Hallo,
all die Fragen kann man - denke ich - nicht einfach pauschal beantworten.
Wie Martina schon schrieb: Es kommt ganz viel auf den einzelnen Hund an, wie letztlich das Leben als Einzelhund oder im Rudel abläuft.
Ich persönlich würde nicht gleich zwei Hunde (schon gar nicht, wenn es Welpen sind) nehmen, sondern zunächst einen, dann schauen, wie die Erziehung klappt, wie das mit dem Alleinbleiben klappt, was sich evtl. für unvorhergesehene Probleme auftun....
Wenn ich dann irgendwann sagen kann: Das klappt hier so prima, ich hätte gern einen Zweithund, das traue ich mir auf jeden Fall zu, dann würd ich das in Angriff nehmen.
Soweit ich kann (aber wie gesagt: Nur aus meinen hier bei mir erlebten Erfahrungen berichtet), werde ich mal was zu Deinen Fragen schreiben.
Mein RR fühlt sich in unserem kleinen Rudel wohl. Ob er sich wohler fühlt als als Einzelhund weiß ich allerdings nicht. Mein Gefühl sagt mir, er könnte sich durchaus auch allein sehr wohl fühlen.
Während ich das bei unserer Hündin nicht sagen kann. Diese liebt das Rudelleben. Je mehr vierbeinige Mitglieder desto mehr blüht sie auf.
Schwierigkeiten bei Mehrhundehaltung (auch nur meine eigenen Erfahrungen - muss also nicht überall so abgehen):
Es ist nicht immer so, dass der neue Hund gute Dinge vom eingesessenen Hund lernt, vielmehr kann der eingesessene Hund leider auch genau so Dinge vom neuen Hund erlernen, die man sich eigentlich nicht wirklich wünscht. Das kann stressig sein und man muss ggf. viele Dinge, die der Hund "allein" sehr gut macht, ggf. nochmal von vorn beginnen, wenn ein weiterer Hund dazu kommt, der "Flausen" im Kopf hat.
Einen weiteren Nachteil sehe ich darin, dass ein Rudel sich nunmal auch in gewissen Situationen wirklich "zusammen tut". Manchmal ist das nicht schlimm, aber manchmal artet auch dies in ungeahnten Stress aus. Dann nämlich, wenn sie sich gegenseitig anstacheln und hochpushen.
Beispiel:
Kimba allein würde niemals andere Hunde mobben. Seitdem Chiara ihm aber gezeigt hat, dass das "irre Spaß machen kann", zieht er regelmäßig einfach mit.
Man lernt also ggf. unerwünschtes Verhalten kennen, das vorher gar nicht da war.
Weitere Nachteile habe ich persönlich nicht zu bieten.
Vorteile zwei Hunde zu haben:
Da wäre bei uns zum einen, dass beide Hunde, da sie ja nicht wirklich allein sind, zusammen gut allein zu Hause bleiben, während das einzeln nicht ganz so unproblematisch ist.
Einen ganz riesigen Vorteil sehe ich darin, dass sie (also meine beiden) eigentlich nie auch nur eine Minute Langeweile haben. Da wird sowohl gekuschelt als auch heftig gespielt.
Kimba allein oder Chiara allein würden den Garten sonst allenfalls zum Pinkeln nutzen.
Seitdem die beiden aber zusammen sind, wird da heftig gejagt und getobt.
Auch bei "einsamen" Spaziergängen, auf denen einem niemand mit Hund begegnet, würden sie - allein gehalten - wohl nur vor sich hintrotteln, während sie zu Zweit natürlich mächtig Spaß haben.
Zu der Frage: Geschwisterpaar oder unterschiedliche Zuchten?
Es kann alles gut gehen, es kann aber auch schlecht laufen - mit der Zeit.
Ich kenne Geschwisterpaare, die sich sehr gut verstehen, habe aber eine Bekannte, die zwei Geschwistermädel hat, die nun, nachdem sie erwachsen geworden sind, sehr schwierig zusammen zu halten sind.
Da geht es ggf. recht heftig zur Sache, und zwar nicht "zum Spaß", sondern da fließt Blut, wenn die Bekannte im Vorfeld nicht die brisante Situation erkennt und eingreift.
Dasselbe kann natürlich auch bei Nicht-Geschwistern passieren.
Mir persönlich ist ein Mädel und ein Junge eigentlich am Gescheitesten vorgekommen und dies hat auch sehr gut funktioniert.
Wobei ich sagen muss, dass sowohl der Rüde als auch die Hündin kastriert ist, denn wäre das nicht so, würde sich schon noch ein weiteres Problem auftun.
Riesiger Stress für den Rüden bei Läufigkeit der Hündin z. B.
Ich jedenfalls wünsche Euch viel Glück bei der Wahl des Hundes und wünsche Euch, dass alles gut läuft!
LG
Andrea


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. Da wird dann auch gerne mal gerauft und getobt in der Wohnung, wenn keiner da ist.

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