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Thema: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

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  1. #1
    BamBam, Hellboy & Sonny Avatar von Stefanie R.
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Zitat Zitat von AsadTheFirst Beitrag anzeigen
    Ach mach das, bitte: Es ist ein Unterschied, ob man (ich) etwas weiß

    oder etwas weiß .
    Aus "Hundezucht 2000", 4. Auflage von Hellmuth Wachtel, S. 185:

    "Zusammenfassend ist zu sagen, dass Fortpflanzungsmerkmale (Fruchtbarkeit in jeder Hinsicht, wie Samenqulität, Konzeptionsrate, Wurfgröße bei Geburt und beim Entwöhnen) h²-Werte von 10-20% aufweisen, Standardmerkmale (Konformation 30-80% bei Mittelwerten von 40-50%. Wesensmerkmale liegen sehr verschieden, bei jagdlichen Eigenschaften 10 und 30%, Scheu und Aggressivität liegen bei 40-60%. Alle diese Werte schwanken je nach Rasse und Umwelt, aber auch besonders als Funktion des Inzuchtgrades, der den Selektionseffekt negativ beeinflusst."

    Deshalb habe ich so wenig übrig sowohl für Schisser, als auch für Aggros in der Zucht.

    Viele Grüße,
    Stefanie mit BamBam & Hellboy
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  2. #2
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Ich habe dazu jetzt au noch mal ne Frage. Natürlich bin ich der gleichen Meinung wie ihr, die Verantwortung liegt bei Käufer wie bei Züchter. Aber es ist ja nicht verboten, Hunde in einem Zwinger zu halten (egal, was man persönlich davon hält). Wenn ich da jetzt hinkomme und ich sehe das, kann ich sie anzeigen, okay was passiert dann mit den Welpen? Im besten Fall kommen sie zu RR in Not, im schlimmsten Fall bleiben sie da und finden andere Besitzer. Da kann ich nix gegen tun! Als wir Aron holten, haben wir auch nur die Mutter kennengelernt, vom Vater sahen wir nur die Papiere, auch er wäre doch zu anderen Besitzern gekommen, zum anzeigen bestand ja kein Grund, die Hunde wurden mit Kindern groß, konnten rein ins Haus, hatten draußen genug Platz.. und und und

  3. #3
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Steph821
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Selbst mein Rüde welcher noch nichtmal von einem ,,Dissiz.,, stammt wie du es ausdrückst, ist rein rassig.

    Ich musste kein Attest vorlegen, in Deutschland drehen die Mühlen anderst.

  4. #4
    Das ist so ein Kandidat
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    Avatar von Penfold
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Vielen Dank, Heike!!!

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  5. #5
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von HeikeCR
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Ich habe es ein bisschen ausfuehrlich geschrieben, auch deshalb, weil ich oft Mitleid mit Denjenigen haben, die genau wie ich damals, einfach nur einen Hund kaufen wollten - nicht wissend, welche immensen Probleme diese Geschaeftssparte im Laufe der Zeit produziert hat.
    Auch ich dachte damals (so wie Katja/Kikki2), Papiere braucht man nur, wenn man ausstellen oder zuechten will. Wie daemlich, aber leider ein weit verbreiteter Irrtum. Dass Papiere eher ein Beleg fuer fuersorgliche und korrekte "Qualitaetsansprueche" (bloedes Wort, wenn es um Lebewesen geht, sorry) sind, war mir ueberhaupt nicht klar.
    Mittlerweile ist selbst diese Kategorie nicht mehr zweifelsfrei, umso schwieriger fuer einen "Ersttaeter", die richtige Entscheidung zu faellen.
    Und genau deshalb heisse ich besonders alle die neuen User so ganz besonders herzlich willkommen, die sich bereits im Vorfeld umfassend informieren.
    Deshalb: echt guter Thread!
    LG
    Heike
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    Man muß oft erst nachdenken, worüber man sich freut, aber man weiß immer, worüber man traurig ist...

  6. #6
    AsadTheFirst
    Gast

    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Nachdem unsere allererste Hündin gestorben war, beschloss ich: Ich will nie wieder so trauern. Kein Hund mehr. Nie-

    Alice war auch aus einer "Hobbverpaarung". Ihr Vater war ein Irish Wolfhound, ihre Mutter ein Whippet. Als sie neun Jahre alt war, hatte sie heftige Herzprobleme, Diabetes Insipidus und Krebs. Der Krebs machte ihr dicke Beulen in den Kniekehlen, in den Achselhöhlen und am Unterkiefer. Es sah schlimm aus zuletzt.

    Wir machten Urlaub in Holland, das muss so 2002/2003 gewesen sein. Und da sahen wir wnderschöne, große braune Hunde. Die hatten wir noch nie gesehn. Wir waren einfach hin und weg von ihrer Schönheit.. SOOOOLCHE Augen machten wir. Aber ich wollte ja nie wieder......

    Irgendwann war der Urlaub zu Ende. Und der Eindruck verblasst. Und dann.... ging ich nach dem Job einen Kaffee trinken. Da war ein Mann am Nachbartisch, und er hatte einen Ridgeback dabei. Die Beiden kommunizierten die ganze Zeit miteinander. DAS war der Tag, an dem es um mich geschehen war.

    2004 las ich dann in der Tageszeitung, dass jemand Ridgeback Welpen anbot. Ich telefonierte, wir fuhren hin. Draußen ein großer Zwinger voller RRs. Der VK sagte, zum Teil seien es seine eigenen, zum Teil auch PÜensionsgäste. Wir wurden in einem blitzsauberen Wohnzimmer empfangen. Interviewt "Haben Sie Hundeerfahrung?" Na klar, warn wir. Wir hatten unsere wunderbare Alice fast zehn Jahre gehabt. (Und als wir DIE kennenlernten, gab es ein überaus chaotisches Wohnzimmer, ein Shi-Tzu, der's Sagen hatte und unsere Alice-Maus, die mitten aufm Wohnzimmer-Tisch stand und ein Baby-Spielzeug hing ihr ausm Mäulchen.)

    Nach Smalltalk und "Was hätten Sie denn gern?" bekamen wir erst Beaus Schwester zu sehen. Der Mann holte sie von irgendwo her. Ja... die hätten wir billiger haben können, ihr Ridge war nicht korrekt. Hm... irgendwie war da nix.. kein Funke. Und dann kam Beau... tollpatschig, ich sah in seine Augen... und wusste, DAS isser.

    Ich weiß gar nicht mehr, ob der Preis 1200 oder 1500 war.... Wir verblieben so, dass wir unseren letzten hundelosen Urlaub verbringen würden, der auch schon gebucht war. Und holten Beau dann ab als er 12 Wochen alt war. Der Verkäufer wies uns noch darauf hin, was für eine Rakete er sei: Nie aufs Sofa lassen, bloß nicht scharf machen etc... Wenn er frech würde: Kopfnuss verpassen und mit den Fingernägeln in die Ohren kneifen.Wir hatten uns so auf den Zwerg gefreut. Und dann...er war richtig vermackt, überall kleine Narben und unterm Auge hatte er einen riesigen "Schmiss"

  7. #7
    AsadTheFirst
    Gast

    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Der VK hielt Beau aufm Arm und hatte das blanke Pipi inne Augen. Und dann beruhigte ich mich "Wer heulen muss, wenn er n Lütten loswird, kann kein schlechter Mensch sein"

    Mein Gott, waren wir dämlich.... erst viel später dämmerte uns, dass wir hätten gehen sollen, spätestens, als die Welpen von irgendwoher geholt wurden.

    Wir haben keine Wurfkiste gesehn, keine Eltern. Aber wir bekamen einen Sack Aldi-Futter mit "Hat bei Stiftung Warentest am besten abgeschnitten"

    Als wir nach Hause kamen, stellten wir fest, dass der Lütte vor allem Schiss hatte, nix kannte, nicht mal seinen Namen.

    Wir hatten die Sorte erwischt: Hat vor allem Schiss. Die Plastiktüte, die aufm Weg lag und gestern noch nicht da war. Einmal hab ich eine Viertelstunde mit ihm an einem Heuballen verbracht, den er furchtbar bedrohlich fand. Beau ist niemals mit mir in den Keller gegangen. Und in unsere Schuppen ging er erst kurz vor seinem Tod.

    Er war ein unglaublicher Grobmotoriker. Lange Zeit sah ich aus, als stünde ich auf extrem S/M und wäre frisch ausgepeitscht: Lange blauschwarze Striemen zierten meinen Luxuskörper davon, dass er mich ansprang und ...irgendwie immer mit den Krallen an mir runterrutschte. Er hob gern seine Pfote gegen Menschen, das war seine Form der Kontaktaufnahme. Es hat lange gebraucht bis er gelernt hatte, uns dabei nicht zu verletzten. Ständig hatte ich blaue Flecken oder Wunden.

    Fremde mochte Beau gar nicht. Er wich ihnen aus. Insistierte jemand und bedrängte ihn, sprang er wie ein Flummy laut bellend vor demjenigen auf und nieder. Beau war anstrengend und trotzdem wurde er zunehmend zu meinem/unserem Traumhund. Er klebte an mir... und.. jedesmal, wenn er mich sah, trommelte er mit seinem Schwanz einen Freudenwirbel. Er hatte Angst vor Kindern, und wenn der KiGa im Wald war, mochte er nicht weitergehn. Aber unsere Enkelzwerge liebte er heiß und innig und hütete sie.



    Und dann starb er sehr plötzlich mit viereinhalb Jahren an einem höchst aggressiven Krebs.

  8. #8
    AsadTheFirst
    Gast

    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Bei Asad war alles anders: Wir waren mehrfach in der Woche in der Wurfkiste. DIE stand mitten im Wohnzimmer.

    Asads Mama war eine Spielgefährtin von Beau und so kannte ich sie und die Züchterin sicher schon zwei Jahre. Ich weiß noch, wie ich innerlich die Nase rümpfte, als mir die Züchterin eröffnete - bis dahin war sie ja nur eine Hundebekanntschaft - dass sie züchten wollte. HÄ? Naja.. Wer's braucht.... Sie erzählte mir dann von Prüfungen und Lehrgängen und Ausstellungen etc.. ich hörte immer nur mit halbem Ohr hin. Nicht meine Welt. Und dann gab es den A-Wurf, kurz bevor sich Beaus Krebs zeigte. Und Asad kam wenige Wochen nach Beaus Tod zu uns.
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  9. #9
    Bayo und 2 Engel Avatar von Monthy
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Tzammy, diese Auffassung kann ich nicht teilen. Es gibt da ein gutes Sprichwort in unserem profitorientiertem System:

    Die Nachfrage bestimmt das Geschäft!

    In dem Moment, wo ich jegliche Verantwortung auf einen anderen übertrage, mache ich es mir natürlich sehr einfach.
    Aber, wir sind alle mündige Bürger und MÜSSEN auch die Verantwortung für unser Tun übernehmen und die endet nicht beim eigenen Tier.
    Ein " über-den Tellerrand"-Schauen schadet da nicht. Ich kann doch die Augen nicht verschließen gegenüber Missständen, die nicht mein ausschließliches Ich betreffen.
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  10. #10
    BamBam, Hellboy & Sonny Avatar von Stefanie R.
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Bei uns hat das nichts mit "Outing" zu tun, weil ich immer offen darüber gesprochen und auch lange Zeit eine Website zu dem Thema betrieben haben, um andere auf unsere Fehler hinzuweisen und ihnen das zu ersparen.

    Der erste eigene Hund wurde sorgfältig ausgewählt. Eigentlich sollte es für mich ein Golden Retriever werden, weil ich den in einem Film gesehen hatte. Der hatte dann letztendlich aber zu viel Fell und so landeten wir beim Labrador. Flat Coated und Chesapeake Bay Retriever schieden wegen des Wach- und Schutztriebs aus, der Curly und Toller wegen der Optik. Immerhin hatten wir uns ein Stück weit mit den Eigenschaften der Rassen beschäftigt.

    In dem von uns gekauften Buch wurde auch über Papiere und VDH geschrieben. OK, also sollte es einer mit VDH-Papieren sein. Zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar (und Inet gabs da bei uns noch nicht), dass es verschiedene Papiere gibt. Also schlugen wir die Tageszeitung auf, durchsuchten die Anzeigen und landeten schließlich bei einem Verkäufer in der Nähe von Bielefeld. Wir sahen damals die Mutterhündin, die damals einen sehr gepflegten Eindruck auf mich machte. Ob ich das heute auch noch so sehen würde, weiß ich nicht. Die Welpen waren in einem Welpenhaus untergebracht, das mit Fliesen ausgelegt war. Wenn ich mich richtig erinnere, lagen da die Welpen auch so drauf. Damals fanden wir das normal (aufs Deckchen kamen wir erst durch den RR) und so kam schließlich die Welpette mit zu uns, die am stillsten war und sich die ganze Zeit überhaupt nicht rührte, keinen Kontakt suchte. Sie sei halt müde vom Spielen, hieß es.

    Zuhause bei uns hatte sie dann massiven Durchfall und sie war insgesamt eher ängstlich, vor allen Dingen im Dunkeln. Abends mit ihr spazieren zu gehen war ein Laufen von Laterne zu Laterne, von Lichtkegel zu Lichtkegel.

    Ungefähr einjährig mussten wir sie operieren lassen, sie hatte einen Knochensplitter im Ellenbogengelenk. Es folgten Arthrose und Spondylose. Sie hatte immer wieder massiven Durchfall und ich vermute heute, dass sie eine Futtermittelunverträglichkeit hatte, die wir einfach nicht entdeckten, weil wir damals dumm waren. War doch gutes und teures Futter!

    Die Papiere, die wir 6 Monate später zugeschickt bekamen, waren übrigens nicht VDH, sondern UCI. Auf die Frage "Hat der Hund Papiere" antwortete der Verkäufer nur mit "Ja", ohne es genauer zu spezifizieren.

    Bereits nach einem Jahr wollte ich gerne meinen eigenen Hund haben und so machten wir uns auf die Suche nach einem zweiten. Dieses Mal schlauer geworden (so dachten wir jedenfalls), suchte ich mir die Welpenliste des Deutschen Retriever Clubs (DRC) raus und fing an zu telefonieren. Dabei ging ich strategisch äußerst geschickt vor. Nach "Haben sie chocofarbene Welpen" (es sollte unbedingt ein brauner sein, weil man Freund die so toll fand) kam direkt die Frage nach dem Preis, weil in den Büchern keine Angaben dazu vorhanden waren. Ich bekam auch die Preise genannt, aber keinen Welpen.

    Ein Züchter fiel mir damals besonders negativ auf, weil er die Preisspanne für einen chocolate Labrador auf 3000 - 4000 DM festlegte, weil die Nachfrage den Preis bestimme. Bei "seriösen" Züchtern kosteten alle Farben gleich. Der übliche Welpenpreis lag bei ungefähr 1800 DM.

    Nachdem wir nun so "schlechte Erfahrungen" gemacht hatten, kam wieder die Tageszeitung zum Einsatz. Die Weltkasseverpaarung mit Jahrhundertsiegereltern mit UCI-Papieren, nur in beste Hände abzugeben sollte es dieses Mal werden. Und wurde es auch. Wir sahen uns die Welpen an, die zwar in Zwingern neben auch noch anderen Hunderassen gehalten wurden (die Züchter sagten ganz offen, dass sie davon lebten und sich ausschließlich um die Hunde kümmerten), aber das erschien mir zu dem Zeitpunkt ehrlicher als der Raffzahn vom DRC. Nach einem kurzen Spaziergang entschieden wir uns dafür, einen Rüden mitzunehmen. Praktischerweise war die "Züchterin" auch gleich ihr eigener Zuchtwart und konnte den Welpen selbst an Ort und Stelle tätowieren.

    So kam mein Scout zu uns. Der Preis zum VDH-Welpen war übrigens mit 1500 DM nur geringfügig niedriger. Er war zeitlebens, abgesehen von einer Verletzung, gesund. Er sah ebenso wie Caraboo nicht wie ein typischer Labrador aus mit seiner Megawamme, seinen hängenden Augenlidern und seiner Übergröße (wird bei den Labbis in Deutschland dann gerne als "Amerikanischer Standard" verkauft).

    Viele Leute fragten, ob die beiden nicht mal Welpen haben wollten. Als wir 10 Monate nach Scouts Einzug schließlich einen Inet-Anschluss bekamen, fing ich an zu recherchieren. Caraboos Verkäufer stand unter dem Verdacht, Welpen aus osteuropäischen Zuchtanlagen dazuzukaufen und als seine eigenen auszugeben.

    Scouts Verkäuferin sah sich später massiven Problemen gegenüber, weil sich Welpenkäufer über das Inet solidarisierten und gerichtlich gegen sie vorgingen. Viele der von dort stammenden Hunde starben jung an Krebs. Ich hatte irgendwie Glück, dass mein Scout erst mit 10 starb - an Darmkrebs.

    Was ich irgendwann wirklich schlimm fand, waren die Fragen nach Welpen von den beiden. Ihr könntet doch mal, wir nehmen auch einen. Haben wir nicht gemacht. Wir liebten unsere beiden Hunde, aber so viel Krankheit und untypisches Verhalten sollte sich nicht weitervererben.

    Nach Scouts Tod versank ich in Trauer. Und daraus hervor ging nach 9 Monaten BamBam, bei dem alles anders lief. Mehrere VDH-Züchter besucht (mit und ohne Welpen), viele Fragen gestellt, sehr nette und kompetente Antworten bekommen und am Ende einen Welpen erhalten, der von der ersten Sekunde seines Lebens nur Zucker in den Poppes gepustet bekommen hat. Das Ergebnis habe ich heute jeden Tag um mich.

    Der Kontakt zu den Verkäufern unserer Labbis war übrigens schnell beendet. Die hatten keinerlei Interesse daran, von ihrer "Nachzucht" behelligt zu werden. Ganz anders ist das bei BamBam & Hellboy. Kontakt und Infos sind da beidseitig immer erwünscht. Für mich heute DAS Kriterium.

    Viele Grüße,
    Stefanie mit BamBam & Hellboy
    Geändert von Stefanie R. (19.01.2014 um 12:09 Uhr)
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  11. #11
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Danke Tzammy, für deinen Beitrag. RR stehen für mittendrin, statt nur dabei Hunde. Keine Ahnung, ob der RR in der Stadtwohnung mit Couchzugang und Bettnutzung glücklicher ist, als der "Freigeist", welcher dauernd draußen wohnt und machen kann was er will.
    Mein Vater hatte vor über 25 Jahren einen RR. Anfangs voll in sein Leben involviert und ein super Hund. Dann ließen wohl Zeit und Interesse nach und der Hund landete oft im Zwinger. Das hat er nicht lange mitgemacht. Er hat sich einen Weg nach draußen gesucht, ist über einen mehr als 2 Meter hohen Zaun gesprungen und hat die Hühner, Gänse, Kaninchen und Ziegen meines Vaters dahingerafft. Vielleicht macht das einen Hund glücklicher und ist näher an seiner Natur, als unauffällig neben seinen Menschen im Restaurant zu liegen. Ich weiss es nicht.
    Mein RR hat auch keinen afrikanischen Namen. Ich habe ihn nach einem südaustralischen Weingut benannt. Mitleidige Blicke konnte ich noch keine erkennen. Auch nicht von Ahnentafelridgeback Besserhalter :-D
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  12. #12
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Steph821
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Da es aber immer solche Menschen gibt, wird es nie aufhören. Die sagen sich, die letzten Welpen sind wir ja auch alle losgeworden....

  13. #13
    Bayo und 2 Engel Avatar von Monthy
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    @ phineas.

    Ich denke, dass nicht die Menge das Problem ist. Eine "Rationierung" trägt erst recht dazu bei, Missstände zu fördern.

    Nehmen wir mal an, die Anzahl der RR-Welpen wir deutschlandweit auf - sagen wir mal- 200 begrenzt. Die gehen, weil die Nachfrage so groß ist, weg wie warme Semmeln und weil der Züchter das weiß und mit der Anzahl der Welpen ja auch limitiert wird, was meinst du, wie hoch der Preis sein wird? Der Meistbietende gewinnt. Ein Preis von 2000 € .... lächerlich!
    Ware RR entwickelt sich also zu einem Produkt der High Society.

    Ich Kleinverdiener WILL aber auch so einen! Was tu ich also? Na klar! Einen den ich bezahlen kann über Ebay vom Vermehrer. Ist doch jetzt schon so.
    Eine Begrenzung fördert doch erst den Schwarzmarkt.

    Und mir ist es dann allemahl lieber, wenn gewissenhafte Züchter den Markt und die Nachfrage bedienen, als Wurfbatterien in Polen.
    Geändert von Monthy (19.01.2014 um 14:36 Uhr)
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  14. #14
    BamBam, Hellboy & Sonny Avatar von Stefanie R.
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Zitat Zitat von Phineas Beitrag anzeigen
    Nun, genau das sage ich doch - die RR geraten vermehrt in falsche Hände durch dieses Überangebot an Welpen.
    Hier ist der Punkt "Qualität der Eltern, der Aufzuchtbedingungen und der Nachsorge um den Welpenkäufer" nicht erfüllt. Ich erwarte von einem guten Züchter, dass er sich auch nach der Abgabe um seine Welpeneltern kümmert und ggf. Kontakte vermittelt, wie weiterhelfen können, wenn er es selbst nicht kann.

    Mit der steigenden Anzahl der abzugebenden Welpen sinkt möglicherweise der Anspruch an die Qualität der Welpeneltern. Insofern kann man das eine wohl nicht ohne das andere betrachten. Die Anzahl der Welpen alleine zu reduzieren, bringt es aber auch nicht. Das erhöht ggf. den Preis, aber nicht immer ist der mit der meisten Kohle auch der gewissenhafteste Hundebesitzer.

    Insofern sollte jeder Züchter nur so viele Würfe in seinem Kennel haben, wie er auch gute Welpenkäufer hat. Es gibt Züchter, die handhaben das so. Und dann gibt es halt die, die das nicht machen. Und nein, das kann ich nicht verbandsunabhängig betrachten. Denn, und das ist meine Meinung, Hunde von VDH-Züchtern landen seltener in simplen Verkaufsanzeigen. Auch, wenn es leider nicht zu 100% ausgeschlossen ist.

    Viele Grüße,
    Stefanie mit BamBam & Hellboy
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  15. #15
    Jackal
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Stefanie R. Beitrag anzeigen
    Mit der steigenden Anzahl der abzugebenden Welpen sinkt möglicherweise der Anspruch an die Qualität der Welpeneltern. Insofern kann man das eine wohl nicht ohne das andere betrachten. Die Anzahl der Welpen alleine zu reduzieren, bringt es aber auch nicht. Das erhöht ggf. den Preis, aber nicht immer ist der mit der meisten Kohle auch der gewissenhafteste Hundebesitzer.
    mhm, eine zu kleine Anzahl wird auch gefährlich. Ein zu kleiner Genpool tut einer Rasse mit Sicherheit nicht gut. Ich kenne einige Rassen, die mir vielleicht gut gefallen würden, bei denen mir persönlich der Genpool aber zu klein ist. Für mich käme deshalb kein Hund dieser Rasse in Frage. Auch das sollte man Bedenken, wenn man über ein Einschränken der Zucht nachdenkt.

    Ganz davon ab, dass auch in einem vielleicht ausreichend großen Genpool durch "Trend-Rüden" und enge Zucht Probleme entstehen und entstehen können, aber das ist noch mal ein anderes Thema.


    Allerdings auch das noch ein wichtiger Rat an Welpenkäufer: Es lohnt sich bei der Pedigree Search Database mal zu schauen wie viele Hunde mehrfach im Pedigree des angestrebten Welpen auftauchen und in welchen Generationen. Da würde ich beim nächsten Hund auch noch vermehrt drauf schauen. Gerade die afrikanischen RRs sind manchmal sehr, sehr erschreckend eng gezogen. Und da ja allzuviele Züchter gerne mit der Qualität ihrer Afrika-Direktimporte oder zumindest X Vorfahren direkt aus Afrika werben, lohnt da ein kritischer Blick erst recht!

  16. #16
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Zitat Zitat von Stefanie R. Beitrag anzeigen
    Hier ist der Punkt "Qualität der Eltern, der Aufzuchtbedingungen und der Nachsorge um den Welpenkäufer" nicht erfüllt. Ich erwarte von einem guten Züchter, dass er sich auch nach der Abgabe um seine Welpeneltern kümmert und ggf. Kontakte vermittelt, wie weiterhelfen können, wenn er es selbst nicht kann.

    Mit der steigenden Anzahl der abzugebenden Welpen sinkt möglicherweise der Anspruch an die Qualität der Welpeneltern. Insofern kann man das eine wohl nicht ohne das andere betrachten. Die Anzahl der Welpen alleine zu reduzieren, bringt es aber auch nicht. Das erhöht ggf. den Preis, aber nicht immer ist der mit der meisten Kohle auch der gewissenhafteste Hundebesitzer.

    Insofern sollte jeder Züchter nur so viele Würfe in seinem Kennel haben, wie er auch gute Welpenkäufer hat. Es gibt Züchter, die handhaben das so. Und dann gibt es halt die, die das nicht machen. Und nein, das kann ich nicht verbandsunabhängig betrachten. Denn, und das ist meine Meinung, Hunde von VDH-Züchtern landen seltener in simplen Verkaufsanzeigen. Auch, wenn es leider nicht zu 100% ausgeschlossen ist.

    Viele Grüße,
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    So sieht es mal aus. Es ist imho viel zu einfach einen Hund zu bekommen, sei es RR oder eben eine andere Rasse du jour .

    Wir sind ja leider inzwischen so weit, dass wir uns als Tierschutzverein vorwerfen lassen müssen, es wäre zu schwierig von uns einen "passenden" Hund zu bekommen, es wäre nach Ansicht einiger Bewerber leichter einen Welpen zu bekommen und daher sind wir dann die Bösen, die den Hunden gar nicht wirklich helfen wollen.

    Verrückte Welt...Warum ist das so?

    Gewissenhafte Züchter sind meiner Erfahrung nach ähnlich kritisch, aber viel zu selten und zu denen gehen viele Leute dann gar nicht, auch wenn es empfohlen wurde.

    Gruss Cathy
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  17. #17
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Meines Erachtens gibt es hier und dort gute und schlechte Züchter.

    Ich kenne eine liebe Bekannte, die wollte mit ihrer Hündin auch "einen Wurf haben". Keine Papiere, aber geliebtes Hundemädchen. Die Welpen dort haben einen schönen Start ins Leben gehabt, die Züchterin (ich sage bewusst nicht Vermehrerin!!, denn sie hatte wirklich nur diesen einen Wurf!) hat sich die Beine für die Welpeneltern ausgerissen, und da saß man auch schon Mal bis nachts um 2 zusammen inmitten der Welpenschar und hat gequasselt und die Welpetten bewundert.
    Sie selbst hat einen Rüden behalten, denn das war ihr Herzenswunsch. Ich kann daran wirklich nichts Verwerfliches finden, denn die Welpen waren perfekt geprägt und hatten einen liebevollen Start ins Leben.

    Andererseits gibt es auch RR-Züchter im VDH, die (tatsächlich) Zwinger hinterm Haus haben. ... (ich hoffe, das wird sich in naher Zukunft aber ändern...)

    Also was ist nun "richtig" und was ist "falsch"? Ich würde immer den jeweiligen Züchter belatschern, ausquetschen, besuchen, die Mama und möglichst auch den Hundepapa kennenlernen. Und dann entscheiden, ob es das "Richtige" ist.

    Und im Forum um Rat fragen. Und Menschen mit eigenen Ridgebacks um Hilfe bitten.

    Ich persönlich würde immer wieder einen VDH-Hund haben wollen. Meine Hündin ist fast 8 1/2 und hatte in ihrem ganzen Leben nicht eine Krankheit.
    Aber: Auch da gibt es Unterschiede!

    Mein eigener Wurf war schwer krank (Parvovirose), da hat auch das "VDH-Gütesiegel" nix geholfen ;) Es kann leider jeden treffen.

    Dennoch haben von 11 erkrankten Welpen 9 Babys überlebt (und die beiden Mäuslein sind auch nicht an der Parvo, sondern an einem MRSI-Keim aus der Klinik verstorben ) , und laut Tierarzt in der Klinik ist das bei einer eigentlichen Sterblichkeitsrate von über 80% schon ein kleines Wunder gewesen. Er schob es auf "gute Gene", und daran halte auch ich fest!
    Weiß man, wie es bei in der "Dissidenz" gezogenen Hunden ausgegangen wäre? Nein. Kann man nicht wissen. Ich persönlich bin aber überzeugt, dass die vielen Untersuchungen der VDH-Hunde in unseren Linien einiges zu den "guten Genen" beigetragen haben!

    In diesem Sinne, und immer wieder: AUGEN auf beim Welpenkauf!

    Drückerle-
    Esther
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  18. #18
    Das ist so ein Kandidat
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    An dieser Stelle würde ich gerne meinen Dank für die ehrlichen Beiträge und die angenehme Schreibkultur, falls ihr wisst, wie ich das meine, aussprechen. Bitte weiter so. :-)
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  19. #19
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Tzammy, ich finde es mutig und gut, dass du dein Empfinden hier mitteilst.

    ICH verstehe, dass du so fühlst und ich glaube, du denkst es wäre ein Verrat an deinem Hund, die Zustände dieser Zuchtstätte klar und deutlich abzulehnen.

    Wenn du irgendwann mal dir selbst verzeihst mit beigetragen zu haben, an dem Elend der anderen Hunde in dieser Hundezucht, im absoluten Wissen, dass du es wieder und wieder so machen würdest, - nämlich trotz allem Wissen, es nicht über Herz bringen würdest, dieses Hundebaby dort zu lassen - und auch das akzeptierst, weils so ist, du so bist und das ist ok, dann wirst du es als Fehler benennen können.

    Und nichts wird das an der Tatsache kratzen, dass du dem tollsten Hund hast, den du kennst. Den, den du innigst liebst.

    Dein Beispiel hilft. Es hilft den Menschen, die hyperventilieren, wenn sie Welpen sehen, am liebsten alle nehmen würden und schon erst recht, wenn ihnen die armen Würmer noch leid tun....... aufzupassen und erst gar nicht an so einen Ort zu gehen, um sich dort Welpen anzusehen.

    Stimmt schon der Tipp.....schaut euch eine Zuchtstätte an, wenn grad keine Welpen da sind.

    Gruss Eva

    ps. Was glaubst du, wieso ich meinen Sohn dabei hatte, in dem von mir benannten Beispiel?
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  20. #20
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    Uli, danke für dieses Thema und allen Dank für ihre Offenheit!

    Wir können hier nicht mitschreiben, aber ganz viel lernen.....
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  21. #21
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Off-Topic:

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    nehmt das Leben nicht so ernst,
    Ihr kommt da eh nicht lebend raus

  22. #22
    Hundehalterversteher Avatar von Vorname Nachname
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Muss ja gar nicht die Genetik sein. Wenn Mutti permanent hohl dreht während der Schwangerschaft, oder sich scheise fühlt, bleibt das auch nicht ohne Folgen für den Nachwuchs. Auch Menschen werden nicht als neutrale "Rohlinge" geboren, die Entwicklung fängt viel früher an.
    Über adoptierte Kinder hört man auch seltsame Sachen.
    Geändert von Vorname Nachname (19.01.2014 um 11:48 Uhr)
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    „Wie können Sie so mit den Engländern sympathisieren? Sie können ja noch nicht mal englisch.“ „Nein, aber deutsch.“ [Karl Kraus]

  23. #23
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Oscar2013
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    Standard AW: Welpenkauf oder "Wie man es besser nicht macht."

    Gut, wo alle so schön dabei sind, dann hier auch unser Outing:

    Oscar stammt aus einer "Vermehrer-Zucht", wie es hier viele nennen.
    Allerdings ist es doch ein wenig anders. Was nicht heißt, dass ich mich rechtfertigen will! Ich glaube, beim nächsten mal würde ich es anders machen.

    Wir haben vor einigen Jahren Oscars Oma Paula kennengelernt, als unser Pferd im Reitstall des Frauchens einstellten.
    Uns faszinierte die Schönheit, die absolute Gelassenheit und vor allem die Art und Weise wie Paula ihr Frauchen vergötterte. Sie folgte ihr wie ein Schatten, ohne zu nerven, war einfach glücklich, wenn sie eine Streicheleinheit bekam.
    Sie war mit jedem Hund auf dem Hof verträglich, lebte im Haus, nicht im Zwinger.
    Das Frauchen wollte gerne eine Tochter von diesem Engelchen haben. Und so kam es, das bald 11(!) zuckersüße Welpen den Hof unsicher machten. Ja, sie hatten ihren Unterschlupf in einer Pferdebox mit Rotlicht. Dort waren sie zum Schlafen und ausruhen. Sonst wurden sie aber wunderbar von der ganzen Familie + anderen Einstellern umsorgt. Sie durften schon früh viele verschiedene Tiere und Menschen, Traktoren, wiesen etc. kennenlernen. Von diesen 11 Welpen sind 4 in der Nähe geblieben, ich sehe sie regelmäßig und sie sind gesunde, freundliche Hunde geworden, die verträglich sind und echte Lämmchen.
    Frauchen hatte wie geplant eine Hündin behalten, die wirklich zu einem Klon von Paula mutierte. Wie oft die beiden Hunde in exakt der gleichen Position dalagen, kann ich gar nicht sagen.
    Paula wurde letztes Jahr 13 und ihre Tochter Amy wurde Mutter. Wieder sollte eine Tochter in der Familie bleiben.
    Ich habe den Vater kennenlernen dürfen, ein echter Schatz! Eher klein, bildschön und ein sehr höflicher, gut erzogener Hundemann.
    Die Welpen ( 6 Rüden und EIN Mädel) wurden genau so aufgezogen, wie auch die Welpen zuvor. Und einer von ihnen war unser süßer Oscar, den wir ehrlich gesagt schon mit 4 Wochen in unser Herz schlossen. Wir konnten seine Entwicklung fast von Anfang an verfolgen, das war wirklich toll.
    Er ist bisher wirklich gut geraten, natürlich gibts das ein oder andere Problemchen, aber bisher können wir nicht klagen.
    Mir war wichtig, dass ich wusste, dass Oma,Onkels und Tanten,Mama und Papa einfach sehr nette Hunde geworden sind und gesund sind. Die Tanten, Onkel und Mutter sind jetzt 6 Jahre alt und die, die ich regelmäßig sehe, sind topfit. Paula ist Ende letzten Jahres mit 13 Jahren und gesund bis zum Schluss an Altersschwäche gestorben.

    Ich hoffe, das Oscar ein langes Hundeleben vor sich hat. Und das er sich so toll entwickelt, wie seine Familie. Er hat vor fast nichts Angst, liebt (bis jetzt) jeden anderen Hund, kann aber auch gut einschätzen, wenn ein Hund mal nicht spielen will ( das hat ihm Oma Paula noch beigebracht 😉)

    So war das vor einem halben Jahr. Ich bereue es nicht, aber ich denke wir haben auch viel Glück gehabt bis jetzt. Mal sehen, ob es so bleibt.

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