Ich möchte mir den Schmerz, den ihr in den vergangenen zwei Jahren durchgemacht habt, nicht einmal im Ansatz vorstellen. Die Schlussfolgerung daraus kann ich allerdings nicht nachvollziehen.
Der Rüde starb im hohen Alter (waren es 12 Jahre?) an einer Magendrehung. Das Schreckgespenst eines jeden Großhundebesitzers. Statistisch betrachtet sind große Rassen häufiger betroffen als kleine, Hunde ab 6 Jahren haben ein erhöhtes Risiko und Rüden ein größeres als Hündinnen. Wenn euer Rüde - und davon gehe ich jetzt aus - nicht sein Leben lang krank war, hat er ein langes, erfülltes Hundeleben gehabt und ist dann an einer Magendrehung verstorben. Ein Risiko, dass die RRs mit jeder anderen Großhunderasse gemein haben.
Eure Jüngste war, jedenfalls wenn ich den Bildern Glauben schenken darf, ein sorgfältig gezüchtetes Powerpaket voller Lebenskraft und -freude. Ihr selbst sagt, dass ihr nach der Lungenentzündung (verursacht durch Futter, das in die Lunge gelangte) möglicherweise ein MRS-Keim zum Vergängnis wurde. Diese Erkenntnis bringt sie nicht zurück, nimmt nicht den Schmerz und die Trauer und es tut mir unendlich leid für eure Savannah und für euch. Hat aber für mich auch nichts mit heutiger Zucht zu tun, auch, wenn man da aus meiner Sicht einiges anders machen sollte.
Die RRs auf den afrikanischen Farmen habe ich nicht kennengelernt. Die Auslese soll allerdings ungleich härter gewesen sein, wenn man den Berichten glauben darf. Wie viel Zeit und Geld wurde da wohl in die Diagnostik und Gesunderhaltung von kranken Hunden investiert?
Die Schlussfolgerung für mich aus diesen Erlebnissen ist: weiterhin genau hinschauen, die jeweiligen Hunde kennenlernen, auch über Jahre - und da kaufen, wo Wissen und Vertrauen ist. Eure Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass egal, wie sorgfältig man auch ist, am Ende gehört leider auch immer ein Stück Glück dazu.
Viele Grüße,
Stefanie mit BamBam & Hellboy


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