Gerd,

da der Mensch die Ethik für seine Gesellschaft entwickelte und dort die zentrale Rolle spielt, ist das Tier und sein Eigenwert nach den jeweiligen moralischen Ansätzen eines Einzelnen zu beurteilen und jeder Einzelne hat eine moralische Verpflichtung seinem Tier gegenüber. Letztendlich hat jedoch auch jeder Mensch eine moralische Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber, auch wenn der Eigenwert eines Fremden vieleicht nicht der ist, den das eigene Tier einnimmt.

Das diese nicht grundsätzlich kongruent mit der Meinung (moralischer Sichtweise) anderer ist, ist eine Zwangsläufigkeit. Aus ethischer Sicht steht wohlgemerkt der Mensch im Mittelpunkt und demnach sind Fremdeinflüsse, die ihm Schaden zufügen, Wohl oder Übel zu vermeiden, bzw. zu entfernen. Und hier befindet sich der Mensch nun in der Zwickmühle. Die Verpflichtung seiner Art und seinen Mitmenschen gegenüber auf der einen Seite, die Verpflichtung seinem Tier gegenüber auf der anderen Seite.

Wenn ersichtlich ist, das er, ohne andere Menschen in Gefahr zu bringen, sein Tier in den Griff bekommt und auch bei einem z.B. Beissvorfall in der eigenen Familie seine Eigenwerte gegeneinander abgleichen kann, könnte es für das Tier positiv ausgehen. Bei krankheitsbedingten Ursachen wie Hirntumor o.a. stellt sich die Frage in der Regel nicht mehr. Eine generalisierte Aussage hierzu lässt sich ergo schwerlich formulieren.

lg Frank