Zitat Zitat von nothle Beitrag anzeigen
Aus meiner Pferde-Vergangenheit noch ein schönes Beispiel dazu...

Pferd hat lt. Besitzerin seit jeher Panik vor dem Schmied. Besitzerin schon immer Tage vor dem Termin nervös...den Tränen nahe...etc... Schmiedtermine jedes Mal ein Desaster... Bachblüten...Futter... ruhiges Pferd zur Beruhigung neben dran...Entspannungsmassage...was es da nicht Alles gibt...das volle Programm wurde jedesmal abgefahren...

Irgendwann nahm sich der Stallbesitzer einfach die Frechheit heraus... und zog das Pferd ohne Wissen der Besitzerin einen Termin "vor"... die Besitzerin war nicht anwesend und ein unbefangener Mitarbeiter begleitete das Tier am Schmiedtermin.

Nach kurzer anfänglichen Schwierigkeiten...blieb das Pferd ruhig... der Schmiedtermin war in einem Bruchteil der sonst benötigten Zeit erledigt.

Die Besitzerin hatte große Augen...war komplett erleichtert und ist bewußt in Zukunft diesen Terminen fern geblieben. Solange...bis sie selbst IHRE schlechten Gefühle & Ängste im Griff hatte...

LG Kerstin
Kenn ich vom Hundetrimmen

Bei manchen Besitzern war es besser, wenn sie den Hund nur abgeliefert haben. Also besser für den Hund....

Und das da

Und da muss ich sagen... habe ich sehr oft und sehe ich sehr oft Verhaltensweisen der Menschen...die Ängste wirklich verstärken. Klassisches Beispiel... Mensch hat Angst um seinen kleinen Hund weil "der böse Große" vorbeiläuft... Mensch hat Angst vor den Reaktionen seines Hundes beim TA...redet mit hysterischer Stimme auf den Hund ein... und verunsichert den Hund noch mehr...Hund hat Angst vor Gewitter/Feuerwerk...Mensch reagiert schon von vorne herein völlig unnormal verunsichert den Hund dadurch noch mehr.
Weiteres Beispiel... (Jung)Hund reagiert unsicher auf eine neue Situation...zB das erste Mal in einen Aufzug gehen...oder über eine kleine Holzbrücke...so etwas in der Art. Anstatt dem Hund durch ein eigenes, sicheres Verhalten zu vermitteln...dass "alles Normal" und nix schlimm ist... werfen sich Leute auf den Boden... legen "Leckerliespuren" oder machen sonst ein Zinober.

Bei solchen Dingen habe ich eben die Erfahrung gemacht... dass weniger mehr ist und ein weitgehendes ignorieren bzw. einfach sehr sicheres Auftreten des Halters dem Hund viel mehr hilft...als ein verstärktes eingehen auf sein Unwohlsein. Ich kenne viele Beispiele, bei denen aus einer kleinen Unsicherheit eine wirkliche Angst wurde... weil meiner Meinung nach im falschen Moment das falsche getan wurde... und zuviel getan wurde und nicht zuwenig..

Ignorieren...heißt für mich nicht "völliges Ausblenden" der Reaktionen des Hundes. Aber eben ein Umgang, der sich Möglichst wenig von dem in ruhiger Umgebung unterscheidet. Und die eigene Gelassenheit den Hund spüren lassen.

Wenn dein Hund dir vertraut...vertraut er dir auch in Momenten den Unsicherheit und braucht keinen "Trost"...

LG Kerstin
unterschreib ich sowieso

Waldmaus