Unsere Hundetrainerin hatte eine Husky-Hündin als Pflegie bis zur Vermittlung, mit der Bono oft spielen durfte.
Sie hat einen weithaus grösseren, bzw. ausgeprägteren Jagdtrieb als Bono. Laut der Hundetrainerin darf ein Husky nicht unbedingt zu Leuten mit nicht eingezäunten Grundstück oder an Menschen mit wenig oder gar keiner Hunde-, bzw. sogar Huskyerfahrung.
Diese Hündin (noch kein Jahr alt) hat so selten gebellt, dass wir dachten, sie könne gar nicht bellen
Von der Grösse her hatte sie etwas mehr als die Hälfte von Bonos Grösse - dazu muss aber gesagt werden, dass sie wirklich ne kleine Maus ist.

Ich habe gerade auch noch mit einer Kollegin gesprochen, die über 10 Jahre im Tierheim gearbeitet hat, von daher sehr viel auch Husky-Erfahrung (hatten u.a. auch mal ein ganzes Rudel dort) und hat auch schon Huskies in Norwegen in Action vorm Schlitten erlebt.

Hier die Punkte, die sie aufgeführt hat:

- Zäune im Extremfall bis 2 m (klettern wie die Katzen).
- Zäune unterirdisch tief genug (im Tierheim sind die Huskies neben dem Klettern über mehr als 2 m hohe, oben abgeschrägte Zäune auch unterdurch gegangen)
- Extremer Hetztrieb, es kann vorkommen, dass der Husky in wildreichen Gebieten nie von der Leine kann
- Huskies sind noch mehr als andere Rassen meist nur im Rudel mit anderen Huskies (!) glücklich
- Huskies wollen und müssen laufen - und das am liebsten bei niedrigen Temperaturen. Wenn man selbst kalte Finger und Füsse hat und nur ne kleine Runde um den Block machen will, hat der Husky Betriebstemperatur und will 4 Stunden weiterlaufen
--> Im Sommer muss man mit dem Husky schon mal um 4 Uhr morgens seine 2 Stunden laufen und dann wieder abends ab 11 - dazwischen wären sie mit zuviel Action einfach unglücklich - dafür haben sie zu dichtes Fell
- Ein Husky im Rudel vor dem Schlitten flippt vor Freude aus, so dass sie die Schlitten erst doppelt verankern und am Baum festbinden, bevor angespannt wird --> wie will man einem solchen Hund solche Freuden ersetzen ? Meine Freundin sagte, die Hunde sind nach einer Fahrt total vereist im Gesicht und dabei überglücklich - allein das sollte einem sagen: Solch ein Hund gehört hier nicht her.

Und mal ganz ehrlich:
Lieber einen Hund, der im Winter nicht gern rausgeht und wir müssen dann eben auch nicht frieren und drehen nur ne kleine Runde, können dafür aber im Sommer den Hund mit ans Meer nehmen, oder einen Hund. der im Winter zur Hochform aufläuft und stundenlang in der ungemütlichen Kälte sein möchte ?

Hier kommt es wohl sehr darauf an, was ihr machen möchtet.

Einen faulen Husky und einen regengeilen RR gibt es sicher auch - aber darauf würde ich jetzt nicht bauen

LG Maraike