Ich habe jetzt verschiedene Rassen und Vertreter dieser persönlich kennengelernt. Jede Rasse UND jeder Hund ist erstmal grundsätzlich verschieden.
Unser Pelle (RR Rüde) ist im Juli 2 Jahre alt geworden. Ich bin der Meinung (behaupte, das beurteilen zu können), er ist ein wesensfester junger Rüde, der im Leben noch viel lernen muss. Er ist vorsichtig, zurückhaltend, aber bei einer freundlichen Ansprache freundlich und aufmerksam.
Territorialverhalten zeigte er schon in den ersten Lebensmonaten. Jagdverhalten kam mit 9 Monaten so richtig raus. Dann haben wir 4 Monate AJT gemacht. Seitdem ist er super abrufbar bei Wild etc. bzw. läuft gar nicht erst los.
Fremde auf dem Grundstück heißt er herzlich willkommen. Auch Kinder mag er grundsätzlich gern, sie dürfen nur nicht distanzlos sein, er möchte selbst entscheiden, ob er sich einem Kind nähern will. Hat er die aber einmal ins Herz geschlossen, stupst er sie herzlich immer wieder und gibt Küsschen.
Fremde Hunde... Bis vor kurzem noch kein Problem. Intakte fremde Rüden werden mittlerweile nicht so gern gesehen. Ganz besonders nicht in der Nähe des eigenen Gartens. Hündinnen sind natürlich jederzeit willkommen.
Allerdings ist er auf einem Spaziergang sehr gut an fremde intakte Rüden zu gewöhnen. Kurzes steifes Beschnuppern, kennenlernen und schon ist es in Ordnung. Er ist eher deeskalierend. Fängt keine Rauferei selbst an. Aber wie gesagt, er ist erst 2 und das Rüdendasein geht ja jetzt erst richtig los. Wir werden sehen, wohin sich der kleine Mann entwickelt.
Erziehung muss natürlich sein. Vom ersten Tag an. Immer und überall.
Ausbildung ist sicherlich komplett individuell. Ich mache mit Pelle Rally-Obedience und im Herbst treten wir die BHP an. Er ist sicherlich kein Gebrauchshund, aber ich habe es geschafft, Pelle den Hundesport schmackhaft zu machen und er traniert wirklich motiviert mit.
Hitze: geht gar nicht für ihn. Ab 25 Grad ist Schluss mit Lustig.
Kälte: Geht immer! Solange er sich bewegt, geht er auch im Winter schwimmen. Hauptsache ist, wir bleiben nicht stehen.
Pelle hat seinen Kumpel (Labrador Retriever) sehr gern. Beide schlafen zusammen auf dem Sofa und Pelle knutscht Chewy auch oft ab.
Beim Klingeln wufft er zwar, aber sobald man ihn anspricht (auch Fremde), freut er sich über den Besuch.
Grundsätzlich ahbe ich aber festgestellt, dass Pelle ein Hund ist, der in der Erziehung und vor allem der Ausbildung SEHR viel Zeit braucht. Zwang geht gar nicht. Da schaltet er auf stur. Liebevolle Konsequenz ist bei ihm der Schlüssel.
Ps: Ich führe sonst nur Gebrauchsrassen, vor allem im Hundesport (Obe, THS) und der Retrieverausbildung bin ich zu Hause. Pelle hat mir beigebracht, dass es auch andere gibt ;)
Aber das ist ja das Interessante dran. Das Will to please ist toll und macht einiges wirklich einfacher. Ein RR ist doch etwas anders.
Pelle hat im Januar mit Rally-O angefangen und vier Monate später hat er seine erste Rally-O Prüfung mit 80 von 100 Punkten bestanden. Ich finde, das kann sich sehen lassen.


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