Vielen Dank, Heike!!!
Ignorance is bliss
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Ich habe es ein bisschen ausfuehrlich geschrieben, auch deshalb, weil ich oft Mitleid mit Denjenigen haben, die genau wie ich damals, einfach nur einen Hund kaufen wollten - nicht wissend, welche immensen Probleme diese Geschaeftssparte im Laufe der Zeit produziert hat.
Auch ich dachte damals (so wie Katja/Kikki2), Papiere braucht man nur, wenn man ausstellen oder zuechten will. Wie daemlich, aber leider ein weit verbreiteter Irrtum. Dass Papiere eher ein Beleg fuer fuersorgliche und korrekte "Qualitaetsansprueche" (bloedes Wort, wenn es um Lebewesen geht, sorry) sind, war mir ueberhaupt nicht klar.
Mittlerweile ist selbst diese Kategorie nicht mehr zweifelsfrei, umso schwieriger fuer einen "Ersttaeter", die richtige Entscheidung zu faellen.
Und genau deshalb heisse ich besonders alle die neuen User so ganz besonders herzlich willkommen, die sich bereits im Vorfeld umfassend informieren.
Deshalb: echt guter Thread!
LG
Heike
Man muß oft erst nachdenken, worüber man sich freut, aber man weiß immer, worüber man traurig ist...
Nachdem unsere allererste Hündin gestorben war, beschloss ich: Ich will nie wieder so trauern. Kein Hund mehr. Nie-
Alice war auch aus einer "Hobbverpaarung". Ihr Vater war ein Irish Wolfhound, ihre Mutter ein Whippet. Als sie neun Jahre alt war, hatte sie heftige Herzprobleme, Diabetes Insipidus und Krebs. Der Krebs machte ihr dicke Beulen in den Kniekehlen, in den Achselhöhlen und am Unterkiefer. Es sah schlimm aus zuletzt.
Wir machten Urlaub in Holland, das muss so 2002/2003 gewesen sein. Und da sahen wir wnderschöne, große braune Hunde. Die hatten wir noch nie gesehn. Wir waren einfach hin und weg von ihrer Schönheit.. SOOOOLCHE Augen machten wir. Aber ich wollte ja nie wieder......
Irgendwann war der Urlaub zu Ende. Und der Eindruck verblasst. Und dann.... ging ich nach dem Job einen Kaffee trinken. Da war ein Mann am Nachbartisch, und er hatte einen Ridgeback dabei. Die Beiden kommunizierten die ganze Zeit miteinander. DAS war der Tag, an dem es um mich geschehen war.
2004 las ich dann in der Tageszeitung, dass jemand Ridgeback Welpen anbot. Ich telefonierte, wir fuhren hin. Draußen ein großer Zwinger voller RRs. Der VK sagte, zum Teil seien es seine eigenen, zum Teil auch PÜensionsgäste. Wir wurden in einem blitzsauberen Wohnzimmer empfangen. Interviewt "Haben Sie Hundeerfahrung?" Na klar, warn wir.Wir hatten unsere wunderbare Alice fast zehn Jahre gehabt. (Und als wir DIE kennenlernten, gab es ein überaus chaotisches Wohnzimmer, ein Shi-Tzu, der's Sagen hatte und unsere Alice-Maus, die mitten aufm Wohnzimmer-Tisch stand und ein Baby-Spielzeug hing ihr ausm Mäulchen.)
Nach Smalltalk und "Was hätten Sie denn gern?" bekamen wir erst Beaus Schwester zu sehen. Der Mann holte sie von irgendwo her. Ja... die hätten wir billiger haben können, ihr Ridge war nicht korrekt. Hm... irgendwie war da nix.. kein Funke. Und dann kam Beau... tollpatschig, ich sah in seine Augen... und wusste, DAS isser.
Ich weiß gar nicht mehr, ob der Preis 1200 oder 1500 war.... Wir verblieben so, dass wir unseren letzten hundelosen Urlaub verbringen würden, der auch schon gebucht war. Und holten Beau dann ab als er 12 Wochen alt war. Der Verkäufer wies uns noch darauf hin, was für eine Rakete er sei: Nie aufs Sofa lassen, bloß nicht scharf machen etc... Wenn er frech würde: Kopfnuss verpassen und mit den Fingernägeln in die Ohren kneifen.Wir hatten uns so auf den Zwerg gefreut. Und dann...er war richtig vermackt, überall kleine Narben und unterm Auge hatte er einen riesigen "Schmiss"
Der VK hielt Beau aufm Arm und hatte das blanke Pipi inne Augen. Und dann beruhigte ich mich "Wer heulen muss, wenn er n Lütten loswird, kann kein schlechter Mensch sein"
Mein Gott, waren wir dämlich.... erst viel später dämmerte uns, dass wir hätten gehen sollen, spätestens, als die Welpen von irgendwoher geholt wurden.
Wir haben keine Wurfkiste gesehn, keine Eltern. Aber wir bekamen einen Sack Aldi-Futter mit "Hat bei Stiftung Warentest am besten abgeschnitten"
Als wir nach Hause kamen, stellten wir fest, dass der Lütte vor allem Schiss hatte, nix kannte, nicht mal seinen Namen.
Wir hatten die Sorte erwischt: Hat vor allem Schiss. Die Plastiktüte, die aufm Weg lag und gestern noch nicht da war. Einmal hab ich eine Viertelstunde mit ihm an einem Heuballen verbracht, den er furchtbar bedrohlich fand. Beau ist niemals mit mir in den Keller gegangen. Und in unsere Schuppen ging er erst kurz vor seinem Tod.
Er war ein unglaublicher Grobmotoriker. Lange Zeit sah ich aus, als stünde ich auf extrem S/M und wäre frisch ausgepeitscht: Lange blauschwarze Striemen zierten meinen Luxuskörper davon, dass er mich ansprang und ...irgendwie immer mit den Krallen an mir runterrutschte. Er hob gern seine Pfote gegen Menschen, das war seine Form der Kontaktaufnahme. Es hat lange gebraucht bis er gelernt hatte, uns dabei nicht zu verletzten. Ständig hatte ich blaue Flecken oder Wunden.
Fremde mochte Beau gar nicht. Er wich ihnen aus. Insistierte jemand und bedrängte ihn, sprang er wie ein Flummy laut bellend vor demjenigen auf und nieder. Beau war anstrengend und trotzdem wurde er zunehmend zu meinem/unserem Traumhund. Er klebte an mir... und.. jedesmal, wenn er mich sah, trommelte er mit seinem Schwanz einen Freudenwirbel. Er hatte Angst vor Kindern, und wenn der KiGa im Wald war, mochte er nicht weitergehn. Aber unsere Enkelzwerge liebte er heiß und innig und hütete sie.
Und dann starb er sehr plötzlich mit viereinhalb Jahren an einem höchst aggressiven Krebs.
Bei Asad war alles anders: Wir waren mehrfach in der Woche in der Wurfkiste. DIE stand mitten im Wohnzimmer.
Asads Mama war eine Spielgefährtin von Beau und so kannte ich sie und die Züchterin sicher schon zwei Jahre. Ich weiß noch, wie ich innerlich die Nase rümpfte, als mir die Züchterin eröffnete - bis dahin war sie ja nur eine Hundebekanntschaft - dass sie züchten wollte. HÄ? Naja.. Wer's braucht.... Sie erzählte mir dann von Prüfungen und Lehrgängen und Ausstellungen etc.. ich hörte immer nur mit halbem Ohr hin. Nicht meine Welt. Und dann gab es den A-Wurf, kurz bevor sich Beaus Krebs zeigte. Und Asad kam wenige Wochen nach Beaus Tod zu uns.
" Wie man es besser nicht macht " ?
Mit dem Wissen von heute würde ich es vllt doch wieder tun !
Ich kannte den Namen Rhodesian Ridgeback gar nicht , aber ich kannte Sam´s Mama schon sehr lange und seine Tante .
Wenn ich ausgeritten bin kam ich an einem Hof vorbei und manchmal waren da zwei braune Hunde ...
Ich habe mich nie sonderlich für Hunde interessiert ,wir hatten eine Brackenmischlings Hündin auf dem Hof ,der beste Wachhund der Welt ,sie konnte sehr böse sein ,uns war sie treu ergeben .
Wir haben immer gesagt : Mücke kann lesen und schreiben !
Sie lebte nur auf dem Hof ,völlig frei auch nachts ,wie eine Katze . Kaum Gassi ,gerne Couch und den ganzen Tag nur eins "Freiheit " .
Als Mücke 13 Jahre alt war wollte mein Mann einen Hund ,keine Katze , ich sagte alles nur kein Labbi ...
Der Zufall wollte es das auf dem Hof wo die zwei braunen Hunde sind Welpen geboren worden waren ,vier Stück zwei Mädchen und zwei Jungs .Sie waren im Stall geboren ,hatten eine Holzkiste mit Wärmelampe und Stroh , sie konnten in einen kleinen Auslauf nach draußen .Es war Ende September 2008 und es war kalt . Ein Junge war noch über ,weil er nicht der Alpha Rüde sei ,so sagte das der Käufer für den anderen Rüden ...
Mein Mann war sofort verliebt in das kleine etwas ,das manchmal alleine draußen gesessen hat und dem kalt war . Er nahm in dann hoch in seine Jacke und der Hund war selig ( mein Mann auch ) .
Die Züchter sind ein älteres Ehepaar ,es gab vorher schon ein paar Würfe ,immer im Stall . Die Hunde leben sonst im Zwinger ,kommen nur selten raus zum Gassi . Kein Autofahren etc.. nichts .Der TA kommt zum Hof für die Kühe .
Sam war dann neun Wochen alt als wir ihn abgeholt haben . Ich hatte mich über eine Huschu informiert und beim Erstgespräch erklärte man uns was wir da gekauft haben .
Andere HH fragten manchmal " ist das ein Ridgeback ? wir :ja ,die anderen : dann Viel Glück ! wir wieder :?
Diese Hundeschule war jeden Cent wert ,wir lernten und Sam ist ein klasse Hund .Wir sind dankbar für jede Minute mit ihm ,so schlau ,schnell ,gehorsam ,alltagstauglich ,wachsam , ich könnte unendlich schwärmen für diesen Hund .
Er war noch nie krank ,hat noch nie was böses getan ,wenn etwas schief gelaufen ist waren immer wir diejenigen die sich falsch verhalten haben ,immer !
Mit seiner Schwester sollte weiter gezüchtet werden ,sie wurde mit 18 Monaten überfahren ,der Alpharüde ( Sams Bruder ) stand mit 8 Monaten auf dem Bett der Besitzer und lies niemanden mehr ins Zimmer ,er wurde abgegeben ,ich weiss nicht wo er gelandet ist . Über die andere Schwester weiss ich nichts ...
Nach Sam gab es noch einen Wurf ,seine Mutter starb mit 14 ,die Tante kurze zeit danach . Eine Hündin aus dem letzten Wurf lebt noch dort im Zwinger ,sie wird bald vier Jahre alt ,ist sehr brav aber auch nur Wachhund .
Manchmal treffe ich andere RR Besitzer die mich fragen wo Sam herkommt und sie schauen dann mitleidig weil er keinen Afrikanischen Namen hat ...
Sie erzählen mir dann von dem tollen VDH Züchter wo sie ihre Hunde gekauft haben ,der Wurfkiste mit den Plüschtieren in dem warmen Wohnzimmer ...
Und sie erzählen von den Krankheiten und Ängsten die ihre Hunde haben ,mir tun viele Leid ,weil sie in einer Wohnung leben müssen und nur zum Angeben durch die Einkaufsstraße geführt werden .
Ich weiß nicht ob das die besseren Züchter sind ?
Und mit dem Wissen von heute würde ich mich ohrfeigen wenn ich den Hund nicht gekauft hätte !
Ich habe völlig vergessen zu erzählen:
Beau war unglaublich fix stubenrein. Und dann stellte er sich hin und püscherte im Wohnzimmer auf den Teppich.
Und noch ma und nochma. Ich entwurmte ihn, untersuchte den Kot, und es sah aus, als bestünde der ausschließlich aus SpaghettiDas war in etwa am Ende der ersten Woche.
Und wir verbrachten fast das ganze erste Jahr bei Tierärzten: Entweder hatte der Lütsch wirklich schlimmen Durchfall oder Husten. Das wechselte ständig und er bekam permanent Antibiotika. Bis ich die Nase voll hatte, eine naturheilkundliche TÄ aufsuchte. Und DIE setzte dann endlich den Schlusspunkt.
Sorry, ich muss noch n Zusatz machen, hab's jetzt erst gesehn;
Wir leben an nem Wäldchen, haben einen großen Garten. Und bisweilen nutzt Asad den auch um in der Sonne zu schmoren. Ansonsten ist er meist da, wo ich bin. Und wenn ich in der Fußgängerzone bin, auch da. Er ist auf Flohmärkten dabei, im Restaurant und always im Urlaub.
Mit Angeben hat das NIX zu tun. Ich wünschte mir manchesmal, dass die Leute nicht immer so tun, als hätte ich the last unicorn oder ein Alien an der Leine. Ständig hörst du irgendwas "Kuckma, n Ritschpäck, das sind doch die........" JEDER ist RR-Kenner und hat was zu kamellen, das er mitteilen muss.
Ja, Asad lebt in einem Haus. Und DA gehört er meiner Meinung auch hin. Ich bin sicher, dass es für einen RR nicht relevant ist, ob er in einer Zweiraumwohnung wohnt oder in ner Finca.
Sondern dass er da sein kann, wo seine Menschen sind.
Geändert von AsadTheFirst (18.01.2014 um 12:13 Uhr)
Tzammy, diese Auffassung kann ich nicht teilen. Es gibt da ein gutes Sprichwort in unserem profitorientiertem System:
Die Nachfrage bestimmt das Geschäft!
In dem Moment, wo ich jegliche Verantwortung auf einen anderen übertrage, mache ich es mir natürlich sehr einfach.
Aber, wir sind alle mündige Bürger und MÜSSEN auch die Verantwortung für unser Tun übernehmen und die endet nicht beim eigenen Tier.
Ein " über-den Tellerrand"-Schauen schadet da nicht. Ich kann doch die Augen nicht verschließen gegenüber Missständen, die nicht mein ausschließliches Ich betreffen.
LG Sabine mit Bayo
sowie Monthy (17.08.2009 - 19.12.2021) und Luna (09.10.2012 - 07.04.2024)
unvergessen, auf der anderen Seite des Weges
- Folgt uns auch auf Instagram unter: bayo.the.rhodesianridgeback -
Bei uns hat das nichts mit "Outing" zu tun, weil ich immer offen darüber gesprochen und auch lange Zeit eine Website zu dem Thema betrieben haben, um andere auf unsere Fehler hinzuweisen und ihnen das zu ersparen.
Der erste eigene Hund wurde sorgfältig ausgewählt. Eigentlich sollte es für mich ein Golden Retriever werden, weil ich den in einem Film gesehen hatte. Der hatte dann letztendlich aber zu viel Fell und so landeten wir beim Labrador. Flat Coated und Chesapeake Bay Retriever schieden wegen des Wach- und Schutztriebs aus, der Curly und Toller wegen der Optik. Immerhin hatten wir uns ein Stück weit mit den Eigenschaften der Rassen beschäftigt.
In dem von uns gekauften Buch wurde auch über Papiere und VDH geschrieben. OK, also sollte es einer mit VDH-Papieren sein. Zu dem Zeitpunkt war mir nicht klar (und Inet gabs da bei uns noch nicht), dass es verschiedene Papiere gibt. Also schlugen wir die Tageszeitung auf, durchsuchten die Anzeigen und landeten schließlich bei einem Verkäufer in der Nähe von Bielefeld. Wir sahen damals die Mutterhündin, die damals einen sehr gepflegten Eindruck auf mich machte. Ob ich das heute auch noch so sehen würde, weiß ich nicht. Die Welpen waren in einem Welpenhaus untergebracht, das mit Fliesen ausgelegt war. Wenn ich mich richtig erinnere, lagen da die Welpen auch so drauf. Damals fanden wir das normal (aufs Deckchen kamen wir erst durch den RR) und so kam schließlich die Welpette mit zu uns, die am stillsten war und sich die ganze Zeit überhaupt nicht rührte, keinen Kontakt suchte. Sie sei halt müde vom Spielen, hieß es.
Zuhause bei uns hatte sie dann massiven Durchfall und sie war insgesamt eher ängstlich, vor allen Dingen im Dunkeln. Abends mit ihr spazieren zu gehen war ein Laufen von Laterne zu Laterne, von Lichtkegel zu Lichtkegel.
Ungefähr einjährig mussten wir sie operieren lassen, sie hatte einen Knochensplitter im Ellenbogengelenk. Es folgten Arthrose und Spondylose. Sie hatte immer wieder massiven Durchfall und ich vermute heute, dass sie eine Futtermittelunverträglichkeit hatte, die wir einfach nicht entdeckten, weil wir damals dumm waren. War doch gutes und teures Futter!
Die Papiere, die wir 6 Monate später zugeschickt bekamen, waren übrigens nicht VDH, sondern UCI. Auf die Frage "Hat der Hund Papiere" antwortete der Verkäufer nur mit "Ja", ohne es genauer zu spezifizieren.
Bereits nach einem Jahr wollte ich gerne meinen eigenen Hund haben und so machten wir uns auf die Suche nach einem zweiten. Dieses Mal schlauer geworden (so dachten wir jedenfalls), suchte ich mir die Welpenliste des Deutschen Retriever Clubs (DRC) raus und fing an zu telefonieren. Dabei ging ich strategisch äußerst geschickt vor. Nach "Haben sie chocofarbene Welpen" (es sollte unbedingt ein brauner sein, weil man Freund die so toll fand) kam direkt die Frage nach dem Preis, weil in den Büchern keine Angaben dazu vorhanden waren. Ich bekam auch die Preise genannt, aber keinen Welpen.
Ein Züchter fiel mir damals besonders negativ auf, weil er die Preisspanne für einen chocolate Labrador auf 3000 - 4000 DM festlegte, weil die Nachfrage den Preis bestimme. Bei "seriösen" Züchtern kosteten alle Farben gleich. Der übliche Welpenpreis lag bei ungefähr 1800 DM.
Nachdem wir nun so "schlechte Erfahrungen" gemacht hatten, kam wieder die Tageszeitung zum Einsatz.Die Weltkasseverpaarung mit Jahrhundertsiegereltern mit UCI-Papieren, nur in beste Hände abzugeben sollte es dieses Mal werden. Und wurde es auch. Wir sahen uns die Welpen an, die zwar in Zwingern neben auch noch anderen Hunderassen gehalten wurden (die Züchter sagten ganz offen, dass sie davon lebten und sich ausschließlich um die Hunde kümmerten), aber das erschien mir zu dem Zeitpunkt ehrlicher als der Raffzahn vom DRC. Nach einem kurzen Spaziergang entschieden wir uns dafür, einen Rüden mitzunehmen. Praktischerweise war die "Züchterin" auch gleich ihr eigener Zuchtwart und konnte den Welpen selbst an Ort und Stelle tätowieren.
So kam mein Scout zu uns. Der Preis zum VDH-Welpen war übrigens mit 1500 DM nur geringfügig niedriger. Er war zeitlebens, abgesehen von einer Verletzung, gesund. Er sah ebenso wie Caraboo nicht wie ein typischer Labrador aus mit seiner Megawamme, seinen hängenden Augenlidern und seiner Übergröße (wird bei den Labbis in Deutschland dann gerne als "Amerikanischer Standard" verkauft).
Viele Leute fragten, ob die beiden nicht mal Welpen haben wollten. Als wir 10 Monate nach Scouts Einzug schließlich einen Inet-Anschluss bekamen, fing ich an zu recherchieren. Caraboos Verkäufer stand unter dem Verdacht, Welpen aus osteuropäischen Zuchtanlagen dazuzukaufen und als seine eigenen auszugeben.
Scouts Verkäuferin sah sich später massiven Problemen gegenüber, weil sich Welpenkäufer über das Inet solidarisierten und gerichtlich gegen sie vorgingen. Viele der von dort stammenden Hunde starben jung an Krebs. Ich hatte irgendwie Glück, dass mein Scout erst mit 10 starb - an Darmkrebs.
Was ich irgendwann wirklich schlimm fand, waren die Fragen nach Welpen von den beiden. Ihr könntet doch mal, wir nehmen auch einen. Haben wir nicht gemacht. Wir liebten unsere beiden Hunde, aber so viel Krankheit und untypisches Verhalten sollte sich nicht weitervererben.
Nach Scouts Tod versank ich in Trauer. Und daraus hervor ging nach 9 Monaten BamBam, bei dem alles anders lief. Mehrere VDH-Züchter besucht (mit und ohne Welpen), viele Fragen gestellt, sehr nette und kompetente Antworten bekommen und am Ende einen Welpen erhalten, der von der ersten Sekunde seines Lebens nur Zucker in den Poppes gepustet bekommen hat. Das Ergebnis habe ich heute jeden Tag um mich.
Der Kontakt zu den Verkäufern unserer Labbis war übrigens schnell beendet. Die hatten keinerlei Interesse daran, von ihrer "Nachzucht" behelligt zu werden. Ganz anders ist das bei BamBam & Hellboy. Kontakt und Infos sind da beidseitig immer erwünscht. Für mich heute DAS Kriterium.
Viele Grüße,
Stefanie mit BamBam & Hellboy
Geändert von Stefanie R. (19.01.2014 um 12:09 Uhr)
He is your friend, your partner, your defender, your dog.
You are his life, his love, his leader.
He will be yours, faithful and true, to the last beat of his heart.
You owe it to him to be worthy of such devotion.
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