Hallo Petra,
Zitat Zitat von Fradhi
Hallo Esther, anscheinend hast Du eine Hundeschule? Wie kommt es dann, dass Du Situationen soweit kommen lässt, dass Welpenbesitzer bei Nichtkommen des Hundes einen Schnauzgriff und den Alphawurf anwenden? Wird das nicht vor Beginn der Welpenstunde besprochen, was und wie und warum etwas gemacht wird? Denn, dass dieses kleine Dobermannmädchen jetzt wohl nicht mehr gerne und freudig zu seinen Menschen kommt, das ist wohl klar . Oder hast Du das Geschehen nur irgendwo so beobachtet?
Weder noch, Petra;) :
Die Menschen und der Hund waren zu einem Erstgespräch bei mir und die Situation erfolgte beim aussteigen aus dem Auto. Ich war erst 2 Minuten später in das Geschehen involviert.
Zitat Zitat von Fradhi
Den Alphawurf halte auch ich als vollkommen überflüssig und viel zu aggressiv! Hingegen ich einen schnellen Schnauzgriff (ich weiß ja nicht was Du darunter verstehst, aber ich fasse meinem Hund dabei nur kurz und leicht über die Nase und deute ihn damit nur an!) für sehr wirkungsvoll und auch nicht als Schockauslöser erachte!
Ich denke mir, dass du den Schnauzengriff nicht als Schockauslöser erachtest. Die Dame hatte auch nicht mit der heftigen Reaktion des Dobbimädchens gerechnet, aber genau so passiert es eben auch, leider.

Zitat Zitat von Fradhi
Aber was ich schade finde, dass Du sagst, wir sind Menschen und werden niemals hündisch lernen. Das mag sein, dass wir es niemals akzentfrei sprechen, aber ich finde, wir können uns ein wenig Mühe geben, diese Sprache zu verstehen und dann weiterzugeben. Nicht zu viel, aber ein wenig ;) . Das finde ich nur sehr nett, denn auch unsere Hunde versuchen doch uns zu verstehen, und so gut es geht auf ihre Weise mit uns zu sprechen, oder nicht?
Ich schrieb:

Wir Menschen sind keine Hunde und können nicht annähernd hundisch handeln.....


Ich bin ein Fan vom Aufbauen einer gemeinsamen Sprache. Aber eben nicht in der Form des Nachahmens wie Hunde kommunizieren und agieren. Da fehlt uns Menschen die Fähigkeit.
Ich erwarte auch nicht, dass mein Hund die Vokabeln meiner Sparche lernt.



Zitat Zitat von Fradhi
Nun hattest Du Dich in Deinem 1. Beitrag auf einen Thread bezogen, aber Dich selbst hier jetzt gar nicht geäußert, wie Du in dieser Situation reagieren würdest. Das würde ich persönlich sehr interessant finden, vielleicht hast Du dann ja doch einen eigenen Tipp für Kimbali und für die anderen, die das gleiche Problem des Haufenvertilgens haben!
Ich bezog mich, statt selbst darauf zu antworten, auf den verlinkten Thread, der um 20.1.06 zustande kam und hier der Hinweis speziell auf Ute BBs Beitrag:

Hallo Rike,

bei "Staubsaugern" empfehlen wir, eine Liste zu erstellen: Was nimmt der Hund draussen auf? Schonungslose Offenheit ist von Vorteil. Wenn du dir über diese Liste bewusst gemacht hast, welche Auslöser es für das von dir nicht gewünschte Verhalten gibt, kann es mit dem Training weitergehen.
Auf dieser Liste kreuzt du an, was du absolut inakzeptabel findest. Je mehr Kreuzchen, desto unwahrscheinlicher wird der Trainingserfolg; in der Beschränkung liegt auch in diesen Fällen die Hoffnung.

Regel 1
Alles, was auf der Liste nicht angekreuzt ist, ist erlaubt. Erlaubt in dem Sinne, dass kein Mensch mehr versucht, es dem Hund abspenstig zu machen. Sieht man den Hund so etwas aufnehmen, geht man kommentarlos weg.

Regel 2
Alles, was auf der Liste angekreuzt ist, sollte in irgendeiner Form kontrollierbar sind. Je seltener freier Zugang möglich ist, desto besser. Bei den eigenen Kothaufen geht das gut! Aufmerksame Hundeeltern wissen, wann es Zeit für das Haufi ist, und können ihren Hund entsprechend anleinen. Durch das Anleinen wird Fehlverhalten vermieden und Alternativverhalten wie Abwenden kann aufgebaut werden.

Bei einem Hund, der frei auf dem Pferdehof läuft, braucht man also Pferdeäpfel auf der Liste nicht ankreuzen. Sie gehören zu den Dingen in der aktuellen Umwelt des Hundes, die von uns nicht kontrollierbar sind.

Regel 3
Keine Aufregung bei den angekreuzten Dingen. Gelassen das Aufnehmen verhindern und alles andere Verhalten mächtig belohnen. Sollte der Hund das Verbotene doch erwischen, dreht der Mensch sich kommentarlos um und geht zügig weg.

Liebe Grüße,

Ute BB mit Ashanti, Bansai und Scotty. Baru begleitet uns auf der anderen Seite des Weges.


Danke fürs nachfragen
VG Esther
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