Christl,
wie Recht Du hast... Genau weil ich ja auch in dem Alter bin, wo 'verbiegen' keine Option mehr ist, behalte ich meine eigene Wohnung. Da bin ich einzige Chefin und mache auch die Gesetze für Dayo und mich. Das muss einfach so sein, denn ich sehe keinen einzigen plausiblen Grund, ihn irgendwo einzuschränken, nur weil es für jemand anderen aus Gewohnheit klischeehafte Grenzen geben könnte bzw. würde.
Niemals zuvor habe ich intensiver jeden neuen Tag bewusster erlebt, erst seit Dayo mein Leben bereichert. Seine Vorgänger mussten mich ja immer teilen mit den Kindern, der großen Familie und den strengen Richtlinien, die einer Arbeitnehmerin im Angestelltenverhältnis eben so abverlangt wird.
Ich bin glücklich, dass ich mein Leben tatsächlich auf meinen Hund abstimmen kann mit allen Konsequenzen. Gerade sein Alter lässt mich immer wieder staunend erkennen, was ich zwar vorher auch so oder so kannte, aber eher am Rande wahrgenommen hatte. Fast schäme ich mich dafür, dass ich nicht von Anfang an meiner eigenen Einschätzung gemäß gehandelt und einem Alterchen Chancen gegeben hatte... aus verschiedenen und sicher auch nachvollziehbaren, aber im Grunde unnötigen Überlegungen nachgebend.
Jeder neue Morgen und jeder darauffolgende Abend ist so kostbar, der Blick aus seinen Augen spricht Bände. Da ich in diesem Thread nie zuvor gelesen hatte, verschlinge ich jetzt alles, was hier geschrieben wurde und ja: Etwas mehr Optimismus ist tatsächlich nicht falsch. Genau wie bei uns Menschen gibt es keine Garantie auf ein langes Leben ohne ernsthafte Erkrankungen oder ein plötzliches Ende, das wünschen wir uns alle - aber man bekommt nicht immer das, was man sich wünscht.
Ich habe mit Dayo schon so viel mehr bekommen, als ich mir jemals vorgestellt hatte und dafür bin ich dankbar.
Übernächste Woche steht ein Allround-Check beim TA an... ich zittere und habe wie immer ganz dolle Angst (mir ist ehrlich gesagt fast schlecht...), aber das ist ja immer so. Bei Euch allen, nicht nur bei mir. Hoffentlich höre ich wie immer: Alles prima, der Bursche ist nicht nur ok, nein, er ist so richtig rundum gesund.
Sein Alter merkt man ihm jedenfalls nicht an - im Gegenteil, geschätzt wird er immer durch die Bank weg auf 4 Jahre. Eine magische Zahl, die so viele unterschiedliche Menschen mir immer wieder ansagen. Egal, wo wir 'bemessen' werden, es kommt immer die Aussage: Er ist ja noch so jung...
Unsere Alterchen können zaubern - ihr Charme resultiert ganz sicher aus ihrer Erfahrung, wie sie sich am besten präsentieren. Davon könnten wir Menschen noch jede Menge lernen.


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. Da bin ich einzige Chefin und mache auch die Gesetze für Dayo und mich. Das muss einfach so sein, denn ich sehe keinen einzigen plausiblen Grund, ihn irgendwo einzuschränken, nur weil es für jemand anderen aus Gewohnheit klischeehafte Grenzen geben könnte bzw. würde.

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