Sabine, wir treffen jeden Tag jede Menge Hunde.
Während des Spazierganges, denen wir halt so begegnen, meine ich jetzt .
So komisch wie ich oder eben auch manchmal ein Mitläufer sieht allerdings kaum jemand aus.
Trainingsweste mit allem möglichen drin und dran, Pfeife und Clicker um den Hals, Schleppleine in der Hand oder am Hund....
Ich hab`hier mal eine nette Nachbarin des Morgens getroffen, die lachte, als sie uns um die Ecke kommen sah und sagte:" Susanne, niemand hier arbeitet soviel mit seinem Hund wie Du. Ich sehe immer nur Dich...spazieren gehen, mit dieser langen Leine mitten auf dem Feld, mit dem Hund spielen, klettern, Fährten suchen....die gehen doch alle immer nur jeden Tag dreimal eine halbe Stunde die gleiche Runde und fertig."
Von Pfeifentraining und diversen Übungen im freien Feld mal ganz zu schweigen.
Dafür gibt es hier leider mehrere Hunde mit Teletakt oder Stachelwürger, damit sie nicht zu Fremden laufen oder Hasen und Rehe jagen.
Und es gibt auch mehrere Ersthundebesitzer, die noch nie eine Hundeschule besucht haben, sich aber auch nicht auf anderen Wegen informieren, sondern eine Leine an den Hund machen und gut ist.
Da läuft dann eine viel zu dicke Labbidame von anderthalb Jahren ängstlich an der Leine, weiß nicht wirklich, wie sie sich bei Hundebegegnungen verhalten soll, macht sich vor Angst bald in die Hose....
Zuerst hieß es:"Nein, die kann nicht frei laufen, die ist noch zu jung, wenn die wegläuft, dann kommt sie ja nicht wieder."
Jetzt heißt es:"Nein, die hört nicht, wenn ich rufe und sie hat ja auch so Angst."
Armer Hund....
Neulich traf ich eine Frau an der Supermarktkasse.
Um den Hals das gleiche Equipment wie ich auch. Pfeife und Clicker.
Wir musterten uns kurz, grinsten und sagten:"Guten Tag."
Getroffen haben wir uns draußen mit Hund aber noch nie.

LG, Suse