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Hallo!

Genau die Antworten auf diese Fragen würden mich auch brennend interessieren!

Nun ist Versuch 1 von insgesamt 10 "genehmigten" vollzogen...wie sehen die weiteren oder besser gefragt, wie sieht die Steigerung des ganzen aus?

Werden dann unter dem Mantel der Forschung kranke Tiere verpaart? Denn der Versuch wird ja nicht in dieser Phase enden...(ACHTUNG!!!! DIES IST KEINE UNTERSTELLUNG SONDERN EINE FRAGE!!!!!)
Ich bin zwar nicht im ELSA, aber bin mir doch ziemlich sicher, dass niemand vor hat kranke Hunde zu verpaaren. Ich habe mich schon immer gefragt, warum bei einigen Leuten immer paranoide Tendenzen zu erkennen sind, sobald die Worte 'Hund und Tier' irgendwo zusammen mit 'Forschung oder Versuch' auftauchen. Wenn ich ELSA wäre würde ich die Sache so transparent und öffentlich machen wie nur möglich, um solchen Gerüchten gleich das Wasser abzugraben.
Ich halte die Intention hinter dem Versuch für durchaus lobenswert, habe aber so meine Zweifel am Ansatz.
Der Rüde hat bei 123 Welpen nur 2 DS gemacht...eigentlich ja klasse. Nur muss man sich fragen, ob er dann für einen solche Fragestellung der richtige Rüde ist. Wenn er jetzt nämlich in 10 Würfen tatsächlich keinen macht, beweist das noch nichts.

Nach der Publikation von Nikki Hilbertz hatte ich mir mal folgende Gedanken gemacht:

Bei Würfen mit ridgelosen Welpen müssen beide Eltern Rr sein, also mischerbig. Demnach müssten statistisch von den ridgetragenden Welpen 33,3% reinerbig (RR) sein und 66,6 % mischerbig (Rr).

Bei großen Würfen, bei denen alle Welpen einen Ridge haben, sollte man annehmen, dass mindestens ein Elterteil RR ist und der andere Rr oder RR. Bei RR x Rr wären 50% der Welpen mischerbig und bei RR x RR 0%.

Bei ausreichend großer Stichprobenzahl sollte es also mehr mischerbige Welpen in Würfen mit ridgelosen Geschwistern geben als in solchen, in denen alle Welpen einen Ridge haben (weil der Anteil der reinerbigen dort höher ist). Ergo würde man der Hypothese folgend im ersten Fall auch weniger DS erwarten.

Mich würde interessieren, ob vor diesem Zuchtversuch eine solche Analyse mal gerechnet worden ist.

Ich hatte das vor einiger Zeit mal für 6 Jahre DZRR Zuchtbücher mit etlichen 100 Welpen getan (finde das ganze nur im Moment nicht wieder). Die DS Häufigkeit bei Welpen mit ridgelosen Geschwistern war hier genauso hoch (numerisch sogar etwas höher) wie bei Welpen aus Würfen ohne ridgelose. Somit würde dieses Ergebnis gegen die Hypothese sprechen, dass es einen Zusammenhang zwischen Reinerbigkeit für den Ridge und DS gibt.

Gruß, Christian