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Thema: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

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  1. #1
    Basihma, Billie und Nafia Avatar von Rosemarie Karsten
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte


    Des Weibes Liebe hat ein Falkenauge.


    IMG_0909 0810 vc3_filtered.jpg


    Christoph Martin Wieland



    Kleine Anmerkung zum Falken:

    In Ägypten galt er wegen "seiner Kraft, Schönheit und seines hohen Flugs" als göttliches Symboltier. Der Falke ist u.a. das heilige Tier des Sonnengottes Re, und der Gott Horus, der die finsteren Mächte besiegt, erscheint in der ägyptischen Mythologie oft in Gestalt eines Falken oder eines Menschen mit Falkenkopf.

    Die Helden der russischen Märchen verwandeln sich gerne in Falken, um schwierige Aufgaben zu bewältigen. Berühmtestes Beispiel ist der Märchenheld Finist-Strahlender Falke.

    Bei den Kelten zählte der Falke als Übermittler zwischen dieser und der Anderswelt. Auch in der slawischen Mythologie ist der Falke (Sokol) eine Gestalt der Sonne und des Lichts.
    Geändert von Rosemarie Karsten (02.08.2011 um 18:10 Uhr)
    Nafia und Bashira, Basihma und Billie im Herzen

  2. #2
    Basihma, Billie und Nafia Avatar von Rosemarie Karsten
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte



    Wer schon auf dem Meeresgrund war,
    fürchtet sich nicht mehr vor Pfützen.


    6253.jpg


    Arthur Lassen
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  3. #3
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Off-Topic:

    Rosemarie, was ist los mit Dir heute ? Wurde ein Lokalverbot in der Bibliothek für Dich bzw Deine Hunde aufgehoben, oder so was ?
    Diese Fersvluten machen einen ganz kirre ....

    Geändert von Benutzername (02.08.2011 um 18:41 Uhr)

  4. #4
    Basihma, Billie und Nafia Avatar von Rosemarie Karsten
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Zitat Zitat von Benutzername Beitrag anzeigen
    Off-Topic:

    Rosemarie, was ist los mit Dir heute ? Wurde ein Lokalverbot in der Bibliothek für Dich bzw Deine Hunde aufgehoben, oder so was ?
    Diese Fersvluten machen einen ganz kirre ....


    Keine Sorge...
    Ich habe bloß "Anwandlungen"
    Macht Spaß

    LG Rosemarie


    p.s. ich dachte, hier sind Versfluten erwünscht
    Geändert von Rosemarie Karsten (02.08.2011 um 19:35 Uhr)
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  5. #5
    Basihma, Billie und Nafia Avatar von Rosemarie Karsten
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Mancher will fliegen, ehe er Federn hat. ( Billie )


    billie.jpg


    Deutsches Sprichwort
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  6. #6
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    "Solange Menschen denken,
    dass Tier nicht fühlen können,
    müssen Tiere fühlen,
    dass Menschen nicht denken können."

    ************
    (Paracelsus)


    HG
    Christl
    Bahari,
    no matter how far or where you may be
    I just close my eyes and you're in my dreams.
    And there you will be until we meet.

  7. #7
    Basihma, Billie und Nafia Avatar von Rosemarie Karsten
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte


    Engel

    Engel kommen in verschiedenen Gewändern
    und verwandeln sich ständig.

    Manchmal ist es deine Freundin,
    dein Freund, die dir ein Wort sagen.

    Manchmal ist es ein Kind im Supermarkt,
    das dich liebevoll anlächelt und verzaubert.

    Manchmal ist es der Anblick eines Menschen,
    der dir den Atem raubt.

    Manchmal ist es auch dein Hund,
    der dir eine Botschaft mitbringt.


    6254.jpg


    In Anlehnung an
    Afschin Kamrani
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  8. #8
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Als ich die junge Clitia
    Schön, wie ein Tag im Frühling, sah,
    Rief ich: welch reizendes Gesicht!
    O Schade! dass sie doch nicht spricht!
    Sie sprach, und nun war ich ganz Ohr,
    Kaum stammelt sie zwei Worte vor;
    So rief ich: welch ein schön Gesicht!
    Nur ewig Schade! dass sie spricht

    [Christian Weiße]
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  9. #9
    Basihma, Billie und Nafia Avatar von Rosemarie Karsten
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte



    Zuneigung finden
    mit ehrlichen Worten

    Vertrauen gewinnen
    mit aufrechtem Blick

    Wesen berühren
    mit echtem Verstehen

    wahrhaft Mensch sein
    mit Tiefe und Herz


    6260.jpg


    Hans-Christoph Neuer
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  10. #10
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Die Gans erwacht im fremden Forst,
    Sie sitzt in einem Adlerhorst,
    Sie schaut sich um und denkt betroffen,
    Mein lieber Schwan, war ich besoffen

  11. #11
    Basihma, Billie und Nafia Avatar von Rosemarie Karsten
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Freundschaft ist wie eine Seele,
    die in zwei Körpern wohnt.

    IMG_7790.jpg

    Geändert von Rosemarie Karsten (02.08.2011 um 19:28 Uhr)
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  12. #12
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Der Lattenzaun
    Es war einmal ein Lattenzaun,
    mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.
    Ein Architekt, der dieses sah,
    stand eines Abends plötzlich da -
    und nahm den Zwischenraum heraus
    und baute draus ein großes Haus.
    Der Zaun indessen stand ganz dumm
    mit Latten ohne was herum,
    ein Anblick gräßlich und gemein.
    Drum zog ihn der Senat auch ein.
    Der Architekt jedoch entfloh
    nach Afri - od - Ameriko.

    [Christian Morgenstern]

  13. #13
    Soul mate Bitch Avatar von Perro
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Tierlieben.

    Der Hahn vor Wonne fast verrückt,
    am Boden alle Hennen beglückt.
    Und ist er dort fertig dann geht es heiter,
    oben auf der Leiter Weiter.

    Der Rehbock auf die Ricke steigt,
    kernig ihr den Rücken reibt.
    Und ist er dort fertig dann geht es munter,
    auf der Nächsten rauf und runter.

    Der Rüde seine Hündin behüpft,
    entschlossen ihr ins Innre` schlüpft
    Und ist er dort fertig dann geht er weiter,
    „Ich komme gleich noch mal, dann geht es weiter."

    Jasmin.


    "Fortiter in re, suaviter in modo."

    "Aber jeder nur ein Kreuz"

    __________________________________________________ ___________________

    Ein Hund auf dem Sofa ist mit Sicherheit keine Vermenschlichung. Es ist ein Hund auf dem Sofa, mehr nicht. Es ist ein Hund auf einem bequemen Ruheplatz.



  14. #14
    Solar Power User Avatar von shirotora
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Johann Wolfgang von Schiller

    Der Zauberhandschuh

    Hat der alte Koenig Franz
    sich doch einmal wegbegeben!
    Und nun sollen seine Loewen
    auch nach meinem Willen leben....

    hmm, irgendwie ging das anders...
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  15. #15
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Zitat Zitat von shirotora Beitrag anzeigen
    Johann Wolfgang von Schiller

    Der Zauberhandschuh

    Hat der alte Koenig Franz
    sich doch einmal wegbegeben!
    Und nun sollen seine Loewen
    auch nach meinem Willen leben....

    hmm, irgendwie ging das anders...
    Genau - da war noch was mit: Festgemauert in der Erde steht die Form aus Lehm gebrannt und durch diese hohle Gasse muß er kommen... oder so
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    Man muß oft erst nachdenken, worüber man sich freut, aber man weiß immer, worüber man traurig ist...

  16. #16
    Solar Power User Avatar von shirotora
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Zitat Zitat von HeikeCR Beitrag anzeigen
    Genau - da war noch was mit: Festgemauert in der Erde steht die Form aus Lehm gebrannt und durch diese hohle Gasse muß er kommen... oder so
    Hier die Kurzfassung:

    "Loch in Erde,
    Bronze rin,
    Glocke fertig,
    Bim bim bim."
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  17. #17
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von HeikeCR
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

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    Man muß oft erst nachdenken, worüber man sich freut, aber man weiß immer, worüber man traurig ist...

  18. #18
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Dann darf DER aber auch nicht fehlen:

    http://www.youtube.com/watch?v=ayvXxADjACg
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    Man muß oft erst nachdenken, worüber man sich freut, aber man weiß immer, worüber man traurig ist...

  19. #19
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    IMG_1221.jpg Mein Engelmädchen Alina

    • Er ist mein drittes Auge, das über die Wolken blickt,
      mein drittes Ohr, das über die Winde lauscht.
      Er ist der Teil von mir, der sich bis zum Meer erstreckt.
      Wie er sich an meine Beine lehnt,
      beim leisesten Lächeln mit dem Schwanz wedelt,
      seinen Schmerz zeigt, wenn ich ohne ihn ausgehe,
      all das sagt mir tausendmal,
      dass ich der einzige Grund seines Daseins bin.

      Habe ich Unrecht, verzeiht er mir mit Wonne.
      Bin ich wütend, bringt er mich zu lachen.
      Bin ich glücklich, wird er vor Freude fast verrückt.
      Mache ich mich zu Narren, sieht er darüber hinweg.
      Gelingt mir etwas, lobt er mich.

      Ohne ihn bin ich ein Mensch unter vielen.
      Mit ihm bin ich stark.
      Er ist die Treue selbst.
      Er lehrt mich die Bedeutung der Hingabe.
      Durch ihn erfahre ich seelischen Trost und inneren Frieden.

      Er lehrt mich verstehen, wo vorher meine Ignoranz war.
      Sein Kopf auf meinem Knie heilt meine menschlichen Schmerzen.
      Seine Gegenwart schützt mich
      vor Dunkelheit und Unbekanntem.
      Er versprach auf mich zu warten, wann und wo auch immer,
      denn ich könnte ihn ja brauchen.
      Und ich brauche ihn - wie schon immer.

      Er ist eben mein Hund.


  20. #20
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Die Dinge im Leben entwickeln sich

    erstens ein wenig zufällig,

    zweitens ein wenig, weil man möchte,

    das sie sich so entwickeln,

    und dann steckt da noch

    drittens ein bisschen Schicksal dahinter


    von Carlos De Benedetti

  21. #21
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Löwenmacher

    Drei Brahmanensöhne gingen,
    wohl geschickt in allen Dingen,
    wandern in die weite Welt.
    Sie gedachten, vieles Geld
    Dort, vermöge ihre Kunst,
    Ehrenstellen, Fürstengunst,
    Ruhm und Beifall zu erlangen
    und dereinst im Glück zu prangen.


    Was m Kopf nur wollte haften
    von geheimen Wissenschaften,
    hatten alles sie gelernt,
    jahrelang der Welt entfernt.
    In der schwarzen Kunst Bereich
    tat es ihnen keiner gleich,
    und was war und was gewesen,
    alles hatten sie gelesen.


    Eines Tags mit schnellen Tritten
    kam ein Wandersmann geschritten,
    schloss sich diesen dreien an.
    "Sprich, wer bist du, fremder Mann?"
    Dieser gab das Wort zurück:
    "Fürstengunst und Ruhm und Glück
    in der Welt mir zu gewinnen,
    zieh ich aus mit leichten Sinnen!"


    "Sprich, was lerntest du, was weißt du?
    Welcher Künste Meister heißt du?"
    "Lernen tat ich nichts, ihr Herrn!
    Ich vertraue meinem Stern.
    Ich bin pfiffig und gewandt,
    und gesund ist mein Verstand,
    Das genügt bei allen Sachen,
    um damit sein Glück zu machen!"


    "Ach, umsonst ist all dein Streben!
    Dafür wird kein Mensch was geben!
    Wandre nur in guter Ruh
    wieder deiner Heimat zu!
    Aber wir - wir sind gelehrt!
    Uns're Kunst ist Goldes wert!
    Der Verstand ist das Gemeine,
    doch Gelehrsamkeit das Feine!"


    Als sie eben so gesprochen,
    fanden eines Löwen Knochen
    sie am Wege rings verstreut,
    und der eine rief erfreut:
    "Ha, nun zeiget diesem Mann,
    was ein jeder von uns kann!
    Ward uns doch die Kunst gegeben,
    diesen Löwen zu beleben!"


    Und die Knochen nahm der eine,
    legte sorgsam Bein zu Beine,
    und der zweite fügte dann
    Fleisch und Fell behutsam an.
    Doch der dritte sprach: "Nun seht,
    was ein weiser Mann versteht!
    Jetzt will ich in seine Nasen
    den lebend'gen Odem blasen!"


    Doch der Fremde rief: "Ihr wisst es,
    denkt daran, ein Löwe ist es!
    Glaubet mir, er frisst euch auf!"
    Doch der dritte schrie darauf:
    "Meinest du, der Weisheit Kraft
    und die Kunst der Wissenschaft
    soll in meinen Händen schlafen,
    da wir es so günstig traten?!"


    "Ach, entschuldigt, " sprach der vierte,
    "wenn ich ungelehrsam irrte.
    Gebt mir eines Weilchens Raum,
    bis ich stieg auf jenen Baum!"
    Als er saß auf sich'rem Ast,
    rief der dritte: "Aufgepasst!
    Jetzt wird meine Kunst das Leben
    diesem toten Löwen geben!"


    Hei! wie sich das Untier reckte
    und die mächt'gen Glieder streckte,
    mit dem Schweif die Flanken schlug
    und so stolz die Mähne trug!
    Brüllte darauf grauenhaft,
    schlug mit seiner Pranken Kraft
    alle drei zu Boden nieder
    und verzehrte ihre Glieder. -


    Als der Löwe fortgegangen,
    stieg der Fremde ohne Bangen
    von dem sicher'n Ast herab,
    griff zu seinem Wanderstab,
    sprach: "Zwar bin ich ungelehrt,
    doch Verstand ist auch was wert!
    Hätt' ich solche Kunst besessen,
    wär' auch ich mit aufgefressen!"

    (Heinrich Seidel)
    Geändert von Perro (01.06.2012 um 09:33 Uhr)


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  22. #22
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    Der Lattenzaun



    Es war einmal ein Lattenzaun,
    mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.
    Ein Architekt, der dieses sah,
    stand eines Abends plötzlich da -
    und nahm den Zwischenraum heraus
    und baute draus ein großes Haus.

    Der Zaun indessen stand ganz dumm
    mit Latten ohne was herum,
    ein Anblick gräßlich und gemein.
    Drum zog ihn der Senat auch ein.
    Der Architekt jedoch entfloh
    nach Afri - od - Ameriko.

  23. #23
    Soul mate Bitch Avatar von Perro
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    Die Bedeutung des Hundes für den Menschen...


    Als Mutter Erde das jüngste Kind von ihr und Vater Sonne gebar, kamen alle älteren Kinder ans Kinderbett, um ihr neues Geschwisterchen zu begrüßen und zu bewundern. “Es heißt Mensch”, flüsterte die Mutter Erde ihren Kindern zu. “Es wird einst ein Paradies für uns alle da sein, doch bis dahin wird es noch viel lernen müssen und es wird uns allen viele Veränderungen bescheren. Damit es wachsen kann braucht es unsere und auch eure Hilfe.”

    Die Kinder der Erde waren ganz hingerissen von diesem neuen Wesen und alle, diesie hier versammelt waren, boten dem Kind feierlich ihre ganz besonderen Kräfte an und stellten sich als Lehrer und Vorbilder zur Verfügung. Der Fels sprach:“Ich werde dem Kind Halt und Boden geben, es soll auf mir leben und in mir Schutz und Wohnung finden. Ich werde es nach und nach ins Geheimnis der Struktur und Form einweihen und es lehren, stabil und standfest zu werden. ” DerBaum sprach: “Ich werde es lehren, die Schöpfungskraft der Erde und des Himmels zu vereinen und werde ihm mit meinem Holz und meinen Früchten zum leiblichen und seelischen Wohl dienen.” Der Büffel sprach: “Ich werde es mit meinem Körper ernähren und ihm Kraft und Wärme spenden, damit es wachsen und gedeihen kann.”Der Adler öffnete seine mächtigen Flügel und sprach: “Ich werde seinen Blickweit oben ins Licht tragen, damit es Vater Sonne ins Angesicht schauen kann und sich zu seinem Ebenbild entwickelt.”

    So kam ein Lebewesen nach dem anderen und sie alle boten dem Kind ihre Hilfeund ihr Wissen an, denn sie alle liebten es. Ganz am Schluss kam der alte Wolf. Er blickte das noch kleine Geschöpf lange an und sprach : “Ich werde ihm einFührer sein, werde ihm zeigen, wie es sich im Leben behaupten muss und wie es seinem Schicksalsplan weise folgen kann. Doch meine Lehre wird es erst in vielen Daseinsjahren annehmen können, bis dahin braucht es erst einen Freund, der ihm hilft, ihn tröstet, der es schützt und ihm die Liebe zu sich selber lehrt.”

    Damit drehte er sich um und schaute lange stumm in sein Rudel. Er befahl einen verspielten, lebhaften jungen Wolf zu sich und sprach: “Du mein jüngster Sohn wirst die Aufgabe erhalten, diesem jüngsten Kind unserer großen Mutter Erde als treuer Freund zur Seite zu stehen. Begleite es treu und pass auf es auf. Es wird uns allen mit seiner Neugierde und Aufgewecktheit viel Ärger machen und es wird sich häufig selbst sehr weh tun. Dann, mein Sohn musst du es an sein Gutsein und Richtigsein erinnern, du musst ihm zeigen, dass wir, die älterenGeschwister, es immer lieben und uns freuen über sein Wachstum.” Der junge Wolf schaute seinen Vater ernst an und nickte: “Das will ich tun Vater.” Dann drehte er sich um und schaute auf das Menschenkind. Seine Augen wurden ganz sanft und weich und seine Rute wedelte kaum merklich. Die Mutter Erde flüsterte ihm ganz sanft zu: “Nun kleiner Wolf, wirst Du ewig im Bann des Menschen bleiben und Dein Volk verlassen. Du bist nun nicht mehr ein Wolf, ab heute sollst Du Hund genannt werden, was soviel bedeutet wie:
    “Der die wahre Freundschaft lehrt”.

    Geändert von Perro (30.06.2012 um 10:17 Uhr)


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    Ein Hund auf dem Sofa ist mit Sicherheit keine Vermenschlichung. Es ist ein Hund auf dem Sofa, mehr nicht. Es ist ein Hund auf einem bequemen Ruheplatz.



  24. #24
    zweiaufeinenstreich
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    HOCHMUT HAT UNS - BLIND - GEMACHT
    FÜR DIE ARMUT DIESER WELT.

    HASS HAT UNS - TAUB - GEMACHT
    FÜR ALL DAS WEINEN UNTERM HIMMELSZELT.

    FEIGHEIT HAT UNS - STUMM - GEMACHT
    DAS UNRECHT AUSZUSPRECHEN.

    FAULHEIT HAT UNS - LAHM - GEMACHT
    DIE MAUERN ZWISCHEN UNS ABZUBRECHEN.

    SAGE MIR, WAS MUSS DENN BLOß GESCHEHN,
    DASS WIR MENSCHEN WIEDER SEHN,
    ENDLICH HÖREN, SPRECHEN UND AUCH WIEDER GEHN?

    MENSCH, WIE WÄR DANN DAS LEBEN SCHÖN.

    Heike

  25. #25
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    Standard AW: Meine Gedichte, meine Lieblingsgedichte

    Mensch, Warum?
    Du hast in meine Augen gesehen,
    da war es schon um dich geschehen,
    Du hast mich mit nach Hause genommen,
    ich bin ganz neugierig mitgekommen.

    Du hast mich stolz spazieren geführt,
    die Bewunderung der Passanten gespürt.
    Du hast mit mir getobt und gespielt,
    und dich eine Weile glücklich gefühlt.

    Dann hab ich auf den Teppich gemacht,
    da hast du nicht mehr so freudig gelacht.
    Dann mußt du fort, ich weiß nicht wohin,
    ich hab nur gespürt, wie lästig ich bin.

    Dann wurde ich größer, dir fehlte die Zeit,
    ich wollte zwar brav sein, doch bald gab es Streit,
    dann hab' ich vor Angst die Möbel zerkaut,
    das war dir zuviel, und du wurdest laut.

    Du hast von Erziehung und Härte gesprochen,
    und ich habe deinen Zorn gerochen.
    Du hast mich verbannt aus deinem Haus,
    aus dem Zwinger kam ich nur noch selten raus.

    Du hast mir Futter und Wasser gegeben
    und gedacht, das sei genug für mein Leben.
    Du hast ein neues Spielzeug gefunden -
    hattest die Nase voll von uns Hunden.

    Dann wurde ich krank, lag einsam im Stroh,
    ich dachte, mein Herz wird nie wieder froh.
    Dann hast du bei mir nicht mehr saubergemacht,
    mir nur noch meinen Freßnapf gebracht.

    Da hab' ich gewußt, bald ist es vorbei,
    denn niemand hört meinen stummen Schrei.
    Dann ging ich hinüber, weit von dir fort,
    an einen neuen, besseren Ort.

    Es bleibt nur ein trauriger Blick zurück.
    Soviel Leid für ein klein wenig Glück?
    Ich frage dich, warum liebtest du mich?
    Ich war doch nur ein Spielzeug für dich.

    Du hast mich gewollt, du hast mich bekommen,
    du hast mir mein ganzes Leben genommen.
    Warum liebtest du mich? Hast mich niemals begriffen.
    Hast auf alle meine Gefühle gepfiffen.
    Dein Herz ist kalt, wird niemals warm.
    Bei all dem Spielzeug bist du - arm...

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