Hallo Kalina,
ich gehe mal davon aus, daß du von den Antworten bisher ziemlich enttäuscht bist. Dennoch: sie haben alle recht!
Deine Freundin studiert und du willst vorraussichtlich eine Ausbildung anfangen - dennoch wäre immer jemand zu Hause. Wie das denn?
Euerm beruflich Status zu schlußfolgern, seid ihr beide noch recht jung. Keine Lust, abends auszugehen? Was ist mit Kino, Shoppen, mit Freunden was unternehmen? Beziehungsweise: was ist dann mit den Welpen?
Was ist, wenn auch nur eine Komponente eurer Planung fehlschlägt? Was ist, wenn auch nur einer eurer Welpen nicht so gesund ist, wie er anfangs scheint? Oder eines dieser hyperaktiven Exemplare?
Oder was ist, wenn die beiden nicht harmonieren? Wer von euch nimmt sich die immense Zeit, Bindung zu entwickeln, die Hunde auszubilden und "alltagstauglich zu machen"? So neben Studium und Ausbildung mal eben...
Nimm's mir nicht übel, aber das ist genau die Konstellation, die das größte Potenzial zur Katastrophe in sich birgt - vornehmlich für die Hunde.
Ich kann aus Erfahrung sprechen. Ich habe zweimal Wurfgeschwister groß gezogen. Und glaub mir, das ist ein Job, der Zeit und Seele frißt. Im Gegensatz zu euch hatte ich allerdings den Vorteil, über unbegrenzt Zeit, Platz und Möglichkeiten zu verfügen. Und ich hatte sehr viel Hilfe - von drei weiteren Menschen und einem begnadeten Hund. Dennoch würde ich mir sowas nie wieder antun.
Man lernt dazu und der Vorteil dieses Forums ist, auch von anderen Erfahrungen partizipieren zu können. Positiv wie negativ.
Wenn ihr wirklich verantwortungsvoll handeln wollt, dann zieht eure Ausbildungen durch, lebt euch aus und wenn eure Lebensumstände dann einigermaßen gesichert sind (soweit man das beurteilen kann), dann denkt noch einmal über einen Hund nach.
In der jetzigen Phase und den genannten Umständen zahlen alle Beteiligten drauf...
In der Hoffnung, daß du nicht alle Bedenken einfach wegwischst sondern die Argumente noch zweimal überdenkst,
LG
Heike


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