Ehrlich gesagt, sind wir zu Lola gekommen, so wie es hier eigentlich immer wieder abgeraten wird:

Seit drei Jahren wollten wir uns einen Hund zulegen. Die Rasse war noch nicht festgelegt, schwankte von Gos D'Atura (wollte ich gern) über Labrador bis zum RR. Fest stand nur, dass wir zwar einen Familienhund haben wollten, aber keinen, der nur nebenher läuft, sondern einen, der uns fordert und mit dem man arbeiten kann.

Als wir in die Wohnung gezogen sind, die wir uns mit "Hundeaugen" ausgesucht hatten, konnte die "Familienplanung" losgehen. Ich habe mich also auf Plattformen von Gos D'Atura rumgetrieben und habe Züchter angeschrieben. Diese Rasse ist wohl in Deutschland noch weniger verbreitet als der RR, und meine Kontaktaufnahme per e-mail bei den wenigen Züchtern endete leider im elektronischen Nirwana, es kam nie was zurück. Gegen den Labi haben wir uns dann doch irgendwann aus mehreren Gründen entschieden, und als eine Kollegin sagte, in ihrem Dorf der hat eine Züchterin jetzt Welpen von ihrer RR-Dame, da fuhren wir hin, um zu gucken.

Ich kann nicht sagen, dass mir die Züchterin sympathisch war, aber da war ich auch noch der Meinung, das sei Zweitens. Das sehe ich heute etwas anders. Damals war uns wichtig, wie die Hundemutter und die Welpen versorgt werden, welche Untersuchungen die Züchterin hat machen lassen, obwohl sie eine sogenannte Dissi-Züchterin ist. Die Welpen wuchsen in Familie mit Kontakt zu Katzen, Schafen, Pferden und Wellensittichen auf, hatten ein eigenes Welpenzimmer und waren gesund und munter, was man an den uns vorgelegten Wurfabnahmepapieren und an den Welpen an sich sah. Die Mutter der Welpen war etwas aus dem Leim gegangen, aber das schoben wir auf die kurz zurück liegende Trächtigkeit. nachdem Lola (damals noch Adine) sich in unser Herz geschlichen hat, sind wir noch mehrmals hingefahren, sie zu besuchen, und mit 14 Wochen haben wir sie zu uns geholt.

Lola ist ein Traumhund, der uns vieles abverlangt und uns viel gibt. Wir würden sie niemals wieder hergeben wollen, aber beim nächsten RR würden wir sicher einem anderen Züchter den Vorzug geben. Man lernt eben immer noch dazu.