Nochmal ...
Die Wohnungsgröße stellt für einen RR an sich kein Problem dar.
Aber die aktive gestaltete Zeit, die der RR täglich braucht, kann eine Familie mit Nachwuchsambitionen oder gar kleinen Kinder enorm (über)fordern ... bis hin zur Aufgabe.
Nicht umsonst sieht man in der Hunde-Notorganisationen insbesondere bei den RRs immer wieder Abgabehunde unter 24 Monate, die körperliche und geistige Auslastung brauchen, die die erwachsenen Familienmitglieder in ihrer Mehrfachbelastung (Beruf, Partner, Kinder, Hund, Haushalt) nicht erbringen konnten.
Ich sehe es in der eigenen näheren Verwandtschaft. Paar bekommt Kind, sie bleibt als ehemalige Personalmanagerin Zuhause. Das lastet sie nicht aus. Als das Kind 2 Jahre alt ist, wird ein Border Collie Welpe ins Haus geholt.
(M.M. nach einer der ungeeignetesten Hunderassen in dieser Lebenssituation!)
Der Hund fordert sie. Mann ist ständig unterwegs und wollte den Hund nicht im Haushalt. Bis der Hund ins Flegelalter kommt, was alles easy.
Jetzt stellt man immer häufiger fest, dass der Hund bei beruflichen und privaten Reisen stört. Also wird er regelmäßig - gern mal auch eine Woche - zum Hundesitter abgeschoben.
Der Hund entwickelt Eigenheiten, kontrolliert Kinder, jagt, haut vom Grundstück ab.
Entwickelt sich immer mehr zum "Nur dabei"- statt "Mittendrin"-Hund und sorgt deshalb selber für Entertainment.
Diese Negativentwicklung und mögliche Überforderung muss man sich realistisch vor Augen halten.
Meine Empfehlung:
Entweder erst Kinder und Hund(ewelpen) hinzunehmen, wenn das Jüngste in die Grundschule kommt
oder zuerst Hund und dann bis zur Erwachsenenphase 4-6 Jahre abwarten.
Und erst dann das bzw. die Kinder hinzuholen.
Alles andere führt erfahrungsgemäß dazu, dass der Hund zu wenig geführt, erzogen und trainiert wird.
VG Martin


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