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Thema: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

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  1. #1
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Ich seh`das anders.
    Für mich gibt es nur zwei Wege, mittlerweile nur noch einen, einen Hund aufzunehmen.
    Entweder ich suche mir einen seriösen Züchter, der kontrolliert und nach strengen Vorgaben (Gesundheitsuntersuchungen, Wesen, ZZP, Aufzuchtbedingungen, Züchterschulungen, etc.pp.) wirklich ZÜCHTET ODER ich nehme einen Hund aus dem Tierschutz.
    Die allermeisten Vermehrer haben nämlich von den o.g. Dingen keine Ahnung, wollen in erster Linie Hunde verkaufen und oft genug kriegt der, der als Erster kommt, auch den Hund, den er aussucht, völlig egal, ob geeignet oder nicht, lassen ihre Welpenkäufer im Regen stehen, wenn es (gesundheitliche) Probleme o.ä. gibt und haben ziemlich sicher nach erfolgreichem Verkauf des Wurfes zu meist haarsträubenden "Hobbyzucht-Preisen" schnell den nächsten Wurf liegen.
    Läuft halt gut, das Geschäft.
    Und ist `ne beliebte Rasse (mit) dabei, läuft`s gleich noch viel besser.
    Wer sowas durch den Erwerb eines Welpen unterstützt, um ihn zu "retten", verkennt mMn, dass er weiteres Hundeelend unterstützt.
    Ausbeutung der Mutterhündin, oft genug suboptimale Aufzuchtbedingungen, mangelnde Gesundheitskontrollen etc.pp. UND....zig weitere Würfe, die alle irgendwie "unter" müssen.
    (Bekannte einer Freundin haben gerade so einen Hund gekauft, ein wilder Mix aus Irish Wolfhound, Bobtail, Berner Sennen und noch was....hübsch vom Hof, zweiter oder dritter Wurf in Folge, drei der Geschwister haben (sind jetzt 8 Monate alt) bereitsnachgewiesen HD, etc.pp.)
    Vermehrer, die EINMAL auf ihrem kompletten Wurf sitzen bleiben würden, werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit beim zweiten Mal überlegen, ob sie NOCHMAL zehn oder mehr Hunde haben möchten, von denen sie am Ende nicht wissen, wohin damit.
    Letzendlich landen sie dann im Tierschutz und haben da allemal bessere Chancen auf ein gutes Zuhause.
    SERIÖSE Tierschutzorgas machen VK`s, um ganz sicher zu gehen, dass der Hund ein ENDGÜLTIGES Zuhause bekommt, das zu ihm passt....und nicht umgekehrt .
    Von daher sind VK`s ein absolutes MUSS.
    Erzählen können die Leute viel (ich hatte schon Leute, da war das Einfamilienhaus für den Not-RR, der unbedingt einziehen sollte, eine 2-Zimmer-Wohnung im 5. Stock ohne Fahrstuhl....es zog dann nach Ablehnung ein Welpe ein, man darf raten, wo der herkam....) und ich persönlich habe nichts zu verbergen.
    Darf gerne jeder kommen und gucken und dass Hunde wieder "einkassiert" werden, ist, glaube ich sicher, eher die Ausnahme.
    Zumal ja nun jeder der felsenfesten Überzeugung ist, dass SEIN Zuhause das weltbeste für den betreffenden Hund ist.


    LG, Suse
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    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  2. #2
    Jajosel
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von spechti Beitrag anzeigen
    Ich seh`das anders.
    Für mich gibt es nur zwei Wege, mittlerweile nur noch einen, einen Hund aufzunehmen.
    Entweder ich suche mir einen seriösen Züchter, der kontrolliert und nach strengen Vorgaben (Gesundheitsuntersuchungen, Wesen, ZZP, Aufzuchtbedingungen, Züchterschulungen, etc.pp.) wirklich ZÜCHTET ODER ich nehme einen Hund aus dem Tierschutz.


    LG, Suse
    Daran ist viel Wahres, dennoch ist mir diese Sichtweise zu schwarz-weiß.

    Auch bei den VdH Züchtern gibt es zu nicht gerade kleinen Teilen welche, denen die $ in den Augen stehen.
    Schon mal geschaut, wie viele RR Züchter der VdH aktuell gelistet hat und wie viele das noch vor 20 Jahren waren?
    Nur können diese, da sie gewissen Regularien unterstehen (aber auch da gibt es Wege...), nicht ganz so frei agieren wie die reinen Vermehrer.

    Auch bei den VdH Züchtern (gerade denen, die eine stark nachgefragte Rasse wie den RR züchten), muß man ganz genau hinsehen und sich Referenzen einholen. Ein seriöser Züchter wird Kontakte zu anderen Welpenkäufern ermöglichen.
    Und auch dann, wenn man sich nach bestem Wissen und Gewissen informiert hat und auf dieser Basis eine Entscheidung trifft, kann man immer noch daneben liegen. Denn auch ein guter Züchter kann nicht alles ausschliessen, was die Natur an Krankheiten, Fehlbildungen.... im Programm hat.

    Aus unserer eigenen "Hundechronologie" kann ich berichten, dass 3 Hunde vom VdH Züchter stammten, eine Hündin, die RR, aus einer sog. Hobbyzucht.
    Ratet mal, wer der gesündeste von allen war? Ja, richtig: der "Vermehrer Hund".

    Daraus jetzt den generalisierenden Schluss ziehen zu wollen, dass deshalb vom Kauf beim VdH Züchter abzuraten sei, ist genauso schräg und wirklichkeitsfremd wie der umgekehrte Schluss. Denn es gibt reichlich gesunde Hunde ohne VdH Zucht Verbandelung.

    Selbstverständlich soll das kein Plädoyer für Hunde aus dem Massen Vermehrertum z.B. in den östlichen Nachbarstaaten sein. Dass damit allem Übel Vorschub geleistet wird, sollte eigentlich jedem, der nicht nur mit dem Bauch kauft, sondern sich den einen oder anderen Gedanken im Vorfeld macht, sonnenklar sein.

    So. Und jetzt der Tierheim Hund.
    Ja, natürlich ist es nur zu unterstützen, wenn man sich dort einen Hund holt.

    Letztendlich muß man beim TH Hund auch das bewältigen, was man bekommt, und was auch nicht beim genauesten Hinsehen erkennbar ist, sondern sich so peu à peu herauskristallisiert, wie beim VdH Welpen.
    Bonic likes this.

  3. #3
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Hallo, Gemeinde!

    Die Argumente "Pro Tierschutz-Hund" sind ja durchaus nachvollziehbar. Es gibt nur eben auch die andere Sichtweise. Unser erster Schäferhund stammte von einem anerkannten Züchter, hatte rote Papiere, wurde von einem hundeerfahrenen Halter gekauft - und landete trotzdem im Tierheim. Er war sein Leben lang kränklich, hatte am Ende eine Nervenschädigung, wodurch er die Kontrolle über die Hinterbeine verlor... Und VDH-Züchter züchten schließlich auch, weil sie Geld verdienen wollen. Meist auch mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben.

    Unseren Vizsla hatten wir dann aus einer sogenannten Hobbyzucht. Eine Hündin, einmal gedeckt - 12 Welpen, die in der Familie aufwuchsen, alle tierärztlich untersucht, geimpft und gechipt waren. Die Kleinen hatten natürlich keine Papiere, aber sowas brauche ich auch nicht. Mir reichte es, zu sehen, dass die Kleinen gut und liebevoll gehalten wurden.

    Auch unseren Neuesten haben wir erst mitgenommen, nachdem wir uns die Eltern angesehen und die Haltungsbedingungen beurteilen konnten. Das war die wichtigste Entscheidung.

    Dass die Nachfrage das Angebot bestimmt, ist in unserer Marktwirtschaft natürlich richtig. Es ist aber auch nicht selbstverständlich. Wenn ich mir die Lage in Spanien oder Rumänien - um nur zwei Länder zu nennen! - ansehe, dann komme ich zu dem Schluss, dass das Angebot auch ganz ohne Nachfrage sehr groß werden kann. Und was macht so ein "Züchter", wenn er seine Welpen nicht los wird? Hierzulande gehen die Tiere zum Glück überwiegend ins Tierheim und werden dann als Tierschutzhunde vermittelt. Überwiegend! Es soll aber auch "Züchter" geben, denen ganz andere Lösungen einfallen.

    Ich wollte aber eigentlich gar keine Diskussion über dieses Thema lostreten. Eigentlich wollte ich dem Fragesteller nur meinen persönlichen Rat geben, nach Bauchgefühl zu entscheiden. Er sollte den Hund nehmen, in den er sich "verliebt". Egal wo er herkommt.

    LG Jochen

  4. #4
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Pinky4
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Ich finde nicht, dass diese Diskussion hier so fehl am Platze ist. Der Thread soll ja auch zur Entscheidungsfindung beitragen - auch für andere Interessierte, die darüber stolpern.
    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    Und VDH-Züchter züchten schließlich auch, weil sie Geld verdienen wollen. Meist auch mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben.
    DAS ist definitiv NICHT die gängige Praxis, dass "Wurfpaare" in Zwingern leben.
    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    Unseren Vizsla hatten wir dann aus einer sogenannten Hobbyzucht. Eine Hündin, einmal gedeckt - 12 Welpen, die in der Familie aufwuchsen, alle tierärztlich untersucht, geimpft und gechipt waren. Die Kleinen hatten natürlich keine Papiere, aber sowas brauche ich auch nicht. Mir reichte es, zu sehen, dass die Kleinen gut und liebevoll gehalten wurden.
    Tierarzt ist nicht gleich Tierarzt. Und selbst der tollste Tierarzt kann, wenn er einen Welpen untersucht, nicht erraten, welche Veranlagungen das Würmchen evtl. bereits genetisch mit auf den Weg bekommen hat. Die liebevollen Haltungsbedingungen helfen einen Dreck, wenn der Hund mit HD/ED/... zu kämpfen hat.
    Und auch das sieht der Tierarzt dem Welpen in der Regel nicht an.
    Geändert von Pinky4 (19.10.2017 um 09:07 Uhr)

  5. #5
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von Pinky4 Beitrag anzeigen
    Ich finde nicht, dass diese Diskussion hier so fehl am Platze ist. Der Thread soll ja auch zur Entscheidungsfindung beitragen - auch für andere Interessierte, die darüber stolpern.

    Ich bin gern bereit, hier weiter zu diskutieren. Ich frage mich nur, ob mit der Diskussion noch auf die Interessen des Fragestellers eingehen. Ich hab ja nicht vorgeschlagen, die Diskussion einzustellen. Hab nur die Frage aufgeworfen, ob wir woanders weiterreden sollten.

    Zitat Zitat von Pinky4 Beitrag anzeigen
    DAS ist definitiv NICHT die gängige Praxis, dass "Wurfpaare" in Zwingern leben.
    Nicht? Wie ist denn die gängige Praxis? Bei den Züchtern, die Welpen mit Papieren und dem "von" im zumeist barock klingenden Namen verkaufen dürfen (legitimiert nicht etwa durch staatliche Behörden, sondern durch Vereine), ist es doch wohl so, dass eine beachtlich große Zahl dieser Züchter das nicht nur altruistisch aus Tierliebe tut, sondern auch durchaus eine "Vergütung" in Form von Euros erwartet. Nun mag sich jeder Diskussionsteilnehmer mal durchrechnen, wie viele Welpen pro Jahr "entstehen" müssen, damit nach Abzug aller Kosten für Futter, Tierärzte, Unterbringung... ein Einkommen über Hartz-IV-Niveau dabei rauskommt. Selbst wenn die Hundezucht nur ein "Nebenerwerb" ist.

    Ich habe Mathematik immer gehasst. Deshalb rechne ich jetzt nicht durch, wie viele Welpen nötig sind. Ich behaupte ganz frech, dass ein Wurfpaar nicht reicht, um solche Einnahmen zu "generieren". Ich bin sogar so frech, zu behaupten, dass auch zwei oder drei Wurfpaare nicht oder bestenfalls notdürftig reichen.

    Wie bringt so ein Züchter dann seine mindestens drei Wurfpaare unter? Im eigenen Wohnzimmer? Drei Hundepaare mit drei Würfen in einem Raum/Haus? Da würde binnen Minuten Blut fließen! Wir wissen doch, wie Hunde-Mütter reagieren, wenn fremde Hunde ihren Welpen zu nahe kommen. Wir wissen doch, wie es Welpen ergeht, wenn sie in einem Umfeld zur Welt kommen, in dem zu viele Hunde auf zu engem Raum leben.

    Wie sehen die Lösungsmöglichkeiten aus? Aus meiner Sicht gibt es genau zwei. Erstens: Ankauf von Land. Die Anzahl der benötigten Hektar hängt von der Anzahl der Wurfpaare ab. Zweitens: Zwingerhaltung. Welche Lösung ist Deiner Meinung nach Standard?

    Bezogen auf Vizslas, die hier ja eigentlich gar nicht Thema sein sollten, muss ich sagen, dass die Haltungsbedingungen bei einem "professionellen" Züchter eigentlich völlig artfremd sein müssen. So ein Vizsla braucht einfach eine SEHR enge Bindung an "seine Menschen". Der will abends nicht aufs Sofa! Der will aufs Sofa und dann sofort auf den Schoß von Herrchen oder Frauchen. Folgerichtig sagen viele Züchter inzwischen, dass sie ihre Vizslas nicht in Zwingerhaltung abgeben. Da würden die armen Kerlchen völlig verkümmern.

    Und wie soll jetzt ein professioneller Vizsla-Züchter mehrere Würfe von Welpen "mit Familienanschluss" aufziehen????

    Da nehme ich doch lieber einen Vizsla aus einer "wilden Hobbyzucht". Pfeiff auf Papiere von irgendeinem Zuchtverband. Ist aber nur meine Meinung.

    Zitat Zitat von Pinky4 Beitrag anzeigen
    Tierarzt ist nicht gleich Tierarzt. Und selbst der tollste Tierarzt kann, wenn er einen Welpen untersucht, nicht erraten, welche Veranlagungen das Würmchen evtl. bereits genetisch mit auf den Weg bekommen hat. Die liebevollen Haltungsbedingungen helfen einen Dreck, wenn der Hund mit HD/ED/... zu kämpfen hat.
    Und auch das sieht der Tierarzt dem Welpen in der Regel nicht an.
    Ist das bei einem vereinsgebundenen Züchter anders als bei einem "wilden Züchter"? Wenn ja: Warum gibt es dann so viele Hunde mit "offiziellen" Papieren, die aufgrund von HD/ED/erblicher Krebsdisposition (...) frühzeitig sterben?????

    LG

    Jochen

  6. #6
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    nochmals, josch: wer?


    oder:
    sind das vllt nur wilde vermutungen und fantastereien deinerseits? willst du am ende nur provozieren?
    Geändert von Heins (19.10.2017 um 20:03 Uhr) Grund: +,
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  7. #7
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von Heins Beitrag anzeigen
    nochmals, josch: wer?


    oder:
    sind das vllt nur wilde vermutungen und fantastereien deinerseits? willst du am ende nur provozieren?
    Sorry, aber ich bin wohl zu blöd. Ich verstehe Deine Frage nicht. Kannst Du sie bitte nochmal so stellen, dass auch ich sie verstehe? Also bitte möglichst "einfach"... Danke

    LG

    Jochen

  8. #8
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Warst du denn überhaupt schon einmal bei einem VDH-Züchter? Liest sich nämlich für mich nicht so. Die allermeisten sind ganz normale Hundehalter. Und die Haltungsbedingungen werden (im Gegensatz zum Vermehrer) überprüft. Zur HD-Frage: Du darfst als Züchter im Verein die Auswertung gar nicht bei deinem "Feld-Wald-Wiesen"-TA machen lassen. Und natürlich kann auch ein Züchterhund krank werden. Aber genetische Dispositionen kann ich nur dann irgendwie nachvollziehen, wenn die Daten der Elterntiere und vorheriger Generationen vorliegen. Dafür brauche ich erstens eine Ahnentafel, auf der das festgehalten ist, und zweitens belastbare Ergebnisse von qualifizierten Fachleuten.
    Geändert von Pinky4 (19.10.2017 um 20:02 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    ...


    Nicht? Wie ist denn die gängige Praxis? ...
    Ich kenne mittlerweile fünf Ridgebackzüchter im VDH aus drei verschiedenen Ländern persönlich. Dort ist die gängige Praxis, dass die Hunde im Haus leben, mit im Bett schlafen und völlig normale Familienhunde sind.

    Es werden teils sehr weite Wege in Kauf genommen, um den passenden Rüden zu besuchen und den Genpool möglichst weit zu halten. Das kann dann schon mal quer durch Europa gehen. Da werden im Vorfeld Nachzuchten besichtigt, sich viele Gedanken gemacht und Kranken- sowie Erfolgsgeschichten recherchiert.
    Die Welpen sind von Geburt an mit im Haus und werden in den ersten Wochen 24 h/7 Tage betreut. Wenn es irgendeinen, noch so kleinen Grund zur Unsicherheit gibt, ist der Tierarzt da. Später werden sie mit allen Alltagsdingen vertraut gemacht. Sie werden mit passendem Futter ernährt, es wird auf das Wohlergehen der Mutter geachtet und dass sie genug Pausen bekommt. Die Wurfkiste und die Aufenthaltsplätze der Welpen werden dauerhaft sauber gehalten. Sie werden entwurmt, geimpft, gechipt und mehrfach ärztlich untersucht. Vor der Abgabe gibt es eine Wurfabnahme durch einen Zuchtwart. Die Interessenten für die Welpen werden persönlich zum Besuch erwartet und müssen bei Nichtgefallen mit einer Absage rechnen.

    So sieht das aus und so sollte es für meinen Geschmack auch sein.

    Gruß, Marion
    milson, Heins, Stefanie R. and 9 others like this.

  10. #10
    Jajosel
    Gast

    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Off-Topic:

    Stefanie,
    ich für meinen Teil kenne diesen Standard sehr wohl.
    Und seit wir unsere DSHündin Jolly hatten (späte 90er Jahre), haben wir uns jeden DSH, der irgendwo unsere Wege kreuzte, ganz genau angeschaut.
    Leider war es in der Tat so, dass keiner mit stabiler Hinterhand daherkam. Teilweise war es sogar so, dass ein leichter seitlicher Druck gegen die Hüfte reichte, damit das Tier (fast) umfiel.

    So ein Hund ist einfach nicht gesund und von seiner Eignung als "Gebrauchshund" meilenweit entfernt.
    Wieviele DSH sieht man denn noch bei der Polizei z.B. Warum wohl haben sie sich für andere, "härtere" Rassen entschieden?

    Dieses Phänomen des untauglich gezüchteten Hundes liegt nicht am Standard, sagst du?
    Sondern an den Richtern?

    Die Grund für die Entwicklung der von dir beschriebenen Extreme ist aus meiner Sicht zu einem großen Teil bei Zuchtschauen (heute eher Ausstellungen genannt) zu suchen. Richtern kommt dort eine große Verantwortung zu.
    Noch trauriger. Dann stimmt doch etwas mit den Richtern nicht, oder/und mit den Auswahlkriterien für die Richter.

    Abgesehen davon, dass es mir in höchstem Maße missfällt, dass man Hunde mit dem Winkelmesser vermisst - aber das ist halt meine individuelle Einschätzung - will man denn nicht (ein)sehen, dass der ausgefeilteste Zuchtstandard nichts nützt, sondern höchst kontraproduktiv ist, wenn die Zuchtergebnisse körperliche Beeinträchtigungen davontragen?

    Ich spreche natürlich - fachfremd - vom DSH, aber ich glaube, dass viele von meinen Feststellungen auch für andere Hunderassen zutreffen.

    Wie das beim RR aktuell aussieht, und welche Entwicklungen zu erwarten (befürchten) sind, kannst du mit Sicherheit weit besser beurteilen. In diesem Zusammenhang erscheint mir auffallend, dass RRs immer größer und schwerer werden. Z.B.

    Deinen Post habe ich wirklich mit Interesse gelesen.
    Ich glaube dir deine Worte
    Ich bin, wenn ich mir unsere drei Schätze angucke, jeden Tag wieder froh darüber, dass es Züchter gibt, die RRs nach einem vorgegebenen Standard züchten.
    Nun bist du sicher jemand, der sich in der RR Zucht auskennt, was es dir mit Sicherheit ermöglicht hat, dir Hunde von Züchtern auszusuchen, die die dir wichtigen Voraussetzungen mitbringen.

    Das trifft wahrscheinlich nicht für jeden RR Interessierten zu, auch nicht für jene, die sich wirklich bemühen, das Richtige zu tun. Doch auch diese müssten doch davon ausgehen können, dass der Rassenstandard so realisiert wird, dass sie nicht am Ende einen kranken Hund haben.

    Und noch etwas: "Schätze" gibt es auch ohne Standard, ohne Papiere. Ganz bestimmt! ich kenne ein paar
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  11. #11
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    ..
    Und VDH-Züchter züchten schließlich auch, weil sie Geld verdienen wollen. Meist auch mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben.
    wer züchtet 'mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben', wer?
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  12. #12
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Josch, DAS war Heins' Frage:
    Zitat Zitat von Heins Beitrag anzeigen
    Off-Topic:

    wer züchtet 'mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben', wer?
    Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)

  13. #13
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Ich verstehe nicht Josch, was Du unter Wurfpaaren verstehst....Man braucht doch keine bestimmten "Paare".
    Sicher gibt es Züchter bei denen auch ein Rüde lebt, der aber ja nicht mit einer bestimmten Hündin verheiratet ist.
    Normalerweise fährt man mit seiner Hündin zum präferierten Rüden zum decken.
    Da solltest Du Dich vielleicht etwas besser über gängige Zuchtpraxis informieren.
    Geändert von Balou (19.10.2017 um 21:10 Uhr)
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    Viele Grüße von Berit mit Gunvald RRxLR und Edda BM und unvergessen Frieda, Ambar und Balou

  14. #14
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von Balou Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht Joschka, was Du unter Wurfpaaren verstehst....Man braucht doch keine bestimmten "Paare".
    Sicher gibt es Züchter bei denen auch ein Rüde lebt, der aber ja nicht mit einer bestimmten Hündin verheiratet ist.
    Normalerweise fährt man mit seiner Hündin zum präferierten Rüden zum decken.
    Da solltest Du Dich vielleicht etwas besser über gängige Zuchtpraxis informieren.
    Mit dem Begriff "Wurfpaar" meine dass man einen Rüden und eine Hündin (kombiniert: ein Paar) zusammenbringen muss, wenn man will, dass sie Welpen werfen. Ein "Züchter" sorgt in dem Fall dafür, dass eine ganz bestimmte Hündin mit einem ganz bestimmten Rüden zusammenkommt, weil er ja bestimmte Merkmale durchsetzen will. So hat Mendel das schon mit seinen Bohnen gemacht. Da Bohnen nicht in Zwinger gesperrt werden können, hat er halt Tütchen benutzt, um unerwünschte Befruchtungen zu vermeiden.

    Führt aber von der Diskussion weg. Frage an alle Kritiker: Wie halten denn professionelle Züchter heutzutage üblicherweise ihre "Zucht-Paare"? In Wohnzimmer? Zwinger gibt es nicht mehr?

    LG

    Jochen

  15. #15
    Jajosel
    Gast

    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Also - das mit den "Wurfpaaren" wäre mir auch neu.
    Es gibt wohl Züchter und sicher auch andere, wo der Rüde mit im "Zuchtrudel" ist, die Regel ist das sicher nicht.
    Dazu schreibt @Balou sicher zutreffend, wie es im Normalfall läuft.

    Je nach Rasse gibt es durch die entsprechenden Vereine Vorgaben, was Zahl der Hündinnen, deren Mindest- bzw. Höchstalter zur Belegung uvm. regeln
    Vermutlich gilt ähnliches auch für den Einsatz der Deckrüden.
    Ich weiß das nicht exakt, doch hier gibt es einige Kundige auf diesem Gebiet und nicht zuletzt kannst du das auch im Netz recherchieren. So, wie du das schreibst, läuft es sicher nicht in der gängigen VdH Vereinspraxis.

    Doch - wie schon weiter oben angedeutet, es gibt immer mal Ausnahmen, Wege, die Regularien zu umgehen oder sehr großzügig auszulegen. Im Sinne der Züchter meine ich.

    Das trifft nach meiner Erfahrung auch für VerbandsTÄe zu. Ich habe selbst mit meiner DSHündin erlebt, dass der
    Hüftbefund, die mein Haus TA und auch andere kompetente TÄe als "mittlere HD" beurteilten, vom Verbands TA als fehlerfrei beurteilt wurde.
    Hätte ich also den Weg begangen, der nötig ist, um selbst züchten zu können - an dieser Hüfte wäre das nicht gescheitert. Allerdings zeigte die Hündin trotz Schonung ab ca. 7 Jahren deutliche Ausfallerscheinungen der Hinterhand.
    Überrascht hat mich das nicht.
    Ich jedenfalls glaube nicht (mehr) daran, dass von VerbandsTÄen immer so befundet wird, dass dies dem viel gepriesenen Wohl der Rasse zuträglich ist.

    Das soll natürlich jetzt nicht heissen, dass deshalb die Abkömmlinge völlig unkontrollierten Vermehrertums denen einer VdH Zucht vorzuziehen sei. Ganz sicher nicht. Ist ja auch klar, warum nicht.

    Der Einzelfall wird im Laufe des Hundelebens erweisen, ob der Hund mit Papieren der gesündere ist verglichen mit dem "papierlosen". Das kann so oder so ausgehen.

    Wovor meiner Erfahrung nach zu warnen ist, ist es, allzu leichtgläubig anzunehmen, dass schon alles gut werden wird, wenn man nur den Hundekauf beim VdH Züchter tätigt.

    Der VdH ist nur in 2. Linie ein Garant für das Wohl der Tiere (wenn überhaupt, Stichwort Qualzuchten), er arbeitet aber hervorrragend für die (finanziellen) Interessen der angeschlossenen Züchter.
    Sariba and Bonic like this.

  16. #16
    Erfahrener Benutzer
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    Josch, DAS war Heins' Frage:
    Lieber Dissens, ich hatte diese Frage längst beantwortet!

    Hier nochmal die Gegenfrage: Wie züchtet ein "professioneller" Züchter, wenn er seine Zuchtpaare nicht in Zwingern halten will? Wie hält er sie denn sonst? Komm: Erleuchte mich!

    Worum geht es Dir eigentlich?

    Geht es um den Begriff "Zuchtpaare"? Im Bio-Unterricht an der Schule habe ich gelernt, dass für die Fortpflanzung immer ein Männlein und ein Weiblein erforderlich ist. Außer bei Quallen. Bei Fröschen solle es auch Ausnahmen geben. Bei Hunden habe ich aber noch NIE von irgendwelchen Ausnahmen gehört. Also: Wie züchten Züchter Deiner Meinung nach???

    Ich muss eingestehen, dass ich gerade stinkend sauer bin, weil ich mich an meinen ersten Hund erinnere! Der arme Bursche (zu dem Zeitpunkt 13 Jahre alt!) ist zum Einschläfern zum Tierarzet gekommen, weil er binnen weniger Tage die Kontrolle über seine Hinterbeine verloren hat. Es handelte sich um einen Schäferhund mit roten Papieren, er stammte aus einer von irgendeinem Verein "kontrollierten" Zucht, die irgendeinem schwachsinnigen "Standard" gehorchte, der kürzere Hinterbeine als Vorderbeine verlangte. Stichwort: Abfallender Rücken. Dass die Folge davon so unschöne Erscheinungen wie HD und Nervenschädigungen an den Hinterläufen sein können - mein Gott, scheiß drauf! Hauptsache er entspricht dem Stsandard. Oder????

    Denk mal zurück an die 1990er Jahre! Da tauchten in Westdeutschland plötzlich Schäferhunde auf, die NICHT diesem völlig schwachsinnigen Standard entsprachen!

    Und stinkend sauer bin ich gerade, weil ich solche "Argumente" lesen muss, während mir gerade lebhaft in Erinnerung kommt, wie der alte Berti sich an meinen Arm angeschmiegt hat, als er zum letzten Mal eingeschlafen ist...!

    Und jetzt nochmal: Er stammte NICHT von irgendeinem unkontrollierten Hinterhof-Erzeuger! Er hatte rote Papiere, die von irgendeinem Verein erteilte "Zuchtgenehmigung" - und war trotzdem aufgrund von irgendwelchen willkürlichen "Standards" kaputtgezüchtet! Es hat uns einen Haufen Geld gekostet, dass er trotz all seiner "Mängel" 13 Jahre alt geworden ist. Der erste Besitzer hat nur zwei Jahre durchgehalten. Dann ist der arme Bursche im Tierheim gelandet.

    Und jetzt zum dritten Mal: vom "zugelassenen" Züchter, aus "kontrollierter" Zucht, mit allen tieraärztlichen Untersuchungen und Belegen, mit allen "zuchtrelevanten" Belegen (Ahnentafel und blablabla...)

    Leute, singt mir hier bitte nicht das hohe Lied von der tierschützerischen Leistung, die angeblich ausschließlich vereinsangehörige Hundezüchter erbringen können, die irgendwelchen "Standards" folgen! Von den vier Hunden, die wir bisher hatten, stammte nur EINER aus so einer "kontrollierten" und angeblich allein vertrauenswürdigen Zucht. Und der war gesundheitlich die ärmste Wurst von allen vieren!
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  17. #17
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Balou
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Die von Dir gewünschte Erleuchtung ging aus meinem Post hervor, man braucht keinen Rüden vor Ort, seit Erfindung des PKW kann man diesen nutzen und mit seiner Hündin zu einem Deckrüden fahren.
    Viele Grüße von Berit mit Gunvald RRxLR und Edda BM und unvergessen Frieda, Ambar und Balou

  18. #18
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    [QUOTE=Jajosel;837706

    Auch bei den VdH Züchtern gibt es zu nicht gerade kleinen Teilen welche, denen die $ in den Augen stehen.

    Auch bei den VdH Züchtern (gerade denen, die eine stark nachgefragte Rasse wie den RR züchten), muß man ganz genau hinsehen.[/QUOTE]


    Die Erfahrung haben wir auch gemacht. Allerdings war es kein RR- Züchter, sondern ein Viszla-Züchter des VdH.

    Sah alles super aus; gepflegte Anlage, Hunde verschiedenen Alters.... nur keine Althündinnen; die werden dann nach getaner Arbeit in "gute Hände" gegeben. Und auf die Frage, welche der vorgestellten Hündinnen den nächsten Wurf bekommen soll gab es die Antwort: " Die, die und eventuell noch die!"
    Na klar, dann natürlich auch alle "Hausaufzucht" mit direktem Familienkontakt
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    Du kannst den Wind nicht ändern - aber Du kannst die Segel anders setzen!

  19. #19
    Jajosel
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Bonic Beitrag anzeigen
    Die Erfahrung haben wir auch gemacht. Allerdings war es kein RR- Züchter, sondern ein Viszla-Züchter des VdH.
    Für eine Viszla Hündin haben wir uns vor gut 15 Jahren auch mal interessiert.
    Damals war mein Wissensstand, dass diese Rasse in Deutschland nur in Jägerhände abgegeben wird.
    Hat sich daran etwas geändert?
    (Wir waren damals sogar bei einem Züchter in der Schweiz, da gab es diese Einschränkung nicht). Und am Ende haben wir uns für unsere tolle Selma antschieden (s.o.)

    Wenn ich so genau überlege, dann sehe ich in Deutschland jetzt relativ viele Viszlas. Das wird doch nicht die neue Moderasse werden??

  20. #20
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von Jajosel Beitrag anzeigen
    Off-Topic:



    Für eine Viszla Hündin haben wir uns vor gut 15 Jahren auch mal interessiert.
    Damals war mein Wissensstand, dass diese Rasse in Deutschland nur in Jägerhände abgegeben wird.
    Hat sich daran etwas geändert?
    (Wir waren damals sogar bei einem Züchter in der Schweiz, da gab es diese Einschränkung nicht). Und am Ende haben wir uns für unsere tolle Selma antschieden (s.o.)

    Wenn ich so genau überlege, dann sehe ich in Deutschland jetzt relativ viele Viszlas. Das wird doch nicht die neue Moderasse werden??


    Vor Jahren war es auch in der Schweiz noch eher schwierig einen Viszla zu bekommen. Viele Züchter gaben nur den Jägern einen ab. Heute ist das ganz anders, man bekommt leicht einen. Auch Weihmaraner gab es lange nur für Jäger, auch das ändert sich langsam.
    Gruss aus der Schweiz
    Dany


    Ich mag Menschen die sagen was sie denken.
    Noch mehr mag ich Menschen die zuerst denken bevor sie los plappern!

  21. #21
    Jajosel
    Gast

    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Asani Hekima Beitrag anzeigen
    Vor Jahren war es auch in der Schweiz noch eher schwierig einen Viszla zu bekommen. Viele Züchter gaben nur den Jägern einen ab. Heute ist das ganz anders, man bekommt leicht einen. Auch Weihmaraner gab es lange nur für Jäger, auch das ändert sich langsam.
    Danke, Dany

    nun ja, diese (ehemalige ?) Praxis hat ja sicher auch ihren Grund gehabt...
    Beide Hunderassen finde ich persönlich ästhetisch sehr ansprechend, wenn da nicht wäre:
    -der Jagdtrieb
    -zusätzlich beim Weimaraner die Mannschärfe

    Ich persönlich habe nicht wenig Bauchweh dabei, wenn die beiden Rassen jetzt zum "Jedermanns-Hund" werden
    milson likes this.

  22. #22
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Jajosel Beitrag anzeigen

    Danke, Dany

    nun ja, diese (ehemalige ?) Praxis hat ja sicher auch ihren Grund gehabt...
    Beide Hunderassen finde ich persönlich ästhetisch sehr ansprechend, wenn da nicht wäre:
    -der Jagdtrieb
    -zusätzlich beim Weimaraner die Mannschärfe

    Ich persönlich habe nicht wenig Bauchweh dabei, wenn die beiden Rassen jetzt zum "Jedermanns-Hund" werden
    Der Umstand, dass bestimmte Jagdhundrassen früher nur an Jäger abgegeben wurden, hat meiner Kenntnis nach damit zu tun, dass in Deutschland nur bestimmte Hunderassen für den jagdlichen "Gebrauch" zugelassen sind. Der Ridgeback zum Beispiel - definitiv ein Jagdhund! - gehört nicht zu diesen zugelassenen Jagdgebrauchshunden.

    Wenn ich recht informiert bin, bröckeln diese Zulassungsbestimmungen aber mehr und mehr. Das mag ein Grund sein, warum die Züchter von (hier anerkannten!) Jagdhunden immer weniger Sinn darin sehen, ihre Hunde nur an Jäger abzugeben. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass die Jägerschaft nicht groß genug ist, um die Zucht von so spezialisierten Hunden noch wirtschaftlich lukrativ zu machen....

    Wir (genauer: meine Frau) haben uns seinerzeit bewusst und gezielt für einen Vizsla entschieden, weil diese Hunde für ihre gute Nase und ihr freundliches Wesen bekannt sind. Meine Frau ist nämlich im Mantrailing aktiv. So wurde unser Vizsla-Mädchen zum "Jedermann-Hund", wird aber durchaus artgerecht eingesetzt. Es liegt - meiner Meinung nach! - an jedem Hundehalter, ob er einen Hund zu sich nimmt, der zu seinen Lebensbedingungen passt und ob er den Hund dann so hält, dass es zu dessen Natur passt.

    Jagdhunde sind da generell heikel. Die wollen nämlich ARBEITEN! Für sie ist nichts schlimmer als Langeweile. Ich vermute, das ist bei Ridgebacks ähnlich wie bei Vizslas.

    Ich sehe das Problem nicht darin, dass bestimmte, durchaus robuste Hunderassen zu Modehunden werden. Ich sehe es eher darin, dass Züchter bestimmten Modetrends folgen wollen und besonders große, besonders kleine, besonders plattnasige, besonders.... (beliebig fortsetzbar) Hunde züchten. Mit den bekannten Folgen.

    LG

    Jochen

  23. #23
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Jajosel Beitrag anzeigen
    Wenn ich so genau überlege, dann sehe ich in Deutschland jetzt relativ viele Viszlas. Das wird doch nicht die neue Moderasse werden??
    Ich würd sagen: Volle Punktzahl! Hier bei uns in der Stadt sind die Vizslas in den letzten 2 Jahren mehr und mehr geworden. Soviele Welpen, wie in den letzten 6 Monaten hab ich definitiv vorher nicht gesehen.
    Veela ohne Vasco (9.6.2012 - 20.6.2023)

  24. #24
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen ist eine gute Sache. Sie hat Vor- und Nachteile, genauso wie die Aufnahme eines Welpen aus einer seriösen Zucht.

    Ich widerspreche Jochen deutlich, wenn er sagt, man soll sich nicht zu viele Gedanken darüber machen, wo ein Hund herkommt. Es gibt sehr viele Quellen, die man nicht unterstützen darf. Wo die Elterntiere kein würdiges Leben führen dürfen und nur des Geldes wegen verheizt werden. Stichwort Vermehrer, Wühltischwelpen ... Informationen und verstörendes Bildmaterial dazu gibt es im Netz satt und reichlich, wenn man sich die Mühe und Gedanken macht.

    Für mich arbeitet ein Tierschutzverein, der keine Vorbesuche macht, ebenso unseriös wie ein Züchter, bei dem unbesehen jeder Anrufer einen Hund bekommt.

    Niemals hätte ich einen meiner Pflegehunde in unbekannte Hände gegeben. Die Leute mussten nicht nur einem Vorbesuch zustimmen, (Habe selbst einige gemacht und kann sagen, dass sich von mir noch niemand belästigt gefühlt hat und es immer nette Gespräche waren. Da wühlt auch keiner im Schlafzimmer in der Wäscheschublade.), sondern die Hunde persönlich bei mir besuchen. Die Entscheidung, ob der Hund da hingeht, habe ich erst nach persönlichem Kennenlernen gefällt und das im Vorfeld auch offen so gesagt.

    Ein Tierschützer hat eine ebenso große Verantwortung wie ein Züchter, der für seine Welpen geeignete Menschen suchen muss.

    Ob jemand als Hundeanfänger mit einem in Not geratenen Ridgeback zurechtkommt, kann man in einem Forum nicht sagen. Ich habe es mir, trotz meiner Pflegestellenerfahrung, vor drei Jahren nicht zugetraut. Es gibt aber immer wieder auch leichtführigere Ridgebacks, die abgegeben werden. Man muss vielleicht einfach etwas darauf warten. Ich würde in dem Fall vorab schon Kontakt zu dem Verein aufnehmen, meine Situation schildern und mich beraten lassen.

    Gruß, Marion
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  25. #25
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von Marion18 Beitrag anzeigen
    Ich widerspreche Jochen deutlich, wenn er sagt, man soll sich nicht zu viele Gedanken darüber machen, wo ein Hund herkommt. Es gibt sehr viele Quellen, die man nicht unterstützen darf. Wo die Elterntiere kein würdiges Leben führen dürfen und nur des Geldes wegen verheizt werden. Stichwort Vermehrer, Wühltischwelpen ... Informationen und verstörendes Bildmaterial dazu gibt es im Netz satt und reichlich, wenn man sich die Mühe und Gedanken macht.
    Liebe Marion, was verstörendes Bildmaterial und unmögliche Haltungsbedingungen angeht, hast Du zweifellos recht. Ich möchte nur anmerken, dass hier nicht von Wühltischwelpen die Rede war. Wir haben über deutsche Tierheime und in Deutschland gezüchtete Welpen gesprochen. Da gelten glücklicherweise Standards (die auch weitgehend eingehalten werden!), die es in anderen Gegenden der Welt so nicht gibt.

    Wenn Du meine Zeilen so verstanden haben solltest, dass ich zum Hundekauf auf dem wöchentlichen Flohmarkt in Lüttich geraten hätte, dann hättest Du mich gründlich missverstanden - oder ich hätte mich sehr missverständlich ausgedrückt.

    Auch ich würde auf dem Markt in Lüttich nie einen Welpen kaufen. Allerdings frage ich mich insgeheim, was wohl aus den armen Viechern wird, die dort nicht gekauft werden... DIESES Problem - über das bisher gar nicht die Rede war! - kann ich nicht lösen. Auch nicht für mich persönlich. Deswegen besuche ich solche Märkte gar nicht erst.

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