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  1. #1
    Mathuni
    Gast

    Standard AW: RR der Richtige?

    Zitat Zitat von Thomas R Beitrag anzeigen
    ...Neben groben Erziehungsfehlern sehe ich zumindest bei allen dieser Hunde das Problem das sie einfach nur da sein sollen und bitte doch lieb sein müssen...
    Und für den Satz brech ich mal ne Lanze für den Thomas. Ich streiche mal das alle und ersetze es durch zu viele, weil das für den Satz rausgelöst so nicht mehr passt. Und ich ergänze "einfach nur da" und "lieb" noch um "schön".

    Damit hat er nun mal nicht unrecht - zu viele RR werden wegen Optik gekauft und es wird nicht darüber nachgedacht, was da eigentlich drinstecken kann. Kann, nicht muss. Aber da soll halt oft der schöne stolze Begleiter perfekt funktionierend neben einem her laufen. Nicht nur Schönheit kann Prestige sein, auch das Funktionieren kann es sein ("Die Macht möge mit dir sein, stolzer Yedi!"). Der ehemals auf ein gewisses Maß an selbständigem Denken gezüchtete Hund, der - meiner Meinung nach - meist dazu noch nicht so überzüchtet wurde, dass die Selbständigkeit verloren geht, bedingt aber unter Umständen Arbeit und Einfühlungsvermögen, um ihn zur Teambildung und zum Funktionieren zu bewegen. Stolz und automatisches perfektes Funktionieren schließen sich in so einem Zusammenhang menschlich gesehen ja fast gegenseitig aus...

    Der Ridgeback ist für mich in erster Linie weder Jagdhund noch Laufhund noch Bewacher von Farmen. Der Ridgeback als solcher ist für mich vor allem eines: Ein selbstdenkender und -entscheidender Hund. Er entscheidet auf eine Art, die für uns oft nur im Nachhinein nachvollziehbar ist. Er entscheidet gerne selbst und er entscheidet vor allem manchmal blitzschnell. Seine Entscheidung ist mit Menschentscheidung nicht immer kompatibel. Man kann ihn aber - aller Gerüchte zum Trotz - dazu bringen, sich der Menschenentscheidung auch zu beugen und diese sogar schon zu erahnen (der Hund darf sich dann "pflegeleicht gesellschaftskompatibel" nennen). Und da ist es egal, ob es um Jagd oder Schutz oder Eierpfannkuchen geht.

    Was ich an meinen Ridgebacks tausend mal mehr als ihre Schönheit liebe: Teambildung und Funktionieren fällt nicht vom Himmel. Ich muss mir ihren Respekt verdienen. Sie sind ganz ehrliche und direkte Spiegel und zeigen mir eigene Schwächen, Fehler und Unzulänglichkeiten sofort. Damit muss man umgehen können und entsprechend an sich selber arbeiten. Denn eins geht gar nicht: Eigene Unzulänglichkeit auf den Hund zurück projezieren.

    Ob der Hund wann wie lange im Büro ist und wer wann wo wie sofakuschelt und vielleicht noch sonnenstandsangepasst fahrradfährt etc. pp. ist eigentlich nicht so wichtig. Ich finde es auch legitim, leicht verunsichert und ein bisserl bockend nachsetzend nachzufragen, ob das denn passen könnte. Das ist mir allemal lieber als die, die den Welpen 4, 8 oder 12 Wochen lang durch ihren selbstüberzeugten Scheuklappenwahnsinn ziehen und sich wundern, dass der Hund nicht funzt.

    In diesem Sinne eine Hommage an den Ridgeback und gleichzeitig auch eine Warnung vor ihm. Es prüfe sich selbst ganz ehrlich, wer sich an einen RR binden will.

    Susanne mit Bukoko und Mbhali

    P.S. zum Dauer-Thomas-Pia-Thema: Es ist für mich persönlich und auch für meine RR nicht zielführend, sie zu überarbeiten. Meine würden da durchdrehen...

  2. #2
    Mathuni
    Gast

    Standard AW: RR der Richtige?

    Buki und Rose fanden, ich hab was wichtiges vergessen...

    Zitat Zitat von Mathuni Beitrag anzeigen
    Der Ridgeback ist für mich in erster Linie weder Jagdhund noch Laufhund noch Bewacher von Farmen. Der Ridgeback als solcher ist für mich vor allem eines: Ein selbstdenkender und -entscheidender Hund. Er entscheidet auf eine Art, die für uns oft nur im Nachhinein nachvollziehbar ist. Er entscheidet gerne selbst und er entscheidet vor allem manchmal blitzschnell. Seine Entscheidung ist mit Menschentscheidung nicht immer kompatibel. Man kann ihn aber - aller Gerüchte zum Trotz - dazu bringen, der Menschenentscheidung auch zu vertrauen, sich dieser zu beugen und diese sogar schon zu erahnen (der Hund darf sich dann "pflegeleicht gesellschaftskompatibel" nennen). Und da ist es egal, ob es um Jagd oder Schutz oder Eierpfannkuchen geht.
    Buki und Rose haben völlig recht - dieses elemantar wichtige Wort hatte ich vergessen - ausgerechnet das wichtigste von allen...

  3. #3
    Jackal
    Gast

    Standard AW: RR der Richtige?

    Zitat Zitat von Mathuni Beitrag anzeigen
    Der Ridgeback ist für mich in erster Linie weder Jagdhund noch Laufhund noch Bewacher von Farmen. Der Ridgeback als solcher ist für mich vor allem eines: Ein selbstdenkender und -entscheidender Hund. Er entscheidet auf eine Art, die für uns oft nur im Nachhinein nachvollziehbar ist. Er entscheidet gerne selbst und er entscheidet vor allem manchmal blitzschnell. Seine Entscheidung ist mit Menschentscheidung nicht immer kompatibel. Man kann ihn aber - aller Gerüchte zum Trotz - dazu bringen, sich der Menschenentscheidung auch zu beugen und diese sogar schon zu erahnen (der Hund darf sich dann "pflegeleicht gesellschaftskompatibel" nennen). Und da ist es egal, ob es um Jagd oder Schutz oder Eierpfannkuchen geht.
    Ungefähr das gleich meinte ich hier mit. Ich konnt's nur nicht so schön ausdrücken:

    Zitat Zitat von Jackal Beitrag anzeigen
    Die Anschaffung eines Hunde sollte immer sehr gut überdacht werden! Egal, um was für einen Hund es sich handelt. Holt man sich einen eher unabhängigen großen, kräftigen Hund mit meist gehörig Jagdtrieb ins Haus, sollte man die Entscheidung - sich selbst, seinem Umfeld und dem Hund zu liebe, besonders gut überdenken.
    Die Anschaffung jedes Hundes (egal welche Rasse/Mischling) sollte sehr gut und ehrlich überdacht werden. Und je nach Rassetyp kommen eben noch spezielle Überlegungen dazu. Ein durchschnittlicher RR ist anders als ein durschnittlicher Golden Retriever. Beide stellen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit andere Anforderungen an ihren Besitzer. Neben den generellen Überlegungen eben immer auch den Rassetyp (und damit meine ich nicht das Aussehen!) kritisch überdenken. Ein Hund, dem man nicht gerecht werden kann (und der Hund einem dann natürlich auch nicht) kann man noch so schön finden, Spaß macht das Zusammenleben dann Niemandem.

    P.S. mit Farmhund meine ich übrigens in keinster Weise einen Wachhund, sondern einen Farmgebrauchshund, der viele verschiedene Aufgaben oft selbstständig erfüllt.


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