diese Anmache. Würde aber hier einer richtig mobben, dann würden wir Halter einig das unterbinden. Mit unbekannten Hunden wilde Spiele laufen gerne mal aus dem Ruder, wenn man als Halter nicht rechtzeitig unterbricht. In diesem Punkt hast du dich absolut richtig verhalten, als du mit deinem Hund die Situation verlassen hast. Es wäre schön gewesen, wenn du mit dem Halter ein ruhiges Gespräch hättest führen können um ihm klarzumachen dass du das nicht möchtest und er mehr auf seinen Hund einwirkt.

LG

Heike