Ich leine meine Hundedame in Biergärten (und auch in geschlossenen Wirtshäusern) an. Sie ist zwar nicht diejenige, die plötzlich unterm Tisch hervorplatzt, wenn ein anderer Hund diesen passiert, aber ich kann mir nicht sicher sein, dass sie die Leute am Tisch nebenan nicht bezierzt und sich heimlich davonschleicht.

Die Angst der Anderen - ja, egal ist sie mir nicht (mein Hund soll sie nicht schüren), aber irgendwie müssen auch diese Menschen lernen, damit umzugehen, dass sich Hunde (ebenso wie Katzen, Ringelnattern, Spinnen oder Vögel) in unserer Gesellschaft bewegen.

Mich stört es keinesfalls, wenn andere Hunde nicht angeleint sind. Im Gegenteil: Dann gehe ich davon aus, dass dieser Hund ein sehr freundlicher und gut erzogener Vertreter sein muss (trifft zu 98% auch zu).

Bei uns gibt es in der Nähe einen Biergarten, da läuft auch der Hund des Wirtes frei. Hätte ich einen Hund, der an der Leine aggressiv auf Artgenossen reagiert, müsste ich dort auch ableinen. Mit meiner Hündin ist es kein Problem, daher bleibt die Leine dran. Ich sitze auf der Leine bzw wickel sie mir 1x um den Oberschenkel. Dat reicht.
Sollte doch mal ein Kätzchen vorbeispazieren, kann ich nämlich leider für ein "bleib" nicht mehr garantieren :-/

Und die Bedienung will ja auch flott durch die Tische marschieren, wenn das Struzi dann immer im Weg steht/liegt und sie nett anwedelt, nervt das sicher. Arbeitende soll man nicht bremsen...

Mein Fazit: Wenn der Hund niemandem auf den Senkel geht, ist es mir wurscht ob Leine, Strick, Kastanienbaum oder Betonsockel. Bei unserer geht's halt noch nicht, aber ich freu mich auf den Tag, an dem es möglich wäre. Ob ich sie dann immer noch angeleint lasse, hängt sicher mit der Situation vor Ort zusammen.