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  1. #1
    Bollerkopp
    Gast

    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen
    "Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu, was von B akzeptiert wird. Dominanz ist immer beziehungsspezifisch und ist zeit- und situationsabhängig."
    EXAKT. Das ist auch das was ich immer erzähle und erzähle, gerade bei den so häufig getätigten Aussagen: "Mein Hund ist dominant".
    Quasi als Charakterzug darstellen. Und das stimmt halt einfach nicht.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen
    Was mich an Dominanzdiskussionen stört ist, dass sie häufig mit Aggression und/oder Gewalt gleichgesetzt wird.
    Jede Form von Beeinflussung des Verhaltens hat mit Dominanz zu tun, nur die Wege der Beeinflussung sind unterschiedlich.
    Dominanz äußert sich nicht durch laute Kommandos oder körperliches Einwirkung auf den Untergebenen. Das ist erst der Fall, wenn alle anderen Dominanzgesten nicht gewirkt haben.
    Darum geht es mir noch nicht mal, also das es gleich in die Richtung Aggression/körperliche Bedrohung geht.
    Obwohl das leider ja mit sog. Rangreduktionsprogrammen oftmals einher geht.
    Wenn man eben dann den Typ Hund vor sich hat, der sich durch die ersten Punkte wie nach dem Halter durch die Tür gehen o. ä. nicht beeindrucken lässt, dann folgt schon mal gern der Schnauzengriff oder auch den Hund auf den Rücken drehen.

    Wenn ich da an Caros Pflegling denke, was aus einem 9 Monate altem Hund werden kann, der minutenlang am Boden auf dem Rücken festgehalten wurde, weil der Halter seine Chefrolle zeigen wollte, wird mir schlecht.

    Das ist ja eben das Ding, bis wohin geht man? Deine Dorle ist schnell zu beeindrucken, beim Max reicht ein scharfer Ton. Was, wenn das aber auch nicht ausreicht? Dann werde ich körperlich? Mit einem ausgewachsenen Rotti-Rüden lass ich mich nicht auf ein körperliches Kräftemessen ein.


    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Beobachte mal ein festes Hunderudel sehr aufmerksam (nicht einen wild zusammengewürfelten Haufen nach 10 Minuten) und Du wirst sehen, was da alles abgeht. Es reicht in den meisten Fällen ein Blick oder eine entsprechende Bewegung und der Devote reagiert. Sollte das nicht funktionieren wird der Dominante deutlicher bis hin zu körperlicher Gewalt wenn's sein muss... das ist Konsequenz, die zur Erhaltung der dominanten Rolle notwendig ist.
    Ja, das ist alles richtig, aber das bringt mich als Menschen im Umgang mit dem Hund nicht weiter.
    Weil ich kein Artgenosse bin und ganz anders kommuniziere als Hunde. Daher ist das für mich unerheblich, wie Hunde in einem festen Gefüge sich verhalten untereinander.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Jeder Hund, der selbstbewußt ist, wird ab und zu seine Grenzen testen und schauen, wie weit er gehen kann bis man ihm die Grenzen zeigt. Wie man das tut ist eine ganz anderer Frage. Aber lt. Definition ist es Dominanz, die Grenze zu zeigen und zu "bewachen".
    Gehorsam ist ein akzeptieren der Dominanz.
    Na klar traut sich ein selbstbewusster Hund mehr als ein unsicherer.
    Aber das klingt so negativ immer, das finde ich extrem schade. Man unterstellt dem Hund so viel schlechtes.
    Der handelt einfach gemäß seiner Motivation mehr nicht.
    Kein Hund der versucht zu seinem Vorteil zu kommen, macht das mit einem schlechten Hintergedanken.
    Kein Hund handelt sich freiwillig und berechnend Ärger mit dem Herrchen/Frauchen ein.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Auch wenn ein Hund entsprechend der Übung tut, was ich will, ist das Dominanz - auch ohne Kommando. Mein Max (Rotti) legt sich z.B. ins Platz, wenn er einen Jogger sieht. Wenn er weiter weg ist, rufe ich ihn ab wenn die Zeit reicht und er legt sich bei mir ab. Früher (also von sich aus) hat er jeden Jogger gestellt. Wir haben das solange geübt, bis er verknüpft hatte "Jogger = abliegen und Herrchen anschauen = Leckerchen und/oder dickes Lob". Er weiß, was ich von ihm will und er erfüllt das Verhalten, von dem er weiß, dass ich das anders nicht akzeptiere. Wenn das nicht sofort funktioniert reicht in 90% der Fälle ein Ansprechen und ein "sssssst", sollte er darauf noch nicht reagieren gibts das Kommando "Platz" meist schon im scharfen Ton, weil die Zeit fehlt.
    Na das ist für mich einfach Training. Management. Du führst in damit durchs Leben, zeigst alternative Verhaltensmöglichkeiten auf um den Alltag umweltkompatibel zu gestalten.
    Wenn Du das Dominanz nennen möchtest, ok.
    Dann kannst Du es schon dominieren nennen, dass der Hund bei Dir lebt. Weil das wurde ihm auch einfach aufgedrückt.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Das ist eine Situation, wo ich niemals sagen würde/dürfte "naja, dann eben nicht heute". Hier könnte Gefahr für die Umwelt entstehen, wenn der Jogger falsch reagiert und z.B. weiter auf mich zurennt oder die Arme nach oben reißt. Aus dem Grund wurde das solange geübt, bis es (meist) ohne Kommando funktioniert.
    Ja richtig. Solche Situationen sind natürlich anders zu trainieren, als ein Kunststückchen.
    Frage ist, warum hat der Max die Jogger "zum fressen" gern?

    Bei meinem Bach ist das Haupt"problem" seine extreme Fressgier.
    Ich hab das Beispiel in solchen Situationen schon oft benannt.
    Zuhause wird nix genommen, solang ich dabei bin. Fällt was runter wird auf Freigabe gewartet oder ich hebs halt auf und er hat Pech.
    Draußen werden gefundene Sachen inhaliert.
    Arbeite ich mit Strafe wird er noch besser im heimlichen Finden von Dingen und es wird noch schneller inhaliert.
    Dazu kommt, dass er wenn er den Leckerbissen hat die Welt um sich rum vergisst. Den könntest Du tot prügeln, er würde weiter fressen.
    Du könntest ihn mit Strom bearbeiten, ihm Wurfketten oder Discs vor den Latz knallen, egal. ESSEN ist wichtiger.
    Also bis wohin soll ich da gehen?
    Ich weiß, dass da mal ein Giftköder bei sein kann.
    Das ist auch meine größte Angst, ganz klar.
    Also übe ich Anzeigen und clicke gefundende Dinge an.
    Fällt ihm auch sehr schwer, aber ich hab da mehr Erfolge als auf die aversive Art.
    In seiner Welt ist das halt so, auch wenn ich das außerordentlich ******* finde, da muss ich mich gedanklich verhundlichen.
    Der findet dafür Dinge aus unserer Welt außerordentlich *******, wie z. B. den frisch geputzten Flur mit Meister Proper Vanille-Penetrant-Duft von Nachbars....


    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen
    Gehorsam ist ein akzeptieren der Einschränkung = Befolgen von Kommandos = akzeptieren der Dominanz
    Jedes unerwünschte Verhalten bzw das nicht zeigen des erwünschten Verhaltens ist ein Auflehnen gegen meine Dominanz lt. Definition.
    Voraussetzung: Der Untergebene kennt das Kommando bzw weiß was von ihm erwartet wird.
    Siehst Du Deine Hunde immer gemäß dieser Definition?
    Weil du auch selber sagst:

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen
    Es gibt durchaus Situationen und Befindlichkeiten, wo der Hund nicht aufnahmefähig ist für meine Signale. Dann muss ich so agieren, dass er aufnahmefähig wird oder ihn aus der Situation herausnehmen. Frag mcih mal, wie oft ich schon Übungen abgebrochen und verschoben habe... das gilt genauso für das Training auf dem HuPla. Wenn die Konzentration und oder der Spaß des Hundes oder des HF fehlen bringt die ganze Übung nichts. Also breche ich ab.
    Also ist es in diesen Situationen Befindlichkeit, wo man durchaus drauf eingehen muss und auch sollte? Aber in anderen (brisanteren in der Umwelt) ist es ein Auflehnen?
    Wenn ich merke, das Hundi einen schlechten Tag hat, dann muss er auch nicht durch Situationen, die er schlecht meistern kann. Dann bleibt er z. B. direkt an der Leine oder ich gehe woanders, etc.

    Ich kann meinen z. B. nicht jedesmal absitzen oder abliegen lassen aufgrund diverser Rückenproblematiken. Also musste ich nach Alternativen suchen.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Klar gibts das, aber dann befolgen sie die Signale nicht oder der Signalgeber gibt falsche Signale bzw achtet zuweing darauf ud ist inkonsequent.
    Unsere Hunde sind so erzogen, dass sie überall mit hin können. Sie tun was man von ihnen erwartet und Herrchen/Frauchen haben sie im Auge und agieren (geben Hilfen damit sie genau wissen was erwartet wird), statt zu reagieren.
    Ich kenne aber durchaus Menschen und Hunde, die nur auf dem HuPla "funktionieren". Das ist nicht die Erziehung, die für das normale Leben was bringt. Dann muss der Hund eben zuhause bleiben.
    Ich weiß nicht, ob das immer so einfach zu definieren ist. Also falsches Signal oder ob man inkonsequent war. Nimm mal ein einfaches SITZ. Das befolgt Fiffi in Erwartung einer Belohnung sicher deutlich besser als in Sichtweite eines Kaninchens, oder?
    Kommt halt immer auf die Situation an.
    Du beschreibst genau das was ich meinte. Ich kannte einen toterzogenen Hund. Der durfte nie etwas selber entscheiden, weder wo er sich hingelegt hat, wo er schnuppern durfte, wen er begrüßen durfte, etc.
    Ich habe selten etwas traurigeres gesehen. Dieser Hund starrte ständig seinen Halter an, weil er nie wusste, ob der nächste Schritt erlaubt und gewünscht war. Der war dadurch extrem gestresst und hat seine Umwelt null wahr genommen. Ich war entsetzt, der Halter stolz wie hulle.


    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Doch, ganz genauso sehe ich das. Wenn ein Hund oder ein Kind nicht das tun, was ich in bestimmten Situationen verlange (weil es aus welchen Gründen auch immer nötig ist), tanzt er/es mir auf der Nase herum. Und das bedeutet manchmal für die Umwelt nur, dass sie schlecht erzogen sind, im schlechtesten Fall besteht Gefahr für Kind/Hund oder für die Umwelt.
    Ok, das sehe ich halt wirklich anders. Ein Hund ist in meinen Augen nicht bewusst aufmüpfig.
    Ein Hund entscheidet nach Erfolg - Misserfolg, gemäß einer Situation und seinem dazu erlernten Verhaltensschema und nach Sicher - Unsicher.
    Das hat für mich auch nichts mit gut oder schlecht erzogen sein zu tun.
    Was ist dann mit einem sehr ängstlichen Hund, der bei einem Donner weg rennt?
    Schlecht erzogen?

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Generell wenn Erziehung nicht funktioniert liegt es am Erzieher (egal ob beim Kind oder Hund). Wenn ich missverständliche Signale/Kommandos sende, kann beim Gegenüber was anderes ankommen, als das was ich meine.
    Ja, richtig. Dementsprechend muss man sich darauf einstellen.
    Und das ist ja auch das spanndende.
    Würdest Du dann sagen, Deine Erziehung funktioniert in den Momenten nicht, wo dein Hund doch mal Dein Kommando nicht auf das erste und nette Mal reagiert?
    Oder ist er da aufmüpfig?
    Oder einfach gerade abgelenkt?

    Es gibt da halt sooooooooo viel zwischendrin.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Anders sieht es aus, wenn es im Alltag nicht klappt. Da muss ich mich evtl -ohne Rücksicht auf meine oder die Befindlichekeiten des Hundes- durchsetzen um Gefahren abzuwenden.
    Ja klar, aber gerade den schweren Alltag kann ich doch auf die nette Art und Weise trainieren, immer und immer wieder, weil Umwelt nunmal nicht kontrollierbar ist. Ich versuche da das Hundetier nicht durch zu schleppen, sondern so angenehm wie möglich und natürlich sicher wie möglich zu gestalten.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Es mag Hunde geben, die jede "Schwäche" und "nicht zeigen von Dominanz" des Hundeführers ausnutzen um selsbt die Führung zu übernehmen. Aber ich behaupte mal (ohne jegliche Grundlage von Fakten), dass dies deutlich weniger als 1% sind. Diese brauchen dann vielleicht auch das ganze Repertoire der Dominanzgesten und -verhaltensweisen.
    Ich glaube, die gibt es gar nicht.
    Die sind schlicht und ergreifend total überfordert mit dem nicht kommunizierfähigem Gegenüber.
    Die brauchen keine Gesten oder Schranken, die brauchen einfach mal jemand vor sich, den sie verstehen.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Ich habe Bekannte, die sind Anhänger von "Animal learn". Die versuchen das bei ihrem Jack-Russel mit den von Dir beschriebenen Methoden. Ohne jegliche Droh-/Dominanzgebärde, deutliche (fordernde) Worte oder gar körperliche Einwirkung. "Man darf doch einen Hund nicht unter Druck setzen!" ist ein Satz den nam dann sehr oft hört. Es mag auch sein, dass das bei einigen (wenigen) Hunden ausreicht, aber der Anteil ist wie der, der die ganze Zeit auf meine Schwäche lauert.... nahe Null
    Jedenfalls würde der "Heinzi" mich nicht alle paar Wochen schnappen/beißen, weil er grade was anderes im Kopf hat als sein Herrchen/Frauchen.
    Animal Learn stößt häufig bei Hundeverhalten an Grenzen, hast Du völlig recht. Weil man nun mal zig Mal am Tag den Hund nicht das tun lassen kann was er möchte. Die Frage ist, warum Heinzi schnappt und beißt. Glaubst du wirklich, der lauert auf Schwächen?
    Klingt wieder so hinterlistig.
    Evtl. ist Heinzi einfach über- oder unterfordert oder gestresst und die Halter verstehen die Bedürfnisse des Hundes nicht.


    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Es gibt in allen Lagern die Extremisten die meinen, alle Hunde "funktionieren" gleich. Die können gern mal für ein paar Tage unser Rudel beobachten.
    Ich werde mit keinem Hund ausdiskutieren, ob er einen Jogger fressen darf oder ihn fragen warum er nicht zu mir kommt wenn ich rufe.
    Absolut richtig. Jeder Hund ist ein Individuum. Punkt.
    Und gemäß des Individuums muss Training angepasst werden.
    Ich diskutiere auch nicht mim Butzel.
    Aber ich setze meine Signale nicht mit körperlicher Einwirkung um, sondern anders.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Hundetrainer sind Profis. Sie haben allerdings auch das Problem, dass sie einen Hund nur kurz sehen im Vergleich zum Halter. Ich arbeite und beobachte meine Hunde täglich mehrere Stunden, er jeden grade mal ein bis drei Stunden pro Woche. Ein Trainer kann mir Anhaltspunkte geben, aber die Feinheiten wie mein Hund noch besser reagiert kann er nicht kennen.
    Schön wärs, wenn da wenigstens 50% von Profis wären.
    Was ist ein Profi?
    Für mich ist ein Trainer gut, wenn er den Hund vor sich lesen kann und mit dem dazu gehörigen Menschen umgehen kann.
    Und das Zusammenspiel erkennt und Schwachstellen sieht.
    Es ist dabei egal, ob er nur einen Auszug aus dem ganzen Tag sieht.
    Gerade die Feinheiten muss er erkennen.
    Dazu muss er nicht drei Wochen mit bei Dir einziehen.


    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Warum bin ich heute anders drauf als gestern? Warum hab ich heute Lust zu faulenzen und gestern hatte ich Lust Volleyball zu spielen und mich körperlich auszupowern?
    Ein Hund ist ein Lebewesen mit Launen, Stimmungen.... wie der Mensch auch. Das geht von leicht depressiv bis "lass uns mal die Welt auf den Kopf stellen".
    Frag einfach mal Petra, ob das bei mir immer gleich ist
    Bist du dann aufmüpfig???
    Und tanzt der Petra auf der Nase rum?

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Er "fragt" ob er auf die Couch darf Du erlaubst es oder auch nicht:
    Frage des Devoten -> Entscheidung des Dominierenden -> Akzeptanz der Antwort durch Devoten = DOMINANZ
    Dabei ist es egal, ob Du das per Sprache, per Handzeichen oder sonstwie machst. Du erwartest, dass er Deine Entscheidung akzeptiert, sonst wirst Du sie durchsetzen (nehme ich zumindest an).
    Ähm, das ist für mich einfach Frage und Antwort.
    Ich brauch da auch nix durchsetzen.
    Der steht dann da kurz mit dem "ich-ruf-den-tierschutz-an-Blick und legt sich dann auf seinen Platz.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Wenn ich/wir mit den Hunden rausgehen müssen die das bringen, weil ich das verlange und weiß, dass sie es bringen können. Beim Ableinen sitzen die auch mal 1 Minute um das zu trainieren... und glaub mir, das geht ohne Probleme bei entsprechender Übung. Wenn ich nur mit einem Hund rausgehe ist mir das auch eher egal, aber bei 2, 3, 4 oder gar allen 5 ist das anders nicht mehr kontrollierbar. Auch bei uns geht es ruhig zu und es wird von unserer Seite nichts aufgeputscht. Aber wenn einer von 5 jetzt eben die Stimmung "Jippieeee, es geht raus" hat, haben die Anderen das in Sekundenbruchteilen übernommen.
    Stell Dir einfach vor, Du hast mehr als eine Leine in der Hand und die Hunde laufen durcheinander bevors zur Tür rausgeht... bei mehr als 2 Leinen bist Du innerhalb von 5 Sek. gefesselt und die Leinen sind verheddert. Das kann dann auch dazu führen, dass ein Hund sich zu sehr bedrängt fühlt und den anderen auf Distanz halten will... und schon haben wir im dümmsten Fall die schönste Beißerei.
    Wenn es nicht klappen will und ich genügend Zeit habe, dann kommen alle Leinen und Halsbänder wieder ab und wir warten 10 Minuten... dann neuer Versuch. Wenn ich diese Zeit nicht habe (morgens 5:00 Uhr und ich muss zum Kunden) geht das per Kommando "Platz" wenns im "Sitz" nicht klappt - das klappt garantiert bei entsprechender Tonlage.
    Ok. Ich würde niemals mit 5 Hunden gleichzeitig raus gehen.

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Ich finde das auch nicht verwerflich oder aufmüpfig, wenn sie in dem Fall den Kopf für meine Signale nciht frei haben. Ruhiges ansprechen und der dauernd gleiche Ablauf bringen das gewünschte Verhalten - meistens.
    ICH muss mich entsprechend verhalten und die Aufmerksamkeit der Hunde haben, dann habe ich die Kontrolle und Führung - ohne Geschrei und Hektik meinerseits (schon wieder die dominierende Rolle)
    Ach jetzt doch nicht? ;-)
    Eben, und eine ruhige "Führung" vermittelt mehr Sicherheit als eine hektische. Aber das hat ja nicht unbedingt wieder was mit Dominanz zu tun, sondern eher mit Vertrauen, Sicherheit, Respekt, Liebe. Oder?

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen


    Rangdedöns hin oder her: Einer muss die Kontrolle übernehmen und das bin bei unseren Hunden ich bzw Frauchen. Dass die Hunde dabei manchmal genervt sind glaub ich gern... bin ich hin und wieder auch, wenn mir Petra oder ein Kunde sagen, was ich zu tun habe... nichts desto trotz habe ich mich zu fügen oder die Konsequenzen zu tragen.

    Wie man es auch dreht und wendet, ein Zusammenleben mit Hunden macht erforderlich, dass die hunde sich so verhalten, dass keine Gefahr für die Hunde und die Umwelt entsehen. Da die Hunde das aber nicht wirklich selbst auf die Reihe bekommen, geben wir ihnen Regeln durch Training und/oder Kommandos vor, die sie einhalten bzw ausführen. Und genau das ist die Definition von Dominanz.
    Ja, wir Menschen übernehmen die Führung über die wundervolle Spezies Hund.
    Sie passen sich so unglaublich toll an uns und unsere Lebensumstände an, dass ich jeden Tag aufs Neue erstaunt bin.
    Nenn es Dominanz, ich nenne es Zusammen leben, ein soziales Gefüge.
    Und ja, ich dreh auch um und geh heim wenn der Butzel keine Böcke auf Gassi hat.

    Danke für diese nette Diskussion.

    LG Regine

  2. #2
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Hallo Regine,

    das da

    Ähm, das ist für mich einfach Frage und Antwort.
    Ich brauch da auch nix durchsetzen.
    Der steht dann da kurz mit dem "ich-ruf-den-tierschutz-an-Blick und legt sich dann auf seinen Platz.
    würd mich mal interessieren.

    Macht dein Hundi das von Anfang an, in jeder Situation, ohne einmal nicht zu gehorchen? Auch wenn er grad mal was spannernderes (wie z.B.Fressen) in der Nase hat?

    Würd mich einfach interessieren

    Waldmaus

  3. #3
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Ich sehe es so, dass wir in vielen Fällen dasselbe meinen, es jedoch anders ausdrücken und andere Wörter benutzen.

    Nur als letztes Beispiel:
    Ich sehe es generell aus der Sicht der Definition von Dominanz und dadurch ist es auch ein Dominanzverhalten, wenn Dein Hund warten muss ob er von Dir eine Freigabe bekommt. Ansonsten wirst Du ihn vermutlich dran erinnern, dass er genau auf diese Freigabe zu warten hat.

    Einige Anmerkungen zu meinem vorigen post:
    Ja, ich bin aufmüfpig, wenn ich weiß, was erwartet wird und ich genau das Gegenteil mache

    Ich gehe nur mit 5 Hunden gleichzeitig allein raus, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Im Normalfall sind wir zu zweit. Wenn das nicht geht, geh ich lieber in 2 Gruppen mit ihnen.

    Es gibt Situationen, wo ich mir erlaube, nicht auf das perfekte Ausführen von Kommandos oder von trainierten Verhaltensweisen zu bestehen, weil es keine Rolle spielt ob mein Hund sich in Sekundenbruchteilen hinlegt oder dafür 3 Sekunden braucht. Es gibt andere Situationen wor er sofort zu liegen hat. Nach 1 Sekunde kann es nämlich zu spät sein.
    Der Unterschied ist der Ton bzw das Handzeichen. Eine lockere Handfläche die Richtung Boden geht, als ob ich abwinke oder ein "mach Platz" in ruhigen leisem Ton heißt: "leg dich hin und entspann Dich".
    Dasselbe Handzeichen schnell und präzise oder gar die geballte Hand mit gestecktem Zeigefinger Richtung Boden oder das Kommando "Platz" in scharfem, kurzem Ton heißt sofort und unverzüglich - egal was du grade tust. Und glaub mir das unterscheiden die sehr wohl und ohne dass sie Angst vor mir haben.

    Das mit dem Müllschlucker kenne ich zum Glück nicht bei unseren. Ich hätte Dir auch empfohlen Alternativverhalten zu fürdern, wie Du es ja auch tust. Aber dennoch ist es Dominanz, weil Du verlangst, dass er nicht frisst, sondern meldet.

    Profi-Hundetrainer = er macht das beruflich.
    Das sagt für mich noch lange nichts über eine Qualifikation aus.
    Ein guter Trainer kann durchaus Amateur sein sein und umgekehrt muss ein Profi noch lange kein guter Trainer sein.

    Jetzt aber wirklich zum Schluß:
    Gewalt die beim Hund Schaden oder Ängste verursacht lehne ich generell ab. Von daher ist noch nicht mal ein Stachler in unserem Haushalt. Von Teletakt oder sonstigen Foltergeräten rede ich schon gar nicht. Ein Leinenruck ist für mich keine Gewalt, sofern er zum richtigen Zeitpunkt und auch mit der notwendigen Intensität ausgeführt wird. Neulich habe ich von einer Hundetrainerin in dem Zusammenhang den Grundsatz gehört: "Soviel wie nötig und so wenig wie möglich". Da steh ich voll dahinter.
    Dominanz, Erziehungsmethoden und das ganze drum herum sind für mich absolut unterschiedliche Dinge. Um zu einer Machtposition (nichts anderes ist Dominanz letztendlich) zu kommen setze ich Verständnis, Vernunft und Signale ein, die mein Gegenüber versteht. Das ist abhängig vom jeweiligen Individuum und der Situation in der sich beide Teile der Dominanzbezihung befinden. Wenn meine Machtposition untergraben wird, muss ich sie stärken durch Demonstration meiner Macht (dazu gehört auch das belohnen). Das Beibringen/Verlangen von Alternativhandlungen ist nichts anderes.
    Sollte mir das Erlangen oder Halten meiner Machtposition nicht gelingen, ist es besser den Hund abzugeben, bevor er die Führung übernimmt und er mich zurechtweist. Er setzt nämlich ganz andere Mittel ein um sich durchzusetzen, als wir das tun würden.

    Auch ich danke für die interessante, wenn auch sehr zeitintensive Diskussion

    LG Peter

  4. #4
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Off-Topic:

    Peter,
    für Dich ist das zeitaufwändig, zweifellos. Für mich (wie schon für andere vor mir) sind Deine Äußerungen wertvoll.

    Danke!
    Tina
    (auch so eine, die es schafft, Dominanz von Gewalt zu unterscheiden)
    Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)

  5. #5
    Bollerkopp
    Gast

    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen

    Jetzt aber wirklich zum Schluß:
    Gewalt die beim Hund Schaden oder Ängste verursacht lehne ich generell ab. Von daher ist noch nicht mal ein Stachler in unserem Haushalt. Von Teletakt oder sonstigen Foltergeräten rede ich schon gar nicht. Ein Leinenruck ist für mich keine Gewalt, sofern er zum richtigen Zeitpunkt und auch mit der notwendigen Intensität ausgeführt wird. Neulich habe ich von einer Hundetrainerin in dem Zusammenhang den Grundsatz gehört: "Soviel wie nötig und so wenig wie möglich". Da steh ich voll dahinter.
    Und da unterscheiden wir uns ganz stark.
    Leinenruck ist Gewalt und schadet dem Hund.
    Denn wenn der so larifari wäre, dann würde ihn niemand anwenden.
    Dann kann ich dem Hund auch ans Ohr tippen.

    Deswegen sehe ich bestätigt, dass hier nicht zwischen Dominanz und Gewalt unterschieden wird.

    In diesem Sinne,

    einen schönen Tag noch.

  6. #6
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Hallo Regine,

    beantwortest du mit bitte noch meine Frage?

    DANKE

    Waldmaus

  7. #7

    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Off-Topic:

    Waldmaus ich fürchte Regine liest dich net... da gibbet so eine Funktion.....
    Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein wie andere mich gerne hätten

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Zitat Zitat von Bollerkopp Beitrag anzeigen
    Und da unterscheiden wir uns ganz stark.
    Leinenruck ist Gewalt und schadet dem Hund.
    Ich behaupte, das ist sanfte bzw notwendige Gewalt und habe niemals behauptet, dass ich absolut gewaltfrei erziehen kann. Genauso behaupte ich, dass keiner das wirklich schafft der einen Durchschnittshund hat und jede Situation kontrolliert und ohne Angst dass etwas passiern könnte, bestehen will. Und schon gar nicht, wenn der Hund Schutztrieb hat, oder bei sonstigen Gelegenheiten dazu neigt, nach vorne zu gehen.
    Das ist ein generelles Problem. In manchen Situationen ist es notwendig, dass der Hund nicht mal versucht das zu tun was er will oder was sein Instinkt ihm sagt. Da ist ein Meideverhalten dringendst/zwingend notwendig. Ich kann meinem Hund leider nicht erklären, dass er keine Jogger oder andere Hunde fressen darf. Wenn er meint das tun zu müssen reiße ich ihn an der Leine zurück oder werfe ihn zu Boden.
    Was ganz anderes ist unnötige körperliche Gewalt bei Übungen oder gar als Strafe eingesetzt. Das lehne ich grundweg ab.
    Wenn jedoch mein Hund eine Übung wirklich beherrscht und diese aber nccht machen will, weil ihm der Sinn grade nach spielen oder schnüffeln steht, muss ich mich durchsetzen. Sonst laufe ich einfach Gefahr, dass er es das gewünschte Verhalten auch im Notfall nicht zeigen wird, weil er grad am schnüffeln ist.
    Es gibt Übungen wie "Platz", da fordere ich bedingungslosen und sofortigen Gehorsam. Wie sich das bei uns unterscheidet habe ich in meinem vorigen post beschrieben. Wenn der Tonfall oder das Handzeichen entsprechend gegeben werden hat er sofort zu liegen und keinen Muckser mehr zu machen....egal was der Hund grade tut.
    Das Befolgen dieses Kommandos werde ich immer erzwingen wenn es nötig ist und dazu wäre ich auch bereit Gewalt einzusetzen.
    Das nennt man Konsequenz und die wird in allen Lehren über Hundeerziheung gefordert. Wenn ich nicht bereit bin manches mit allen Konzequenzen zu fordern, dann muss ich die Forderung unterlassen. Dann müssen meine Hunde leider im Zwinger bleiben (den ich auch noch bauen müsste), weil nicht mal das Zusamenleben in der Wohnung funktionieren würde.
    "Platz" ist bei uns die Notbremse in allen Situationen. Das funktioniert aus dem Stehen oder beim Angriff auf andere Hunde oder in Schutz-/Bewachungssituationen genauso wie wenn ein Hund einen Hasen sieht und hinterher jagt. Das mit dem Hasen wird unser Podenco vermutlich nie lernen können, deshalb bleibt er an der Schleppleine.

    Anders verhält es sich bim "Fuß", da gibts bei mir keinen Leinenruck. Wenn der Hund nicht schön läuft, liegt es in 99,9% der Fälle an mir. Ich muss es für ihn interessant und spannend machen, dann klappt das auch ohne Leinenruck. Aber es ist mir auch nicht wirklcih wichtig ob er schön in mein Gesicht schaut oder 10 cm weiter vorne oder hinten läuft. Es sieht nur gut aus und da ist mir das noch nicht mal sanfte Gewalt oder einen scharfen Ton wert.
    Anders wäre es, wenn er an der Leine zieht und meint, ich müsste dahin wo er hin will. Da setze ich mich dann durch, weil ich keine Lust auf längere Arme habe und eine "Diskussion mit meinem Hund" niemals führen werde. Er darf das oder er darf das nicht. Fertig.
    Bevor das aber wieder ausgelegt wird: natürlich bleibe ich stehen, spreche ich ihn nach 2 Sekunden an wenn er nicht nachlässt, sag zu ihm er soll zu mir kommen. Beim zweiten mal sag ich es im deutlichen Ton und dann hol ich ihn an der Leine zurück und er wird die nächsten paar Meter im "Fuß" gehen.

    Ein Hund kann leider von sich aus nicht in allen Situationen umweltkompatibel reagieren, da die Umwelt in der er lebt nichts mit dem zu tun hat, was er mit seinen Instinkten einordnen und entsprechend darauf reagieren kann. Also sind die Reaktionen des Hundes manchmal falsch oder zumindest nicht akzeptabel für die Menschen. Dadurch bin ich als Hundehalter in der Verantwortung, Gefahr für die Umwelt und für ihn selbst abzuwenden bzw zu verhindern.
    Das macht man mit Training, weil Übung eben das beste Mittel dafür ist. Wenn ich jedoch trainiere und dabei nicht wirklich konsequent bin (und das geht nun mal leider bis zum körperlichen Einsatz), kann ich nciht erwarten, dass das geübte im Notfall auch wirklich zu 100% umgesetzt wird.
    Lieber setze ich den Hund im Training einmal unter Druck wenn es wirklcih nötig ist, als dass ich im normalen Leben denken müsste "wird schon nichts passieren wenn wir draußen sind"

    Zitat Zitat von Bollerkopp Beitrag anzeigen
    Denn wenn der so larifari wäre, dann würde ihn niemand anwenden.
    Dann kann ich dem Hund auch ans Ohr tippen.
    Wenn alles was nicht larifari ist Gewalt ist, dann ist Deiner Ansicht nach auch Belohnen oder das Vorenhalten von Belohnung Gewalt. Sonst würde das ja auch niemand anwenden. Nur würde absolut Keiner auf die Idee kommen das als Gewalt zu bezeichnen.
    Sorry, den vorigen Absatz konnte ich weder mir, noch Dir, noch den Lesern ersparen
    Du vermischst meiner Ansicht nach die Begirffe.

    Jedenfalls ist beides es Machausübung und somit Dominanz.

    Zitat Zitat von Bollerkopp Beitrag anzeigen
    Deswegen sehe ich bestätigt, dass hier nicht zwischen Dominanz und Gewalt unterschieden wird.

    In diesem Sinne,

    einen schönen Tag noch.
    Du pauschalierst. ICH habe diese Ansicht und einige andere scheinbar auch. Dass das HIER (also im gesamten Forum) so gesehen wird ist eine Unterstellung. Zumindest Du siehst das ja schon mal anders und ich bin überzeugt, dass es noch mehr Mitglieder im Forum mit Deiner oder ähnlichen Ansichten gibt.

    Zum absoluten Abschluß dieser Dikussion von meiner Seite kann ich nur nochmals die Trainerin zitieren:
    "Soviel Einsatz wie nötig, aber so wenig wie möglich"
    Dahinter stehe ich und davon wird mich vermutlich auch niemand mehr abbringen können, weil es eben genau meiner Erfahrung entspricht.
    Es wäre schön, wenn Erziehung ohne Zurechtweisung und ohne jegliche Gewalt funktionieren würde. Das würde ich bei Kindern und Hunden sofort machen, wenn eine Aussicht auf Erflog bestünde. Leider zeigt sich aber in der Realität, das es bisher nirgends funktioniert hat.

    Gute Nacht zusammen.
    Geändert von Black1962 (01.07.2009 um 00:50 Uhr)

  9. #9
    Dafina
    Gast

    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    ...wat is denn nu...gibt es denn jetzt dominante Hunde oder nicht, bei so viel Experten hier muss doch einer mal recht haben...wie soll ich denn jetzt meinen Hund erziehen, vielleicht gibt es ja eine Waldorfschule für Hunde...muss ich glatt mal googeln

  10. #10
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen
    Jedenfalls ist beides es Machausübung und somit Dominanz.
    Ich weiß, dass das ein Tipper/Versehen war, aber den Begriff "Machausübung" nehme ich ab jetzt in meinen Sprachschatz auf: Ich übe (Dominanz etc.) aus - und der Hund macht!

    Ansonsten, Peter: Willkommen bei den "Tierquälern"!

    LG
    Tina
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  11. #11
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    ....und wo is dat Bollerkopp???

  12. #12
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Silke+Bo
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    Ausrufezeichen AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Zitat Zitat von Chouchou Beitrag anzeigen
    ....und wo is dat Bollerkopp???
    Nicht mehr da

    Schönen Tag
    Silke mit Bo

  13. #13
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    Ich weiß, dass das ein Tipper/Versehen war, aber den Begriff "Machausübung" nehme ich ab jetzt in meinen Sprachschatz auf: Ich übe (Dominanz etc.) aus - und der Hund macht!

    Ansonsten, Peter: Willkommen bei den "Tierquälern"!

    LG
    Tina
    Gibts hier keinen "Achtung Ironie"-Smiley???

    Blödsinn-Modus an
    "Machausübung" sollte heisen, dass ihm das Lebens-Licht ausmache, wenn er nicht funktioniert wie ich das von ihm erwarte... und zwar ohne Kommando, sonst setzt's gleich was
    Blödsinn-Modus aus

    Es lebe das Zeitalter von autmatischer Rechtschreibkorrektur... nur eben nicht in Foren und Chats
    Meine Vertippsler sind berühmt-berüchtigt.
    Wer also Tippfehler findet, darf sie gern behalten


  14. #14
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von tamina
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Hallo Black1962,

    du empfindest Gewalt als Notwendigkeit in der Hundeerziehung? Gewalt ist Gewalt - fertig, da abzustufen und es als sanft und notwendig zu rechtfertigen finde ich traurig!

    Ein Hund der nach vorne geht hat seine Gründe, er findet sein Gegenüber unheimlich und möchte das es verschwindet. Ruckst du dann noch an der Leine erreicht du bei so einem Tier vorallem eins: Der Hund verbindet den Schmerz mit der Situation und es wird schlimmer und schlimmer werden.

    Und ja - man kann einem Hund "erklären", dass die Welt da draussen nicht nur furchtbar böse und gemein ist.

    Was ganz anderes ist unnötige körperliche Gewalt bei Übungen oder gar als Strafe eingesetzt. Das lehne ich grundweg ab.
    Wo liegt da bitter der Unterschied - für den Hund ist es das Gleiche, wenn nicht noch schlimmer. Er reagiert für sein Verständnis absolut richtig und dafür bekommt er in seinen Augen noch grundlos Schmerzen zugefügt.

    Ob Fuss, Platz oder Pfote geben, die Entscheidung nach der Wichtigkeit liegt alleine bei uns. Klappt das Fuss nicht richtig wurde es nicht richtig in der entsprechenden Situation verstärkt und genauso sieht es auch bei Platz, Sitz und sonstwas aus.
    Wenn ich jedoch trainiere und dabei nicht wirklich konsequent bin (und das geht nun mal leider bis zum körperlichen Einsatz), kann ich nciht erwarten, dass das geübte im Notfall auch wirklich zu 100% umgesetzt wird.
    Diese Aussage finde ich persönlich einfach nur traurig!

    Lieber setze ich den Hund im Training einmal unter Druck wenn es wirklcih nötig ist, als dass ich im normalen Leben denken müsste "wird schon nichts passieren wenn wir draußen sind"
    Hunde lernen situationsbezogen, mit "einmal" im Training Gewalt anwenden, damit er es dann "draussen" nicht mehr macht wird es in den wenigsten Fällen klappen. Ausser man faltet den Hund dermassen zusammen, dass er am besten keinerlei eigenständiges und hundliches Verhalten mehr anbietet.

    Es wäre schön, wenn Erziehung ohne Zurechtweisung und ohne jegliche Gewalt funktionieren würde. Das würde ich bei Kindern und Hunden sofort machen, wenn eine Aussicht auf Erflog bestünde. Leider zeigt sich aber in der Realität, das es bisher nirgends funktioniert hat.
    Dann hast du dich damit anscheinend nicht richtig beschäftigt.

    Martina

  15. #15
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Zitat Zitat von tamina Beitrag anzeigen
    Dann hast du dich damit anscheinend nicht richtig beschäftigt.
    ich wohl auch nicht, wobei ich mich frage, was ich unter richtig zu verstehen habe.

    bitte martina, erklär doch mal, was aus deiner sicht 'die richtige beschäftigung damit' ist.
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  16. #16
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Zitat Zitat von tamina Beitrag anzeigen
    ... Gewalt ist Gewalt - fertig, da abzustufen und es als sanft und notwendig zu rechtfertigen finde ich traurig!....

    nun, ich finde bei einer solch radikalen aussage sollt man den begriff der gewalt dann doch wohl eher mal definieren.

    denn gewalt fängt doch da an, wo ich meinen willen auch unter überwindung des fremden willens durchsetze. das kann auf verschiedenste weisen erfolgen. fütterung zu festgelegten zeiten, den drang nach futter verwenden umd dem hund ein verhalten abzuringen, die leine, das geschirr oder halsband, das einsperren in einem kennel, wenn der hund lieber durchs auto springen will und vieles mehr.

    auch solte in diesem zusammenhang der begriff der macht definiert werden.

    der versuch von definitionen bringt nicht nur den vortel, dass man anschließend einheitlich über etwas sprechen kann und annähernd das gleiche meint, also eine abstimmung von absender und empfänger, nein man macht sich auch selbst eigene kritische gedanken, welche am ende von denen abweichen, welche man am anfang hatte.

    ich für meinen teil weiß, ich übe macht über mein tier aus und ich setze durch verwirklichung auch gewalt ein. von schmerzen und schlagen ist bis hier nicht im geringsten die rede. auch nicht von dominanz oder vergleichbaren. nur von der verantwortung eines hundehalters.

    pete
    cira und balou, es mag der tag kommen, an dem mir euer name keine tränen in die augen treibt. ich hoffe, er kommt nie.
    Duncan mein Freund, es war zu früh, viel zu früh. Du fehlst. Alina, ich vermisse Dich!

  17. #17
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Es wird also doch wie vermutet zur Endlosdiskussion *grins
    Da ich mich persönlich angesprochen fühle, antworte ich trotzdem.

    Zitat Zitat von tamina Beitrag anzeigen
    Hallo Black1962,

    du empfindest Gewalt als Notwendigkeit in der Hundeerziehung? Gewalt ist Gewalt - fertig, da abzustufen und es als sanft und notwendig zu rechtfertigen finde ich traurig!
    Es gibt also keinen Unterschied zwischen "ich nehme meinen Hund an der Leine mit" und "ich verprügle ihn" ?????
    Desweiteren empfinde ich Gewalt nicht als Notwendigkeit, aber ich schließe sie nicht komplett aus. Wenn ich bei 2 unserer 5 Hunde auch nur die geringste Gewalt oder eine Gewaltandeutung machen würde würden sie zerbrechen und hätten vorläufig nur noch Angst.
    Es gibt jedoch unter den Hunden -wie bei den Menschen auch- ängstliche, durchschnittliche und absolute Draufgänger. Und jeden muss man mit der für ihn notwendigen Sanftheit, Konsequenz und manche auch mit körperlich spürbaren Mitteln erziehen.
    Ich werde niemals von Gewalt als Notwedigkeit reden, weil es meist absolut unnötig ist.

    Zitat Zitat von tamina Beitrag anzeigen
    Ein Hund der nach vorne geht hat seine Gründe, er findet sein Gegenüber unheimlich und möchte das es verschwindet. Ruckst du dann noch an der Leine erreicht du bei so einem Tier vorallem eins: Der Hund verbindet den Schmerz mit der Situation und es wird schlimmer und schlimmer werden.
    In dem Fall find ich es schade, dass ich Dich nicht vor eineinhalb Jahren kennengelernt habe. Da habe ich Max (Rottweiler, damals ca 4 Jahre alt) aus dem TH geholt. Er hatte alles was sich schnell auf uns zubewegt "zum Fressen gern". Ich wohne hier direkt an Wander- und Radwegen... wirklich tolle Wohnlage. Es kommen Wanderer, Mountainbiker, Jogger und alles Mögliche unverhofft aus dem Wald oder um ne Kurve.
    Wie das leider oft der Fall ist, erwarten alle, dass allein die Anderen (in dem Fall Hundehalter) Rücksicht nehmen müssen.
    Ich hätte gern gesehen, wie Du das absolut aewaltfrei -also auch ohne an der Leine zu ziehen- gemacht hättest. Und das ist nur eine Situation von vielen. Die absolut gewaltfreie Methode hat nach wenigen Wochen funktioniert. Dann konnte der Jogger bis auf ca 1 - 1,5 m an uns herankommen ohne dass Max reagiert hat. Näher durfte er nie kommen. Als nach Monaten kein weiterer Fortschirtt zu sehen war, musste ich zu drastischeren Mitteln greifen.
    Ich habe ihn genau zweimal in solchen Situationen -als wir genau das auf dem HuPla trainiert haben- auf den Boden geworfen, weil er das "Platz" selbständig aufgehoben hat und wieder mit gefletschen Zähnen in Richtung Jogger vorschoß. Beim ersten Mal wars sein Blick "was geht jetzt ab, lass mich los!" beim zweiten Mal war er schon fast ohne Gegenwehr (also ohne Versuch sich zu befreien). Seither bleibt er liegen, egal was kommt und das auch außerhalb des HuPla bei fremden Joggern.
    Glaub's mir, mir wäre es lieber, wenn ich nicht zu solchen Mitteln greifen müsste, aber denk einfach mal an die Konsequenzen für den Jogger, den Hund und mich, wenn ich das nicht üben würde.

    Zitat Zitat von tamina Beitrag anzeigen
    Und ja - man kann einem Hund "erklären", dass die Welt da draussen nicht nur furchtbar böse und gemein ist.

    Wo liegt da bitter der Unterschied - für den Hund ist es das Gleiche, wenn nicht noch schlimmer. Er reagiert für sein Verständnis absolut richtig und dafür bekommt er in seinen Augen noch grundlos Schmerzen zugefügt.
    Klar, das Kind, das ich grade noch von an der Hand von der Straße reiße bevor es unter den LKW kommt versteht auch nciht, waum ich das mache und evtl kugle ich ihm dabei auch ncoh den Arm aus... trotzdem finden es die meisten Leute richtig und das Kind lernt ebenfalls daraus.

    Zitat Zitat von tamina Beitrag anzeigen
    Ob Fuss, Platz oder Pfote geben, die Entscheidung nach der Wichtigkeit liegt alleine bei uns. Klappt das Fuss nicht richtig wurde es nicht richtig in der entsprechenden Situation verstärkt und genauso sieht es auch bei Platz, Sitz und sonstwas aus.

    Diese Aussage finde ich persönlich einfach nur traurig!
    Ich finde es traurig, dass manche Hundehalter nicht bereit sind, ihren Hunden klarzumachen, dass bestimmte Verhaltensweisen inakzeptabel sind und sich scheinbar nicht klar sind, was ein Hund anrichten kann, wenn er außer Kontrolle agiert. Das führt zu Beißunfällen und der Hund hat anschließend darunter zu leiden indem er Leinenpflicht hat und Maulkorb tragen muss, er ins TH kommt und nicht mehr vermittelt werden darf, oder im schlimmsten Fall sein Leiden -das durch falsch verstandene Tierliebe kommt- durch eine Spritze beendet wird .
    Es gibt Dinge die kann man nur im entsprechenden Fall trainieren.
    Ein normales Platz ohne Ablenkung und ohne vorpreschenden Hund ist etwas ganz anderes als eine Situation wo der Hund außer Kontrolle geraten kann bzw ist.
    Dass es meine Entscheidung ist, was bzw wann es wichtig ist, muss er einfach akzeptieren. Bevor er die Möglichkeit hat jemandem Schaden zuzufügen werde ich mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln einschreiten. Und das wird geübt, bis er in solchen Situationen kontrolliert agiert oder zumindest auf meine Kontrolle reagiert.

    Zitat Zitat von tamina Beitrag anzeigen
    Hunde lernen situationsbezogen, mit "einmal" im Training Gewalt anwenden, damit er es dann "draussen" nicht mehr macht wird es in den wenigsten Fällen klappen. Ausser man faltet den Hund dermassen zusammen, dass er am besten keinerlei eigenständiges und hundliches Verhalten mehr anbietet.
    Dass Hunde Situationsbezogen reagieren ist vollkommen richtig, also muss ich bekannte Problemsituationen herbeiführen und genau das trainieren. Nur das macht Sinn.
    Wenn ich ihn zusammenfalte, heißt das für mich ich brülle. Wenn es für dich schlagen heißt dann wirst du das bei mir vergeblich suchen.
    Dass Brüllen nicht richtig ist weiß ich auch, aber in bestimmten Situatioen bekomme ich es leider nicht hin, in der "Hundesprache" zu agieren, weil ich auch die Schrecksekunde überwinden muss.
    Viel besser wäre es, den Hund so zurechtzuweisen, wie er es versteht. Und genau darüber kann man sich beim Beobachten eines Hunderudels ein Bild machen.
    Mach Dir mal die Mühe und schau Hunden zu, die in einem Rudel leben. Du wirst Dich wundern über die "Gewalt" und "Brutalität", die sie bereits beim Spielen zeigen. Dagegen ist das was ich unter "notwendige Gewalt bei der Erziehung" bezeichne ein Kindergeburtstag bei dem ein Kind dem anderen beim Fangen spielen auf den Rücken klatscht.... aber das ist ja für Dich auch schon Gewalt.

    Zitat Zitat von tamina Beitrag anzeigen
    Dann hast du dich damit anscheinend nicht richtig beschäftigt.

    Martina
    Sag mir nur ein bewiesenes Beispiel, wo es nie eine Zurechtweisung in der Erziehung gab und das betreffende Lebewesen anschließend von sich aus so war, wie es von der Allgemeinheit/Lebensgemeinschaft/Umwelt erwartet wird und das Ganze auch noch unbeschadet überlebt hat.

    Dass es gewaltfrei oder zumindest gewaltfreier gehen würde, mag stimmen.
    Aber ist es besser, wenn das Kind von sich aus erfahren muss, dass die Herdplatte heiß ist oder würden nicht die meisten eingreifen bevor die Hände verbrannt sind? Und welche Eltern haben nicht schon tausendmal erklärt, dass das Kind die Finger davon weglassen soll und es fasst trotzdem immer wieder hin... mir wäre ein angeschrien werden oder Klapps auf den Hintern lieber als verbrannte Hände deren Haut auf der Herdplatte klebt.

    Beim Hund gibt es genügend vergleichbare Beispiele. Such Dir einfach etwas aus wo Gefahr für andere Menschen, Deinen Hund oder Dich besteht. Und denk bitte dran, dass nicht alle Hunde so lieb, nett und zurückhaltend sind wie es vielleicht Deiner und alle anderen sind, die Du persönlich kennst.
    Entscheide dann selbst, was Dir lieber wäre: vorbeugend sanfte Gewalt einsetzen oder hinterher heulen und jammern "warum hab ich nicht....." wenn der Hund gebissen hat oder tot auf der Straße oder im Wald liegt.

    Nachtrag
    Bevor das jetzt auch noch hochkommt: Ja, Max hatte eine strenge und sehr konsequente Erziehung die nicht komplett gewaltfrei war. Noch bei keinem Hund vorher war ich je so gefordert. Er ist trotzdem kein seelenloser Roboter, der aus Angst ausführt was ich verlange.
    Ich behaupte, dass er vom ganzen Rudel der Hund ist, der mich am meisten liebt. Ich jedenfalls sehe in ihm etwas ganz besonders Wertvolles und einen Freund, für den ich alles tun und mein letztes Hemd geben würde.
    Wer will, kann gern vorbeikommen und sich unsere "gequälten und freudlosen" Hunde ansehen, oder auch Menschen fragen, die uns und unsere Hunde persönlich kennen.
    Geändert von Black1962 (01.07.2009 um 15:34 Uhr)

  18. #18
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von diala
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Huhu,

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen
    In dem Fall find ich es schade, dass ich Dich nicht vor eineinhalb Jahren kennengelernt habe. Da habe ich Max (Rottweiler, damals ca 4 Jahre alt) aus dem TH geholt. Er hatte alles was sich schnell auf uns zubewegt "zum Fressen gern".
    (...)
    Ich hätte gern gesehen, wie Du das absolut aewaltfrei -also auch ohne an der Leine zu ziehen- gemacht hättest.
    Oh... sehr gute, sicher rhetorisch gemeinte Frage an genau die richtige Person...



    Er hat nur das fressen wollen, was sich auf ihn zubewegt? Na das ist ja noch nicht so arg *abwink* und ich find, die Frage geht genau an die richtige Person

    Geändert von diala (01.07.2009 um 16:08 Uhr)

    what would a pirate do?

  19. #19
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen
    Wer will, kann gern vorbeikommen und sich unsere "gequälten und freudlosen" Hunde ansehen, oder auch Menschen fragen, die uns und unsere Hunde persönlich kennen.
    Boah! Ist das ein Angebot!?
    Nö, nicht wegen der "gequälten und freudlosen" Hunde. So einen hab ich selbst ("wissen" manche ja, ohne den Hund je gesehen zu haben ...).
    Aber dazulernen find' ich nie schlecht. Und wenn's dann noch so gut erklärt und schlüssig verargumentiert ist .. ähm, ... wann soll ich vorbeikommen?

    LG
    Tina
    Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)

  20. #20
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Hallo,
    Zitat Zitat von Black1962 Beitrag anzeigen
    Er hatte alles was sich schnell auf uns zubewegt "zum Fressen gern". Ich wohne hier direkt an Wander- und Radwegen... wirklich tolle Wohnlage.
    darauf war diala's Antwort bezogen.

    Mein Hund machte keine Unterschiede, ob sich etwas auf uns zu, von uns weg oder überhaupt bewegte. Tiere, Menschen, Autos, Gegenstände auf sehr große Distanzen wurden für extrem gefährlich befunden und entsprechend reagierte mein Tierchen darauf. Wir wohnten damals mitten in der Stadt in einem Viertel in dem 24h am Tag Menschen auf der Strasse waren. Schon das Verlassen der Wohnung um den Hund in das vorgefahrene Auto zu verfrachten war heftig. Jedes Geräusch ausserhalb der Wohnung veranlasste sie dazu aufzuspringen und vor Zorn an Wände zu rennen.
    Ich weiß also wie es ist mit so einem Hund zu leben und was passiert, wenn man mit Gewalt bei Angst- und Aggressionproblemen arbeitet! Dies war unser erster Weg, weil wir es damals nicht besser wussten und der Trainerin, die ein Tierheimmitarbeiter empfahl, vertrauten.

    Ich finde es traurig, dass manche Hundehalter nicht bereit sind, ihren Hunden klarzumachen, dass bestimmte Verhaltensweisen inakzeptabel sind und sich scheinbar nicht klar sind, was ein Hund anrichten kann, wenn er außer Kontrolle agiert. Das führt zu Beißunfällen und der Hund hat anschließend darunter zu leiden indem er Leinenpflicht hat und Maulkorb tragen muss, er ins TH kommt und nicht mehr vermittelt werden darf, oder im schlimmsten Fall sein Leiden -das durch falsch verstandene Tierliebe kommt- durch eine Spritze beendet wird .
    Bingo - da sind wir absolut einer Meinung!
    Und das ist genau der Punkt: Beantworte Agression mit Gewalt und ruckzuck sind wir genau bei den oben beschriebenen Problemen.

    Martina

  21. #21
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    Standard AW: Und wieder mal was Interessantes zum Mythos Dominanz..

    Auch ich danke für die interessante, wenn auch sehr zeitintensive Diskussion

    LG Peter[/QUOTE]

    ja, danke peter! sehr interessant und meine volle zustimmung, wenn auch seeeehr lang ;-)

    mein einziger kommentar zu dem ganzen "gedöns"- ich möcht bei dem ein oder anderen gern mal mäuschen spielen, ob das hier geschriebene (nicht nur in diesem fred , aber sehr allumfassend) immer so dem alltagsleben entspricht, oder eher wunschvorstellungen darstellt?!!!!!!

    nix für ungut- mit schmunzelden grüssen - melanie *****ohhhh man(n) bin ich dominant********

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