Wenn ich mir die ganz Diskussion so betrachte, möchte ich einmal schreiben wie wir vor 4,5 Jahren unsere Hunde an ihr neuen Familien vermittelt haben.
Wir sind eine 5 köpfige Familie, mein Mann, unsere 3 Töchter und meine Wenigkeit.
Als wir uns damals entschieden haben mit unserer Aysche zu züchten, war es eine sehr schwierige Aufgabe "echte" Familien für unsere Babys 5 Rüden und 4 Hündinnen zu finden. Darum entschieden wir uns, den Preis der Adoptionsgebühr nach unten anzupassen, obwohl auch wir unsere Aysche für 3000 DM gekauft haben.
Wir legten den Welpenpreis auf 2500DM fest und haben aber im Gegenzug 2000DM für die s.g. fehlerhaften Welpen (2 Wirbelfehler, ein Hodenhochstand u. eine Hündin ohne Fehler) genommen, da sie für uns genauso viel wert sind, wie die vielleicht irgendwann mal zuchttauglichen Welpen.
Die meisten Interessenten waren Ärzt und Rechtsanwälte die aber ganz offentsichtlich
nur ein Prestigeobjekt wollten und nicht ein Familienmitglied wie wir unsere Hunde sehen.
Wir haben die Entscheidung niemals bereut unser Babys nur Menschen anzuvertrauen, die sich wirklich auf die Hunde einlassen wollten.
Natürlich hatten wir Kosten mit Anschaffung, Ausstellungen, Fahrtkosten, Zuchtzulassung, Zwingerbesichtigung und Zwingerschutz, Gesundheitsvorsorgeuntersuchungen wie Röntgen der Ellebogen/Schultergelenken/Hüfte, Blutuntersuchungen wie Blutbild, Leber, Nieren und Schilddrüsenwerte, Welpenkiste, sonstiges Zubehör wie Waage, Futterschüsseln, Futter und wieder Tierarztkosten für Chip, Wurmkuren und Impfungen, hohe Tierarztkosten nachdem eine Katze einem der 5 Rüden ins Auge geschlagen und ihm bald das Augenlicht gekostet hat.
Eine Hündin (die unsere zukünftige Zuchthündin sein sollte) haben wir behalten, also keine Einnahme des Welpenpreises.
So kann ich in unserem Fall sagen, das wir mit der Einnahme von auf Euro umgerechnet
9000 Euro
minus 1000 Euro Deckgebühr
minus ca 1100 Euro Arztkosten für die Babys
minus 1000 Euro Futtersäcke und Fleisch
minus ca 600 Euro Ahnentafeln
minus ca 1000 Euro Welpenkiste, Decken, Spielzeug, Schüsseln usw.
minus ca 300 Euro Sonsitges wie Mitgabegeschirre usw.
Übrig sind geblieben ca. 4000 € die natürlich aufeinmal da waren (von denen man dann wieder die o.g. Vorleistungen abziehen kann, haben wir nie genau ausgerechnet, da ja auch Spaßfaktor dabei war), die dann u.a. in Nachkontrollen der in Deutschland verteilt wohnenden Welpen samt deren Familien und wieder Fahrtkosten, Ausstellungen, Gesundheitsvorsoge mit allem drum und dran, und Zuchtzulassung unserer Asilia gesteckt wurden.
Vor 2 Monaten haben wir nach der jährliche Blutuntersuchung erfahren das sie eine Schilddrüsenunterfunktion hat und somit wird mit ihr keine Zucht betrieben.
Also können wir davon ausgehen wenn eine Hündin mehrer Würfe bekommt (ich hoffe für die Hündinnen nie mehr wie 3) dürften zumindest immer etwa 5000-6000 Euro oder eher mehr überbleiben.
Ich muß gestehen, das auch für uns mit nunmehr 3 Hunden; die auch wenn man kein Geld mit ihnen verdienen kann bei uns bleiben ; die Summe von 1500 Euro für einen RR-Welpen zwar aufbringbar aber mir einfach zuviel sind. Und wir aus diesem Grund von der Adoption eines neuen Welpen absehen.
Allein an Medikamenten bezahlen wir etwa 70 Euro im Monat für unsere kranken Mädels. Denn die besten Vorsorgeuntersuchungen bieten keinen Schutz davor das die Hunde nicht erkranken.
Vielleicht gibt das mal einen kleinen Einblick in die "Kostenaufstellung" und Gedanken die man sich machen sollte wenn man eine Zucht der Rasse zuliebe betreibt.
Hobbyzucht (nicht gewerbliche Zucht) sollte diese auch bleiben und wenn ich sehe das in manchen Kennels 2 Würfe im Jahr und vielleicht auch zeitgleich fallen, dann ist das
keine Hobbyzucht mehr, sondern ein klasse Nebenverdienst![]()
Iris und Bande


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), die dann u.a. in Nachkontrollen der in Deutschland verteilt wohnenden Welpen samt deren Familien und wieder Fahrtkosten, Ausstellungen, Gesundheitsvorsoge mit allem drum und dran, und Zuchtzulassung unserer Asilia gesteckt wurden.

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