Ich habe überlegt, ob ich das jetzt in den "Traurig"-Faden setze oder einen eigenen Faden in der Gesundheitsthematik aufmache, habe mich dann aber für diesen Faden entschieden, zum Einen weil ich froh und dankbar bin, dass Monthy überhaupt die 10 Jahre erreichen durfte und zum Anderen, weil Alt- und Älterwerden nun einmal seinen Tribut fordert.
Seit ca. 3 Wochen läuft Monthy schlecht und schlechter, erst wurde er hinten schwankender, dann schlurfte er mit dem linken Hinterlauf kaum merklich und nur hin und wieder über den Boden.
Letzte Woche kippte er während eines leichten Zerrspiels einfach mit dem Popes auf den Boden, die Oberschenkel in Froschstellung und kam kaum noch hoch....
Also habe ich ihn mit zu Dr. Rosin genommen. Gangbildanalyse, Tastbefund und die Diagnose Cauda Equina Syndrom bekommen, ohne Röntgen oder andere bildgebende Untersuchungen. Letztlich ist die Sympthomatik mehr als eindeutig.
Er erhielt Gabapentin, das ich nach dem 3. Tag Einnahme wieder absetzen musste. Dass er dadurch hinten noch schaukeliger wurde, wurde mir durch den Arzt bereits im Vorfeld angekündigt und hat mich nicht so beunruhigt, aber es ging ihm unter den Tabletten richtig dreckig. Ihm war übel, sein Blick war leer und er war schlecht ansprechbar.
Heute bekommt er erstmalig Previcox als Schmerzmedikation, ich hoffe, dass er das besser verträgt. Begleitend möchte ich ihn homöopatisch unterstützen. Dafür soll er Neralgo-Rhem-Injeel, Discus compositum und Rhus Tox-Injeel 1x tgl. 1mg oral verabreicht bekommen. Muss ich aber erst noch bestellen.
Mich erschreckt weniger die Diagnose, irgendwie habe ich damit gerechnet, dass ich die irgendwann bei ihm erhalte, vielmehr bin ich erstaunt über das schnelle Voranschreiten. Das ist etwas, was mich momentan etwas überfordert und mächtig aus der Bahn wirft. Jeden Tag verschlechtert sich der Zustand merklich.
Gestern hat er auf dem Weg zur Physio die Hinterläufe kaum noch vom Boden bekommen, er ist schlurfend, mit X-Beinen langsam hinter mir her gewatschelt. Nachdem die Physio die Nervenbahnen in den Hinterläufen entblockiert hat, ging es mit dem Laufen etwas besser. Wir haben Übungen bekommen, die ich täglich mit ihm machen werde und sie hat mir auch gezeigt, wie ich selbst eingeklemmte Nerven wieder etwas lockern kann.
Statt dem bisherigen 4wöchigen Rhythmus Physiotherapie werden wir nun wöchentlich dort zu Gast sein.
Fest steht für mich, dass ich ihn mit mittlerweile 10,5 Jahren nicht mehr einer OP aussetzen werde, schon gar keiner, wo ich nicht weiß, ob sie von Erfolg gekrönt sein wird. Ich hoffe einfach nur, dass wir das konservativ gut in den Griff bekommen werden, dass er auch die letzten Jährchen noch lebenswert damit verbringen kann.
Vlt. gibt es hier ja jemanden, der mir auf Grund eigener Erfahrungswerte nützliche Tipps geben kann, egal ob homöopatisch oder in Richtung physiotherapeutischer Hausaufgaben, die meinem Opi helfen können, noch einen halbwegs beschwerdefreien Lebensabend zu ermöglichen.
LG Sabine
mit dem Öpimöpi Monthy und dem Lunchen


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