Meine Schnusseline war einzigartig und daher wollte ich eigentlich keinen anderen Hund mehr...
...dann verschlug es mich auf jene Insel, wo auch prompt ein Kilttraeger in mein Leben krachte. Ich sehe uns noch heute beim Wandern in den Bergen, wo an einem Reservoir ein Schild mit den Worten "Farmshop" lockte. "Lass uns da mal reinschnuppern." schlug ich vor. Der Kilttraeger war einverstanden. Er hatte nichts gegen frische Lamb Chops...
...wohl aber gegen das Empfangskomitee, das uns auf dem Weg bellend und grummelnd entgegenkam. "Ist bloss der Hofhund, Schatz, der steckt nur sein Revier ab." sagte ich im Weitergehen und drehte mich zur Seite - aber da war niemand mehr. Mein Maenne war -ungemein sportlich- bereits ueber den Zaun gesprungen, der den schmalen Damm vom Wasser trennte. "OMG, ein Hundephobiker" dachte ich...
Nachdem ich mit dieser Anekdote im Bekanntenkreis die Runde machte, beschwatzten ihn alle, dass die beste Heilung gegen eine Hundephobie ein eigener Hund waere. "Naja." dachte ich, "whatever...."
"Schatz, ich finde wir sollten uns irgendwann einen Hund anschaffen." traf es mich dann eines Tages aus dem Nichts.
"Aeh, ich habe einen Hund..."
"Ich meine einen lebenden, einen, der nicht nur im Haus herumspukt..."
Wochen spaeter. "Findest Du nicht wir sollten uns einen Hund..." - mein grummelnder Blick stoppte ihn.
Wieder Wochen spaeter: "Wie findest Du Dobermaenner? Das sollen gute Wachhunde sein...." (Wir hatten mal einen Beinahe-Einbruch)
Genug war genug. Nix gegen Dobermaenner, aber die Exemplare denen ich begegnet war, waren meist nervoese Klaeffer.
Wenn ich zu Zeiten der Schnusseline mal ueber andere Rassen nachdachte, waren da keine Dobermaenner dabei - und ploetzlich war sie wieder da, die Erinnerung, an jenes grosse, braune Wesen ueber das in einem der Hundebuecher vor vielen Jahren einmal gestolpert war. "Schoen, athletisch, anspruchsvoll, dickkoepfig, nix fuer Anfaenger..." - also alles nur kein Langweiler.
Ich suchte ein paar Webseiten heraus, setzte den Kilttraeger vor den PC und meinte "Sollte mir jemals wieder ein Hund ins Haus kommen, dann nur so einer..." - schwerer Ausnahmefehler bei Adresse 4B:69:6C:74...
Von da hiess es beinahe taeglich "Schatz, wann schaffen wir uns denn nun einen Ridgeback an?"
Bei einem Ausflug nach Portobello Beach begegnete uns dann auch noch so ein braunes Exemplar. Phoenix war sein Name. Ein cooler Typ, der uns -trotz der Ermunterungen seines Herrchens- links liegen liess. Von da an ertappte ich mich manchmal dabei, wie ich mich mit einem grossen, braunen Hund durch die Pentlands streifen sah. Naja, einmal Hundenarr, immer Hundenarr.
Im Spaetsommer 2008 stand dann fest, dass im Fruehling ein "Zimba" bei uns einzieht. Die restlichen 7-8 Monate verbrachten wir dann damit, diesen Zimba auch zu finden.
PS: Unser Schnoesel -uebrigens ein Neffe jenes Phoenix- wurde gerade 2 Jahre alt und der Hundephobiker ist heute laengst ein Hundenarr...
Alba & das Schnoeselchen


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) hatte mein Vater einen RR Rüden. Leider habe ich den nur zweimal gesehen (Eltern schon laaange geschieden, Kontakt gleich Null), aber ich war sofort sicher, mein erster eigener Hund wird ein RR.



seit diesem tag sind die mädels beste freundinnen und ich bin auch gut mir den besis befreundet. darüber habe ich die rasse kennengelernt und mich verliebt!
also ein "Weiberhund"

Die Kleine (sie war glaub ich, 15 Monate alt zu dem Zeitpunkt) hatte einfach jede Menge Dampf. Ich habe sie leider nur ein paar Mal getroffen, weil sie dann den Hundeplatz gewechselt hat. Ob des "störrischen Verhaltens" ihrer Hündin wurde ihr ein Stachelhalsband ans Herz gelegt, was sie zum Glück ablehnte.

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