Zitat Zitat von Marion18 Beitrag anzeigen
Einem Züchter kann man nur dann etwas vorwerfen, wenn er den Leuten keinen reinen Wein einschenkt. Es hilft nicht, Dinge zu beschönigen. Ungeschminkte Wahrheit und Aufklärung über das Problempotential der jeweiligen Rasse ist angesagt. Wenn der Interessent dann abspringt, wäre er vermutlich auch nicht geeignet gewesen.
Das haben wir bei unseren Züchterbesuchen auch so erlebt. Meine Vorstellungen damals ():

Ich kriege den RR zum Apportieren (und zwar richtig, wie meinen Labrador Retriever!) und nach ungefähr einem Jahr nehmen wir den zweiten RR-Rüden dazu, damit wir wieder jeder einen Hund haben.

Von beiden Vorstellungen verabschiedeten wir uns bereits nach den ersten Züchterbesuchen. Allerdings, und hier kommt halt ein weiterer Punkt, wir waren auch selbstkritisch und bereit, das uns von erfahrenen Züchtern mit auf den Weg gegebene ernst- und anzunehmen. Das heißt, ich war auch bereit, was anderes mit dem Hund zu arbeiten und mich auf das Abenteuer RR einzulassen und mein Freund war bereit, länger auf seinen Hund zu warten, als wir das eigentlich vorgehabt hätten.

Hat man jetzt Leute, die die Hinweise und Warnungen nicht ernst nehmen, wird der Besitzer vielleicht enttäuscht vom Verhalten des RR sein bzw. den zweiten RR trotzdem anschaffen (wobei man dann bei dem Züchter den zweiten Rüden wohl kaum bekommen hätte). Und sich damit möglicherweise Probleme einhandeln, die man ganz leicht hätte vermeiden können. Schlecht ist es natürlich auch, wenn jemand mit träumerischen Wunschvorstellungen an jemanden gerät, der den RR per se als idealen, unkomplizierten Familienhund verkauft, ohne darauf hinzuweisen, was notwendig ist, um ihn dazu zu machen.

Viele reden sich die Anschaffung noch dazu schön und schlagen Warnungen in den Wind. Das funktioniert, so lange der Hund noch nicht angeschafft ist. Ist er dann da, sind die Probleme plötzlich sehr real. Mit Schönreden ist es dann nicht mehr getan.

Viele Grüße,
Stefanie mit BamBam & Hellboy