- "Lasset uns wieder wild alles durcheinander decken ..."?
Tolle Reaktion!
Aber bei solch einer Einstellung, eventuell das Beste für die Hunde.



- "Lasset uns wieder wild alles durcheinander decken ..."?
Tolle Reaktion!
Aber bei solch einer Einstellung, eventuell das Beste für die Hunde.
Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.
(Robert Lembke)
Ernsthaft, WIEVIELE RR`s auf einer Ausstellung entsprechen denn tatsächlich dem Standard Nr. 146?
http://www.fci.be/Nomenclature/Standards/146g06-de.pdf
"Der RhodesianRidgeback sollte einen ausgewogen gebauten, starken, muskulösen,wendigen und aktiven Hund darstellen, symmetrisch im Profil undbei mittlerer Geschwindigkeit äusserst ausdauernd."
Es soll genug Halter geben, die völlig entsetzt gucken, wenn man berichtet, dass man mit einem ( mitunter sogar älteren ) RR vollkommen problemlos eine Tageswanderung veranstaltet.....
"Das Hauptaugenmerk ist auf Beweglichkeit, Eleganz und funktionale Gesundheit ohne irgendwelche Tendenzen zu einer massivenErscheinung zu legen."
"Die erwünschten Widerristhöhen sind :Rüden : 63 cm (25’’) bis 69 cm (27’’).Hündinnen : 61 cm (24’’) bis 66 cm (26’’).Gewicht :Rüden : 36,5 kg (80 lbs).Hündinnen : 32 kg (70 lbs).FEHLER : Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten mussals Fehler angesehen werden,"
https://www.rhodesian-ridgeback-foru...ammelfred.html (Größe und Gewicht Sammelfred ...)
Wer die Muße hat, sich den letzten Faden mal komplett anzugucken, wird sich über den Standard nur noch schlapp lachen....und wie oft dieser Smiley () sowie ein "LIKE" gesetzt wird....da erübrigt sich das ganze Theater um einen Standard, der in der Theorie ganz wunderbar klingt, aber mit der Praxis nicht mehr das Geringste zu tun hat.
Sie sind, wie sie sind.
Wunderschön, viel zu jung viel zu groß und vor allem viel zu schwer......und letzendlich "Only for loving".....und Gott sei Dank nicht zu häufig " Only to pamper the vanity of their owner".
LG, Suse
(MIST. Fields wiegt ein Kilo zu viel UND hat.....keine geraden Vorderbeine)
(Btw, der RR auf dem Titelbild des Buches ist...äh.....irgendwie etwas massig geraten. Könnte durchaus mehr Taille haben.)
Geändert von spechti (14.02.2019 um 23:07 Uhr)
Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.
- Martin Luther King -
Ich hab`mal angefangen....2008, vor gut elf Jahren also, waren die meisten RR`s im o.g. Faden, zumindest die Rüden, bereits DEUTLICHST über dem Standard.
Elf Jahre sind in der Zucht durchaus ein Zeitraum, in dem man bereits auf "Rückkehr zum Standard Nr. 146" hätte züchten können.....weshalb ist das wohl nicht passiert?
Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.
- Martin Luther King -





Weil die Kundschaft zwar einen RR will, ABER: bitte dürr wie ne Gazelle, oder so dunkel wie ein Schoko-Labi und so gross wie ne Dogge und bitte nicht so arg ursprünglich, lieber bisi zurückhaltend und leichtführig wie ein Pudel und wenn wir schon dabei sind, dann auch gerne mit einem gehörigen will to please sowie beim Schäfer.
Da fragt man sich zurecht warum es denn trotzdem ein RR sein soll und nicht einfach einer der anderen Rassen die eh besser passen würden.
Ich bin Fan von Ridgebacks und ich hätte gerne einen der so ist wie er gemäss Standart auch sein sollte nur da muss ich langsam weit suchen gehen. Kima ist einer der dem Standart nahezu entspricht, ok er dürfte bissi weiger wiegen aber ansonsten ist da "drin was auch drauf steht." Ich habe mich einmal für diese Rasse entschiede, weil mir der Hund aus dem Rassestandart zugesagt hat.
Gruss aus der Schweiz
Dany
Ich mag Menschen die sagen was sie denken.
Noch mehr mag ich Menschen die zuerst denken bevor sie los plappern!



Ja Dany, das ist der Hintergrund meiner Frage.
Wer sind denn die "guten, verantwortungsvollen Züchter" die genau diese Kundenwunschhunde auf Ausstellungen präsentieren und auch prämiert werden? Wo bleibt denn da die "Verantwortung" der Richter gegenüber der Rasse mit seinem Standard, der vor hundert Jahren für einen definierten Gebrauchshund festgelegt wurde.
Bei meinem letzten Besuch einer Ausstellung 2018 in Leipzig hat mir ein Aussteller auf meine Frage nach der Größe gesagt, dass er sich nicht mehr erinnern kann, wann das letzte mal eine Messung durch die Richter stattgefunden hätte. - Aber durchweg schöne Hunde waren da zu sehen -![]()
Kann sein, dass die letzten weißen Farmer in Südafrika bei der momentanen Lage wieder Wert auf einen Wachhund im Standard von 1922 legen - aber hier?
Der Standard ist nicht das Problem des RR als unser Luxushund, wohl aber seine Gesundheit!
VG
Marlies
Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.
(Robert Lembke)
Gesundheit sollte ganz klar im Vordergrund stehen.
(Größe, Gewicht, DS...)
Ebenso wichtig, ist aber den Fokus auf das Wesen des Ridgebacks zu legen.
Hier in Deutschland kann niemand einen "typischen" Ridgeback "gebrauchen".
Jagdtrieb extrem, ausgeprägten Schutztrieb, Unverträglichkeit - führt dazu das zu viele Hunde in den Auffangstellen oder Tierheim landen oder ein schlechtes Leben führen.
Jeder Züchter, der darauf umstellt und Wert legt und nicht die typischen Afrikaner anpreist, gehört bevorzugt.
Leider kann das Wesen auf Ausstellungen nicht beurteilt werden, aber das will ja keiner ändern.
Ich habe Hunde im Ring laufen sehen, die keinen Mucks machen und außerhalb kaum zu händeln sind.
Samu ist auch zu groß und zu dunkel, immerhin ein Leichtfuß - hat aber einen wunderbaren Charakter - das konnte ich von meinen ersten Ridgebacks (1998 und 2002) so gar nicht behaupten. Die waren fast Standard aber "typisch" Ridgeback. Geliebt hab ich sie trotzdem und vermisse sie.
VG Brigitte mit Shari & Samu
Wo fang ich an...?
Vielleicht mal mit dem Wesen. Der Standard zum Wesen wortwörtlich: "Würdevoll, intelligent, Fremden gegenüber zurückhaltend, aber ohne Anzeichen von Aggressivität oder Scheu." Nicht weniger steht da - aber vor allem auch nicht mehr. Ich finde, das klingt eigentlich genau nach dem, was einen ja am RR (außer der Optik) mal generell fasziniert oder faszinieren könnte. Zumindest meine Erstbegegnung mit einem RR war dergestalt, dass sich vor allem das im Standard beschriebene Wesen bei dieser Hündin gezeigt und mich nachhaltig an diese Rasse gebunden hat. Im Standard steht nix von Unverträglichkeiten oder extremem Wach- oder Jagdtrieben. Die Genese der Rasse mag das teil- und verständlicherweise noch mit sich bringen - aber mit dem Standard haben diese hier im Luxuskötercountry unerwünschten Eigenschaften per se einfach nix zu tun. Ein "ursprünglicher" RR (den man vor allem als komisches Werbekonstrukt so mancher Züchter und "Züchter" findet) ist nicht zwangsläufig ein Standard-RR. "Ursprünglich" ist nicht gleich automatisch "im Standard". Und die im Standard aufgelisteten Wesenseigenschaften finde ich durchaus - selbst für deutsche Verhältnisse und Luxusköter - durchaus händelbar, wenn nicht sogar erstrebenswert. Und so gar nicht altmodisch...
Der nächste Punkt: Vielleicht mal das leidige Größen- und Gewichtsthema. Suse hat den Rest vom Zitat weggelassen, ich bin so frei, es auch mit der Nachkommastelle zu zitieren: "Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist."
Zum Gewicht klau ich jetzt eine erschlaute Erkenntnis aus dem Buch (wie gesagt, ich finde es lesenswert und das Geld dafür auch besser invenstiert als für das hundertdröflte Halsband): Die Gewichte des Standards erscheinen auch der Autorin definitiv zu niedrig. Sie hat dazu recherchiert und mit vielen Züchtern gesprochen. Das Gewicht ist im Gegensatz zum Wesen wohl eher sehr antiquiert und beschreibt Hunde "in hunting condition", die mit dem heutigen Leben der RRs nicht mehr viel gemein haben. Die Größe sieht sie wesentlich strenger, zumal die sich gerne vererbungsmäßig (dazu kann man übrigens noch mal auf ein Halsband verzichten und Irene Sommerfeld-Sturs "Rassehundezucht" lesen, wenn man mag) hochpotenziert.
Zur Farbe im Standard: "Hell weizenfarben bis rot weizenfarben. Ein wenig Weiss an der Brust und den Zehen ist statthaft, ausgedehnte weisse Behaarung hier, am Bauch oder oberhalb der Zehen ist unerwünscht. Ein dunkler Fang und dunkle Behänge sind statthaft. Zu viele schwarze Haare im ganzen Fell sind äusserst unerwünscht." Da steht nix von dark red wheaten oder gar mahagoni. Zu mahagoni gibt es (mit Bild) im Buch folgendes Zitat: "Mahagoni - gut für Möbel. Schlecht für Ridgebacks." Mein Reden seit anno dutt... Ihr habt natürlich recht - die Dunklen sind bzw. waren auf dem Vormarsch, so langsam kehrt es sich zum Glück modisch ja um. Wenn man den RR nur noch wegen der Neufundländergröße und dem Ridge vom Schokolabbi unterscheiden kann, dann ist es halt kein RR mehr.
Tja, und dann gibt es noch die Gesundheit. Da muss man natürlich unterscheiden, aber es gibt tatsächlich eine funktionale Gesundheit, die an die Anatomie gebunden ist. Ein RR mit deutlich zu steiler Hinterhand wird über die Jahre gesundheitliche Probleme bekommen, ein Hund mit zu wenig Brustkorb hat den Raum nicht mehr für das Atemvolumen, dass ein ausdauernder Laufhund eigentlich haben sollte. Etc. pp. und sehr lang über Zähne und Augen und eigentlich jedes Körperteil fortsetzbar.
Der Standard hat mit der Liebe zum persönlichen Einzelhund nichts zu tun. Ich halte ausschließlich Ridgeless RR und damit sind wir völlig out of standard. Ich schwör, ich liebe jeden einzelnen meiner fehlerhaften RRs ganz unbeschreiblich und empfinde jeden meiner drei als den tollsten und besten RR. Aber ich liebe die Rasse als solche eben auch - sogar ridgetragend.Und die kann nur in "funktionaler Gesundheit, Typ und Temperament" (Zitat Buch) bestehen bleiben, wenn man den Standard nicht ignoriert. Dazu muss man ihn aber erst mal - auch und vor allem in seiner Funktionalität - kapieren (was natürlich durchaus auch bei manchen Richtern angezweifelt werden darf). Und beim Kapieren hilft das Buch ganz ungemein.
LG
Susanne
P.S.: Rose, Inigo und Jazeem haben auch eine Meinung, die ich euch nicht vorenthalten möchte, daher gibt es noch einen Bildanhang zum Schmunzeln.
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Brigitte spricht es an: D E R RR, so wie er gezüchtet wurde, ist hier fehl am Platz.
Große kräftige Hunde mit einem hochentwickeltem Jagdtrieb, mit einem sehr deutlichem Schutztrieb und davor die Leidenschaft zum Primat des Lebens - so was brauchen wir hier in unserer Gesellschaft überhaupt nicht.
Unsere Gesetze und Verordnungen sind sind eher auf das Gegenteil ausgerichtet.
Wir haben bei unserem Exemplar einen diesbezüglichen "Volltreffer" gelandet. Im Herkunftsland würde man uns bestimmt um diesen Hund beneiden. Hier ist er eine tägliche Herausforderung für uns.
Dass ich mit dieser Sicht nicht allein bin, hat sich vor wenigen Monaten gezeigt, als ich eine HH'in mit Labbi traf, die uns wegen Mazud angesprochen hatte.
Sie hatten vorher ebenfalls einen RR-Rüden und ihre Wesensbeschreibung deckte sich völlig mit unserem.
Ich bin froh und glücklich, dass er auf Menschen, die ich begrüße oder in die Wohnung bitte, freudig reagiert, dass er Kinder mag (auch fremde) und dass er artgerecht mit Hündinnen umgeht (und da weiß er, dass Schluss ist, wenn die Zähne zeigen und knurren). Dafür haben andere intakte Rüden (die sich nicht direkt vor ihm auf den Rücken legen) in seinen Augen keine Daseinsberechtigung.
Rassestandard für den RR muss (müsste, sollte) den heutigen Verhältnissen angepasst werden und der Tatsache Rechnung tragen, dass der vormalige Verwendungszweck eine untergeordnete bis gar keine Rolle spielt.
Geht die Autorin in ihrem Buch darauf ein? (Ich glaube es nicht - immerhin lebt sie in Südafrika.)
VG
Marlies
Der Hund braucht sein Hundeleben. Er will zwar keine Flöhe haben, aber die Möglichkeit sie zu bekommen.
(Robert Lembke)
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