Zitat Zitat von Monika MH Beitrag anzeigen
Hallo,

...voll gefährlich, nicht kinderlieb, beißen oft, keine Familienhunde sind für mich keine Eigenschaften. Das sind für mich Ergebnisse von

- schlechter Sozialisation
- schlechter oder falscher Erziehung
kommt drauf an was man wirklich meint mit "voll gefährlich", "kinderlieb" und "beißen oft".

Ja, ein großer Hund, der jahrelang auf Wacheigenschaften und eigenständiges verteidigen gezüchtet wurde, ist mit einer gewissen wahrscheinlichkeit "gefährlicher" als ein Hund aus einer Rasse, die auf Freundlichkeit Menschen gegenüber selektiert wurde.

Kinderlieb den eigenen Familienmitgliedern gegenüber ist wohl jeder nicht verkorkste Hunde bei entsprechender Aufsicht, aber eine ruhigerer mittelgroßer Hund möllert das 7-jährige Kind seltener heftigst über den Haufen, als 40kg überfreudige Körperklaus-Jung-RRs.

Auch Besuchskinder werden von einem Hund mit Wacheigenschaften eher an die Wand gestellt, als von einem Hund der auf offene Freundlichkeit selektiert wurde (so wie der Hütehund auch tendenziell problematischer ist, wenn er zwickend den Kindergeburtstag zusammen treibt, als der Leonberger, der dem Treiben ruhig zu schaut usw.)

Okay "beißen oft" ist ein merkwürdiges Merkmal und ich weiß nicht, ob es heißen soll "sind verantwortlich für Beißvorfälle" oder sind "mouthy". Letzteres trifft auf Jung-RRs recht häufig zu (ich mag das).

Klar, kann ein RR ein ganz wunderbarer Familienhund sein. Und entsprechende Züchterauswahl und Erziehung werden den Hund zu einem netten Begleit- und Familienhund machen, aber ein rassetypischer RR bringt nun mal ein Paket an Eigenschaften mit zu denen neben Größe und Masse eben auch die rassetypischen Verhaltensweisen, die einen jagenden Farmhund ausmachen, gehören, die einen RR eben nicht zum aller-unkompliziertesten Hund machen (wie zig andere Rassen selbstverständlich auch, aber wir reden hier nun mal über den RR).